Der Lagerroboter unterstützt die Mitarbeiter bei den wichtigsten Lagerprozessen: Vorbereiten, Kommissionieren und Entladen.
Laut Hersteller steigere der Roboter die Kommissionierraten um 200 bis 300 Prozent, verglichen mit manuell bedienten Lösungen. Chuck lasse sich innerhalb eines Monats in jedes Lager integrieren. Nach der Inbetriebnahme können weitere Chucks hinzugefügt oder für saisonale Spitzen angemietet werden.
Entwickelt wurde der Roboter von ehemaligen Führungskräften der Kiva Systems (heute Amazon Robotics). Der „Fulfillment-Cobot“ habe zudem eine große Tragfähigkeit und ein konfigurierbares Setup, das unterschiedliche Stock Keeping Units unterstützt. Er lasse sich schnell in verschiedene Lagerumgebungen integrieren.
Damit möchte das Start-up eine intelligente und anpassungsfähige Alternative zur traditionellen Lagerautomatisierung bieten, die in der Regel komplex und finanziell riskant ist und außerdem hohe Planungs-, Installations- und Wartungskosten verursachen kann. Die Lösung Chuck ermögliche eine Automatisierung, die keine zusätzliche Infrastruktur erfordere und mit jedem Warehouse Management System (WMS) kompatibel sei.
Der Hersteller will lange Wege zwischen der Be- und Entladezone eliminieren, Wege in den Gängen reduzieren und so die Kommissionierarbeiten für das Personal beschleunigen. Das System besteht aus den mobilen Robotern (Chucks) und einer Cloud-basierten Software. Das Ergebnis: Eine Flotte von Cobots unterstützt Mitarbeiter bei den drei wichtigsten Lagerprozessen: Vorbereiten, Kommissionieren und Entladen.
Der KI-gesteuerte Kommissionierwagen kommuniziert mit der Software und fasst die Bestellungen in Gruppen zusammen. Unnötige Schritte werden so vermieden, wodurch sich die Produktivität erhöhen lässt. Ein Arbeiter stellt Kartons oder Versandbehälter auf einen Chuck. Dieser fährt selbstständig zu einem festgelegten Startpunkt im Kommissionierbereich, an dem ihn der Arbeiter übernimmt.
Nachdem sich der Picker angemeldet hat, führt ihn Chuck durch eine Gruppe von Aufgaben (Einlagern, Kommissionieren, Zählen, Nachschub und Sortieren). Der Cobot zeigt dem Mitarbeiter alle wichtigen Daten wie Artikelbild, Beschreibung, Menge und Standort auf einem Tablet-großen Display an. Ein eingebauter Scanner erfasst Produktinformationen, einschließlich der Echtzeitvalidierung von Chargen- und Seriennummer.
Ist der Roboter vollständig beladen, informiert er den Kommissionierer darüber, wo er den nächsten leeren Cobot findet. Danach fährt er autonom zum nächsten Ziel. Das Ziel kann der Entladebereich, eine weitere Kommissionierzone oder ein Sonderbereich sein, in dem fehlerhafte Aufträge korrigiert werden. Nachdem ein Mitarbeiter den Roboter entladen hat, kehrt Chuck zur Vorbereitungsstation zurück. Anschließend beginnt ein neuer Zyklus.
Bild: 6 River Systems