Lenovo mit neuen Geräten

Kommt nun der Falt-PC?

Als Teil der Thinkpad-X1-Familie hat Lenovo nun als weltweit erstes Unternehmen einen faltbaren PC vorgestellt. Das neue Gerät sei für mobile, technisch versierte Nutzer entwickelt worden und gehöre zum Premiumsegment des Herstellers. Er stehe damit für eine Portabilität, die die Produktivität und Zuverlässigkeit in keiner Weise beeinträchtigen soll. Das Gerät sei weder ein Telefon, noch ein Tablet oder Hybrid; laut Unternehmen wurde es als vollwertiger Laptop mit einem faltbaren Bildschirm konzipiert.

Kommt nun der Falt-PC?

Der Hardware-Hersteller Lenovo hat nun erste Details zu seinem für 2020 geplanten faltbaren Laptop bekanntgegeben.

Die Remote-Arbeit hat von 2008 bis 2016 um 140 Prozent zugenommen und immer mehr Mitarbeiter arbeiten auch von unterwegs an dringenden Projekten. Die meisten Anwender wollen daher auch unterwegs einen großen, komfortablen Bildschirm nutzen, aber Reisen und Pendeln können dies unangenehm oder unmöglich machen. In der Vergangenheit verlangte ein 13,3-Zoll-Bildschirm einen ebenso großen Laptop. Das Oled-2K-Display hingegen, das in Zusammenarbeit mit LG-Display entwickelt wurde, lasse sich durch Falten um 50 Prozent in der Breite verkleinern. Das faltbare Thinkpad, das mit Intel und Windows betrieben wird, könne sich dadurch den Nutzungsgewohnheiten anpassen lassen:

So lasse es sich, als Buch zusammengefaltet, zum Lesen oder für Social-Media-Aktivitäten nutzen. Im Büro integriere sich das Pad in die Multi-Monitor-Konfiguration, während sich bei Meetings mit dem Stift Notizen machen ließen. In Verbindung mit einer mechanischen Tastatur lassen sich längere Texte und Emails schreiben. Im komplett geöffneten Zustand lassen sich schließlich die Serien und Filme streamen.

Produktdetails sollen bis zur Verfügbarkeit im Jahr 2020 bekannt gegeben werden.

Visualisierung des Geschäftspotenzials von AR/VR

Außerdem stellt Lenovo derzeit neue PCs sowie Lösungen aus den Bereichen Augmented Reality, Internet der Dinge und Security vor. „Thinkreality" ist z.B. eine neu eingeführte Marke, die Unternehmen einen lösungsorientierten Ansatz bieten soll, der sowohl Software als auch Hardware umfasst. Sie wurde entwickelt, um Unternehmensmitarbeitern bei der Nutzung von AR-Anwendungen zu helfen, um Unterstützung zu erhalten, Reparaturzeiten zu verkürzen, Fehler zu vermeiden, komplexe Arbeitsabläufe zu rationalisieren, die Qualität der Schulungen zu verbessern, zusammenzuarbeiten und Geld zu sparen.

Die Plattform soll es Anwendern ermöglichen, digitale 3D-Informationen in der realen Welt zu erfassen, zu interagieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten, um ihr Kontextbewusstsein und ihre Effizienz zu verbessern. Die Plattform ist geräte- und cloudunabhängig, was es Unternehmenskunden vereinfachen könnte, AR- und VR-Softwareanwendungen über mehrere Betriebssysteme, Cloud-Services und Geräte hinweg einzusetzen und zu verwalten.

Das erste Gerät in diesem Lösungsportfolio, das A6, ist ein freihändig zu bedienendes, mobiles Headset, mit dem AR-Lösungen für Unternehmen bereitgestellt werden können, die die Produktivität ihrer Mitarbeiter steigern möchten. Mit einem Gewicht von 380g und einem diagonalen Sichtfeld von 40 Grad bei einer Auflösung von 1080p pro Auge soll das A6 eines der leichtesten AR-Headsets seiner Klasse sein.

End-to-End IoT Lösungen

Das Portfolio von „ThinkIoT“ umfasse Edge-Computing-Geräte wie „Tiny“ oder das neue „Nano IoT“, den EPC300 sowie eine Reihe von Sensoren, darunter smarte Kameras, bewegungsabhängige Beleuchtung, maschinelle Kassen sowie Gesichtserkennungsgeräte, die in der Lage sind, Informationen schnell zu erfassen und zu übermitteln, um Entscheidungen vor Ort, im Lager oder im Ausstellungsraum zu treffen.

Von der Beratung und dem Geräteeinsatz über die Weiterbildung der Mitarbeiter bis hin zur Ermöglichung prädiktiver Analysen sollen die komplexen Zusammenhänge von Diensten, Software und Geräten von den Lösungsarchitekten zusammengestellt werden, um die Geschäftsergebnisse für Unternehmenskunden zu verbessern. Das könnte beispielsweise einem Arzt ermögluchen,mit AR-Brille Röntgenbilder in der Cloud zu betrachten, oder einem Lagermitarbeiter durch einen leistungsstarken Kamerasensor unterstützt zu werden, der innerhalb von 200 Millisekunden nach der Aufnahme über einen QR-Code auf dem Aufkleber eines Paketes feststellen kann, ob es sich auf der richtigen Palette befindet.

Für den Einzelhandel ist der Prototyp eines automatisierten Kassensystems interessant, das derzeit als Pilotprojekt auf dem Lenovo-Campus in Peking getestet wird. Ladenbesitzer, die lange Warteschlangen abbauen und Preisfehlern vorbeugen wollen, könnten demnach bald die Objekterkennungstechnologie an der Selbstzahlerkasse einsetzen. Mit integrierter Kamera, Prozessor und Sensoren ermögliche diese intelligente Einzelhandelslösung den Käufern, alle ihre Artikel auf einmal zu scannen, ohne einzelne Barcodes erfassen zu müssen, und sie wiegt die Einkäufe, um den Lieferanten Feedback zu geben, und ermöglicht ein virtuelles Wallet Payment Gateway.

Außerdem führt der chinesische Hardware-Hersteller eine neue Marke für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) namens „Thinkbook“ ein. Die Reihe ultraflacher Laptops soll dazu beitragen, Geschäftsleute zu unterstützen. Die Serie sei für Unternehmen entwickelt worden, die Verbraucher-Laptops auch aus Design- und Kostengründen kaufen, aber nicht mehr auf erweiterte Serviceleistungen und Garantien verzichten wollen.

Bild: Lenovo

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