Auf die Zukunftssicherheit achten

Kauf von Smart-TVs

Im Interview erklärt Sang-Won Byun, Manager Product Marketing CE bei der Samsung Electronics GmbH, dass beim Smart-TV-Kauf die Zukunftssicherheit der Geräte eine große Rolle spielt.

Sang-Won Byun, Samsung

„Ein wichtiges Kriterium beim TV-Kauf ist die Zukunftssicherheit“, meint Sang-Won Byun von Samsung.

Herr Byun, wie gestaltet sich das aktuelle Interesse der Endverbraucher an Smart-TVs? Inwieweit sind die smarten Fernseher bereits in der Gesellschaft angekommen?
Sang-Won Byun:
Das Interesse der Verbraucher an Smart-TVs ist sehr hoch. Das zeigt sich zum einen daran, dass beinahe alle aktuellen TVs über smarte Funktionen verfügen. Zum anderen spricht für das Interesse an Smart-TVs, dass sie bereits in jedem dritten deutschen Haushalt genutzt werden.

Welche Möglichkeiten bieten smarte Geräte im Vergleich zu herkömmlichen Fernsehern?
Sang-Won Byun:
Durch den Internetanschluss des Fernsehers erhält der Nutzer vielfältige Unterhaltungsangebote. Über den Smart Hub hat er beispielsweise Zugriff auf ein umfangreiches Angebot an Smart-TV-Apps und damit einen schnellen und einfachen Zugang zu Spielen, Video-on-Demand-Diensten und weiteren praktischen Anwendungen. Es wird also kein zusätzliches Gerät benötigt, um beispielsweise ganz entspannt Filme und Serien bei Amazon, Netflix oder auch 7TV, der senderübergreifenden kostenlosen Mediathek von ProSiebenSat1, zu genießen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man einen Smart-TV innerhalb der eigenen vier Wände nutzen kann?
Sang-Won Byun:
Im Prinzip benötigt man nicht mehr als einen Internetanschluss. Dabei können Nutzer selbst entscheiden, ob sie ihren TV-Apparat per LAN oder über WLAN anschließen.

Inwieweit sind smarte Geräte auch für Geschäftsanwender bzw. Unternehmen interessant?
Sang-Won Byun:
Smart-TVs eignen sich selbstverständlich auch für gelegentliche Präsentationen. Konnektivität und intuitive Bedienung spielen bei allen unseren Geräten eine große Rolle. So lassen sich Smart-TVs über „Screen Mirroring“ kabellos mit kompatiblen Geräten verbinden. Inhalte, die sich auf Smartphones oder Tablets befinden, können so unkompliziert präsentiert werden. Gleichwohl raten wir aber professionellen Anwendern zu Large-Format-Displays, Videowalls oder Whiteboards.

Wie gestaltet sich der Aufwand bei der Installation und Konfiguration eines Smart-TVs?
Sang-Won Byun:
Die Konfiguration des lineraren TV-Empfangs unterscheidet sich nicht von anderen TV-Modellen. Die Installation von smarten Features ist in kurzer Zeit und in nur wenigen Schritten erledigt. Bei der erstmaligen Inbetriebnahme eines smarten Produkts wird der Nutzer auf verständliche Weise durch das Menü geleitet.

Mittlerweile tummeln sich einige Smart-TV-Anbieter auf dem Markt. Worauf sollten Anwender beim Kauf eines solchen Gerätes achten? Was macht einen guten Smart-TV-Apparat aus?
Sang-Won Byun:
Das hängt natürlich immer von den Ansprüchen des Kunden ab. Eine einfache und intuitive Bedienung ist vielen Kunden wichtig. Auch über die Verfügbarkeit von Apps sollte man sich vor dem Kauf informieren, wenn der TV-Apparat beispielsweise für Video-on-Demand-Dienste genutzt werden soll. Ein wichtiges Kriterium beim TV-Kauf ist zudem die Zukunftssicherheit. Bei einem Smart-TV mit UHD-Auflösung erkennt man beispielsweise am offiziellen UHD-Logo, dass der Fernseher alle aktuell wichtigen Standards unterstützt. Zurzeit sollten Kunden zudem besonders darauf achten, ob der TV für DVB-T2 HD bereit ist. Dieser Standard wird im kommenden Jahr den bisherigen DVB-T-Standard ablösen und die terrestrische Übertragung von Full-HD-Inhalten ermöglichen.

Wie gestaltet sich allgemein die Energieeffizienz von Smart-TVs mit ihren großen Bildschirmen? Wie wird die Energieeffizienzklasse eines Gerätes festgelegt?
Sang-Won Byun:
Die Energieeinstufungen der Energielabels beruhen auf abgestimmten Standards, die von internationalen Standardisierungsinstitutionen festgelegt und deren Anwendung von der Europäischen Kommission vorgeschrieben ist. Dabei werden Fernsehinhalte basierend auf dem Energiestandard IEC 62087 genutzt. Dieses Bewegtbildmaterial bestehend aus mehr als 40 Stunden Rundfunkinhalten aus einer Vielzahl von Genres und Ländern wurde vor dem Hintergrund von statistischen Berechnungen produziert, um den durchschnittlichen jährlichen Sehgewohnheiten der Nutzer zu entsprechen.

Stichwort „Sicherheit“: Smart-TVs sind internetfähig, haben bisweilen auch eine Frontkamera eingebaut. Wie kann der Nutzer sichergehen, dass nicht etwa sein Smart-TV von Hackern „angezapft“ und somit das Eigenheim ausspioniert wird? Für wie wahrscheinlich halten Sie solch ein Szenario?
Sang-Won Byun:
Wir setzen Datensicherheitsmechanismen ein, die zu den besten in der Consumer-Electronics-Branche gehören. Durch die Nutzung der sogenannten User-Access-Control-Technologie (Smack – Simplified Mandatory Access Control Kernel) sowie durch den Einsatz von Echtzeitlösungen zum Viren-Monitoring (Smart Security) schützen wir uns vor Hacking. Ein Zugriff auf die Kundendaten ist nur durch mutwilligen Eingriff in das private Nutzer-WLAN oder Breitbandnetzwerk möglich. Wir möchten unsere Kunden darauf hinweisen, dass Eingriffe dieser Art sehr unwahrscheinlich sind, da sie nicht ohne weiteres durchzuführen sind.

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