Gescheiterte Finanzierung

KI-Start-up Anki macht dicht

Spielzeugroboter mit Künstlicher Intelligenz bescherten dem US-Start-up Anki einen veritablen Hype. Nun muss das Unternehmen die Pforten schließen.

Ein Spielzeugroboter der Firma Anki

Robotermodell „Vector” – das aktuellste und vermutlich auch letzte Produkt von Anki.

Wie das Technikportal Recode berichtet, sollen rund 200 Mitarbeiter durch die Schließung ihren Job verlieren. Als Grund für den Konkurs wird eine gescheiterte Finanzierungsrunde genannt. Obwohl das Unternehmen seit seiner Gründung im Jahr 2010 mehr als 200 Millionen US-Dollar an Risikokapital einsammeln konnte und 2017 noch 100 Millionen US-Dollar Umsatz eingefahren habe, seien am Ende nicht mehr die notwendigen Mittel zusammengekommen.

„Wir müssen schweren Herzens verkünden, dass alle Anki-Mitarbeiter mit Wirkung zum Mittwoch entlassen werden”, teilte CEO Boris Sofman in einem Statement mit. Ohne finanzielle Mittel zur Überbrückung der langfristigen Roadmap sei es nicht mehr möglich, das Geschäft fortzuführen. Zwischenzeitlich soll es Gespräche mit Unternehmen wie Amazon oder Microsoft bezüglich einer Übernahme gegeben haben, die aber offensichtlich ergebnislos verlaufen sind.

Anki wurde 2010 von Boris Sofman, Mark Palatucci und Hanns Tappeiner in San Francisco gegründet. Mit Produkten wie „Anki Drive” oder „Cozmo” schlug das Unternehmen eine Brücke zwischen Künstlicher Intelligenz, Robotik und Spielzeug-Waren. Der Roboter „Cozmo” wurde im vergangenen Jahr für den UX Design Award nominiert.

Bildquelle: Anki

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