Das JETI-Modul von Jupiter in der Flagship-Fabrik von Eviden in Angers, Frankreich
Die Entwicklung von Europas erstem Exascale-Supercomputer JUPITER am Forschungszentrum Jülich schreitet zügig voran. Mit der Fertigstellung des zweiten Moduls dieses wegweisenden Rechners wurde jetzt ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Es ist bereits doppelt so leistungsstark wie der JUWELS Booster – der bislang schnellste deutsche Supercomputer in Jülich – und kommt auf ein Zwölftel der Rechenleistung des endgültigen JUPITER-Systems. Damit gehört das JUPITER Exascale Transition Instrument, kurz JETI, zu den leistungsstärksten Systemen der Welt.
Seit Mitte des Jahres wird JUPITER am Forschungszentrum Jülich schrittweise aufgebaut. Derzeit wird das modulare Rechenzentrum, auch Modular Data Centre (MDC) genannt, errichtet, in dem der eigentliche Supercomputer untergebracht wird. Die Hardware für das Booster-Modul von JUPITER wird 125 Racks belegen, die derzeit in der Flagship-Fabrik von Eviden in Angers, Frankreich, vorinstalliert und dann betriebsbereit nach Jülich verfrachtet werden.
Das endgültige JUPITER-System wird mit annähernd 24.000 NVIDIA GH200 Grace Hopper Superchips ausgestattet sein, die speziell für rechenintensive Simulationen und das Training von KI-Modellen optimiert sind. Damit wird JUPITER in der Lage sein, sogar mehr als 70 ExaFLOP/s bei 8-Bit-Berechnungen mit geringerer Genauigkeit zu erreichen. Damit wird JUPITER zu einem der schnellsten KI-Systeme der Welt gehören.
JUPITER soll als erster Supercomputer in Europa mehr als einen ExaFLOP/s oder eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde schaffen – eine Trillion ist eine 1“ gefolgt von 18 Nullen. Dies ist vergleichbar mit der Rechenleistung von einer Million moderner Smartphones. Als einer der stärksten KI-Supercomputer der Welt wird JUPITER Fortschritte in Deutschland und Europa vorantreiben und zur Sicherung der technologischen und digitalen Souveränität beitragen.
Bild: Eviden