Drohnentechnologie

Kampf gegen Malaria

DJI, ein Anbieter ziviler Drohnen- und Luftbildtechnologie arbeitet zusammen mit Malaria-Präventionsspezialisten an der Entwicklung einer Methode zur Bekämpfung der Krankheit.

Zwei Menschen steuern eine Drohne

Gemeinsam mit einem Team von Wissenschaftlern arbeitet der Drohnenanbieter DJI an Sprühdrohnen, die zur Malariaprävention eingesetzt werden sollen.

Durch die Kombination der Fachkenntnisse des Forschungsteams und der Drohnentechnologie von DJI wurde ein neuer Ansatz zur Bekämpfung der potenziell tödlichen Krankheit geschaffen. Zum ersten Mal bestehe die Chance einen Durchbruch in der Ausrottung der Malaria durch den Einsatz von Sprühdrohnen zu erzielen.

Das Drohnenunternehmen hat sich einem Insektenforschungsteam auf Sansibar angeschlossen, um ein Pilotprojekt mit einer modifizierten DJI-MG-1S-Agras-Drohne durchzuführen. Die Drohne werde eingesetzt, um mückenverseuchte Reisfelder mit einer einzigartigen, ungiftigen und biologisch abbaubaren Flüssigkeit auf Silikonbasis (Aquatain AMF) zu besprühen. Die Flüssigkeit wurde über stehendem Gewässer verteilt, um einen sehr dünnen Film zu bilden, der das Atmen der Puppen und Larven an der Oberfläche verhindert und sie somit absterben lässt.

Mit Drohnen, die biologische Insektizide auf Reisfelder sprühen, will das Expertenteam aufzeigen, dass eine deutliche Reduktion der Moskitopopulation erzielt werden kann. Sie untersuchen die Larven und die aufkommende Moskitopopulation vor, während und nach dem Sprühen. Daraus solle abgeleitet werden, welche Auswirkungen die Vorgehensweise auf die Reisfeldbewässerung hat - welche in ganz Afrika betrieben wird.

"Diese Untersuchung wurde durch eine speziell angepasste DJI Agras MG-1S Sprühdrohne ermöglicht, die den Einsatz der Aquatain-Flüssigkeit über den Reisfeldern zulässt", erklärt der Dr. Bart Knols, er ist der Wissenschaftler hinter dem Projekt, der sein Leben der Erforschung und Bekämpfung von Malaria widmet. "Der Einsatz von Sprühdrohnen erweist sich als unerlässlich für die effiziente Behandlung großer Reisfelder, da das manuelle Sprühen sehr zeitaufwendig ist und der Einsatz eines Hubschraubers zu kostspielig und sich als einfach unrealistisch darstellt."

Nach der Studie beabsichtigt das Forschungsteam die Ergebnisse in einem Fachblatt zu veröffentlichen und damit detaillierter auf die Auswirkungen einzugehen und weiterzutragen. 

"Dieses Pilotprojekt ist der erste Versuch, Malaria in so großem Umfang mit Sprühdrohnen zu bekämpfen. Wenn die Ergebnisse dieser Tests den Erwartungen entsprechend positiv verlaufen, könnte dies einen enormen Schub in der Bekämpfung der Malaria bedeuten", sagte Prof. Wolfgang Richard Mukabana von der Universität Nairobi. Die Malaria-Eliminierung auf Sansibar ist die gesundheitspolitische Priorität des „Zanzibar Malaria Elimination Program“ (ZAMEP). Daher wurde die innovative Sprühtechnologie als vielversprechendes Mittel zur Auslöschung der Krankheit wohlwollend willkommen geheißen.

Dank des „Tanzania Flying Labs“, einer lokalen Robotik-Organisation mit einer Zweigstelle in der staatlichen Universität von Sansibar, trägt das Projekt auch zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Mit Trainings über Flüge zur Datenerfassung und zur Geschäftsplanung gibt sie lokalen und regionalen Drohnenpiloten mehr Möglichkeiten.

Bildquelle: DJI

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