Umschwung auf E-Autos

Keine unsichere Wette mehr?

Zu Beginn der Pandemie war die Meinung vorherrschend, dass nachhaltige Initiativen wie die Elektri-fizierung hinter den unmittelbaren, kurzfristigen wirtschaftlichen Prioritäten in Bezug auf die Auswirkungen von Covid-19 zurückstehen würden.

Frau an E-Ladesäule

Allein im Jahr 2022 wird von einem Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bei den Elektrofahrzeugen ausgegangen.

In der Realität fand jedoch eine kontinuierliche Einführung von Elektroantrieben statt, die durch eine Kombination aus behördlichen Maßnahmen und einem raschen Anstieg der Verkaufszahlen angetrieben wurde. Der Verkauf von Elektroautos stieg im letzten Jahr weltweit insgesamt um 43 Prozent, die Produktion von Elektrofahrzeugen diverser Automobilhersteller trotz wirtschaftlicher Herausforderungen um zwölf Prozent. Das zeigt, dass Covid-19 die wachsende Überzeugung des Markts von Elektrofahrzeugen (EVs, Electric Vehicles) als Zukunft der Automobilbranche verstärkt hat. Denn trotz der Störungen durch die Pandemie gibt es eine deutliche Beschleunigung in dieser Branche.

Signifikanter Sinneswandel

Die Branche orientiert sich gerade. Auf der einen Seite steht die bisherige Technologie des Verbrennungsmotors (ICE, Internal Combustion Engine) und den davon angetriebenen Fahrzeugen. Auf der anderen Seite die neuen elektrisch betriebenen Autos. Bis vor Kurzem fühlte sich der Übergang zu Elektrofahrzeugen für viele wie eine unsichere Wette an. Die Politik war für die OEMs belastend, die Technologie war teuer, die Umsatzrenditen gering und die Stimmung der Verbraucher gegenüber Elektrofahrzeugen ließ sich allenfalls als lauwarm beschreiben. Heute gibt es einen signifikanten Sinneswandel.

Heute stehen Elektrofahrzeuge an der Schwelle zu einem Anteil von etwa zehn Prozent an der weltweiten Automobilproduktion. Bedenkt man, dass allein im nächsten Jahr von einem Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bei den Elektrofahrzeugen ausgegangen wird und über das nächste Jahrzehnt konstant zweistellige jährliche Zuwachsraten zu erwarten sind, dann ist das potenzielle Tempo der Veränderung bei der Einführung von Elektrofahrzeugen atemberaubend.

Dieser Wendepunkt ist zu einem großen Teil auf Innovationen zurückzuführen, die auf der Ebene von Steckverbindern stattfinden. Ein Beispiel sind Konnektivitätslösungen, die ein Problem bei der weltweiten Markteinführung von Elektrofahrzeugen im Blick haben: die Angst vor zu geringer Reichweite. Eine Überlegung ist die Energiedichte der Batterie. OEMs benötigen flexible Konnektivitätslösungen wie etwa von TE Connectivity zur Verbindung von Zellen und Modulen, damit sie ihre Plattformen weiterentwickeln, ohne ständig in die Neuanpassung ihrer Entwicklungsprozesse investieren zu müssen. So können sie den Vorschriften gerecht werden. Konnektivität bietet hier eine Lösung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

OEMs können diesen Weg nicht allein gehen. Bei so viel Arbeit und so wenig Zeit brauchen sie strategische Partner. Gleichzeitig müssen sie über entsprechende Technologien verfügen, um Hindernisse zu überwinden und Vertrauen in das Potenzial der EV-Technologie aufzubauen.

Bildquelle: Getty Images

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