Dank MDM und MAM

Keine schlaflosen Nächte mehr

Lange Zeit waren Mitarbeiter, die mobil unterwegs sind und von überall aus arbeiten, ein Albtraum für die Unternehmens-ITler, die maßgeblich für die Sicherheit verantwortlich sind. Heute ist das anders: Technologien und Entwicklungen wie Mobile Device Management (MDM) und Mobile Application Management (MAM) nehmen dem Chief Information Security Officer (CISO) die schlaflosen Nächte.

Mann mit Mobilgeräten

Züge und Flugzeuge sind theoretisch ideal, um Wirtschaftsspionage zu betreiben.

Mobile Geräte schlagen schon bald den Desktop-PC – das hat das Beratungsunternehmen Crisp Research im Auftrag von Samsung letztes Jahr in einer Umfrage unter IT-Entscheidern deutscher Unternehmen herausgefunden. Derzeit liefern sich beide noch ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen (Desktop-PCs mit 77 und Notebooks mit 74 Prozent). Gefragt nach dem mittelfristigen Gewinner des Rennens glauben aber drei Viertel der Befragten, dass das Notebook am Ende ganz oben auf dem Treppchen steht – und zwar hauptsächlich dank der mobilen Möglichkeiten. Klar wird: Leistungsstarke mobile Devices, die entsprechende professionelle Software, Collaboration-Tools und Digital Workspaces sind heute schon genauso wichtig wie Backend-Dienste sowie Management- und Security-Anwendungen.

Wirtschaftsspionage auf Reisen

Züge und Flugzeuge sind theoretisch ideal, um Wirtschaftsspionage zu betreiben: Wie oft sieht man Laptops auf den kleinen Tischchen stehen, die ganz offen Excel-Sheets, diverse Listen, Texte, E-Mails, Präsentationen, Geschäftsberichte und vieles mehr zeigen? Ganz zu schweigen von den durchaus spannenden – häufig lautstarken – telefonischen Konversationen, deren Zeuge Mitreisende werden. Unvorstellbar eigentlich, wie groß der Schaden sein kann, wenn solche wichtigen Arbeitsgeräte wie Laptops oder Smartphones dann auch noch in der Bahn vergessen oder gestohlen werden. Das jedenfalls könnte man meinen. Tatsächlich aber kommt es darauf an, wie gut die IT auf solche Eventualitäten vorbereitet ist. Denn selbst wenn heute ein mobiles Endgerät aus welchen Gründen auch immer in die falschen Hände gelangt, so gibt es Machine-Learning-Analysen, die potentielle Sicherheitsrisiken umgehend erkennen und direkt Alarm schlagen. So hat etwa der Anbieter Citrix kürzlich Neuerungen seiner Analytics Machine Learning (ML) Engine gezeigt.

Außerdem reicht auch schon ein einziger Anruf beim CISO des Unternehmens aus, um die Daten, die lokal auf den verschwundenen Endgeräten gespeichert sind, ganz einfach per Mausklick über die zentrale Management-Konsole des MDM und die Geräteschnittstellen von MacOS, Windows 10 oder Android zu löschen. Klassische Aufgaben des Managements, beispielsweise Onboarding, Bestandskontrollen, Patch-Einspielung und Software-Distribution, sind dabei schon komplett automatisiert. Sprich: Sobald ein neues Gerät besorgt wurde, kann quasi ohne Unterbrechung weitergearbeitet werden, nachdem der Mitarbeiter die entsprechenden Zugriffsberechtigungen erhalten hat. Im nächsten Schritt erfolgt die Authentifizierung – und schon hat der Mitarbeiter wieder Zugang zu seinem Workspace inklusive aller Daten und Dokumente.

Darüber hinaus ist auch die integrierte Netzwerksicherheit mit Micro-VPN-Funktionen ein großer Vorteil von MDM: Damit wird der Nutzerzugriff auf Unternehmensressourcen hinter der Firewall über die Geräte- und Anwendungssicherheit hinaus verschlüsselt. Compliance-Vorgaben kommen ebenfalls nicht zu kurz: Die Daten befinden sich in der firmeneigenen, hybriden oder Public Cloud und entsprechend damit EU-Datenschutz-Grundverordnung. Noch ein Albtraum weniger für die CISOs.

Bildquelle: AdobeStock

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