Mobile Lösung für Außendienst der Bodensee-Wasserversorgung

Kartenmaterial per App einsehen

Der Außendienst des Zweckverbands Bodensee-Wasserversorgung kann bei der Überprüfung von Leitungen und Anlagen vor Ort per Tablet Karten mit allen zugehörigen Informationen abrufen – auch offline.

Bodensee-Wasserversorgung

Ob zum Trinken, Kochen, Duschen oder Gießen – Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Dass es in ausreichender Menge und bester Qualität jederzeit verfügbar ist, dafür sorgt in Südwestdeutschland der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung – unterstützt von moderner Informationstechnologie. So dient etwa seit 2003 das Geoinformationssystem Geomedia zur Netzdokumentation.

„Doch schon lange gab es bei vielen Mitarbeitern den Wunsch, die Daten aus dem GIS auch mit ins Gelände nehmen zu können“, erinnert sich Harry Diegel, Leiter der Abteilung „Zentrale Netzinformation“ bei der Bodensee-Wasserversorgung. Deshalb suchten er und seine Kollegen nach einer mobilen Lösung nach folgenden Kriterien: Erstens sollten zoombare Karten die neue Arbeitsgrundlage bilden, zweitens sollte die Aktualisierung nur noch selektiv und damit weniger aufwendig erfolgen und drittens sollte das mobile Arbeiten auch offline möglich sein. Zudem wünschte man sich eine mobile Lösung für den Außendienst, die intuitiv bedienbar, aber kein Cloud-Service ist, um die Hoheit über die eigenen Daten zu behalten.

„Bei der Recherche nach einem geeigneten System stießen wir auf das Karlsruher Unternehmen Disy mit seinem Produkt Cadenza Mobile und entschieden uns für eine Zusammenarbeit.“ Die App Cadenza Mobile zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf allen mobilen Endgeräten – Tablets und Smartphones – läuft, dass sie Vektordaten unterstützt und dass der Datenexport nach Kartenlayern selektiert erfolgen kann, was die Ladezeiten verkürzt. Dass man Daten nicht nur anschauen, sondern mithilfe von strukturierten Fachkatastern auch erfassen und bearbeiten kann, ist eine weitere Stärke der Software.

Individuelle Anpassungen vorgenommen

Für die Nutzung der Software bei der Bodensee-Wasserversorgung wurden zunächst einige Anpassungen vorgenommen. Um eine Übernahme der Daten und Zeichenvorschriften zu ermöglichen, wurde in der Oracle-Datenbank, auf die Geomedia zugreift, ein geeignetes Auswerteschema für Cadenza Desktop geschaffen.

Außerdem wurden Geomedia-spezifische Elemente, wie Textgeometrien oder in der Geometrie kodierte Drehwinkel der Kartenschrift, in Standardgeometrieobjekte überführt und das in den Metadaten gespeicherte Koordinatensystem wurde in eine für die Lösung lesbare Form übertragen. Von dort können die Daten über den Exportprozess für die mobile Nutzung auf dem mobile Gerät vorbereitet werden.

Geringer Schulungsaufwand

„Dieser Anpassungsbedarf stellte uns vor Herausforderungen“, sagt Tino Greschner, verantwortlicher GIS-Administrator bei der Bodensee-Wasserversorgung, „für die wir in Zusammenarbeit mit Disy gute Lösungen gefunden haben. Mitte des Jahres wollen wir unser mobiles GIS auf 50 Tablets in Betrieb nehmen.“ Durch die intuitive Benutzerführung der App erwartet er nur geringen Schulungsbedarf für die Mitarbeiter im Außendienst. Diese können dann vor Ort bei der Überprüfung von Leitungen und Anlagen nicht nur die Karte, sondern auch die zugehörigen Informationen auf dem Tablet abrufen und in weiteren Schritten zukünftig das gesamte Potential der mobilen Lösung ausschöpfen.


Bildquelle: Zweckverband Boden-Wasserversorgung

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