Business-Messaging-App

Kommunikative Evolution im Gesundheitswesen

Um Patienten optimal betreuen zu können, müssen Absprachen zwischen Mitarbeitern reibungslos erfolgen. Denn häufig sind die hochgradig sensiblen Informationen zeitkritisch. Für eine ganzheitliche digitale Teamkommunikation im Gesundheitswesen braucht es eine geeignete und vor allem DSGVO-konforme Lösung.

Business-Messenger von Teamwire

Je schneller und besser man informiert ist, desto mehr Zeit bleibt für Patienten.

Ob Arztpraxen, mobile Pflegedienste, Altenheime, Krankenhäuser oder Universitätskliniken: In allen gibt es Datensilos. Veraltete IT-Strukturen spiegeln sich auch in Lösungen zum Kommunikations- und Datenaustausch wider. Für eine produktive Kommunikation und Kollaboration muss jedoch ein unkomplizierter Informationsfluss zwischen mobilen Mitarbeitern sowie mit Kollegen aus der Verwaltung stattfinden können. Mangels vorhandener Tools greifen erstere hierfür oft auf Consumer-Apps zurück – allen voran Whatsapp –, um sich auf kurzem Weg über einen Patientenbefund auszutauschen oder eine Zweitmeinung vom Kollegen einzuholen. Stehen geschäftliche Devices bereit, kann die IT-Abteilung die Verwendung privater Apps unterbinden.

Aber gerade bei Institutionen, die auf ein BYOD-Konzept (Bring your own Device) setzen, entsteht dadurch eine gefährliche Schatten-IT. Denn eine Consumer-App ist nicht für einen sicheren und Compliance-gerechten Informationsaustausch im beruflichen Bereich geeignet – insbesondere nicht bei medizinischen Einrichtungen, die mit sensiblen personenbezogenen Daten arbeiten. Dabei sollten Datenschutz und -sicherheit in der digitalen Teamkommunikation unverzichtbarer Standard sein.

Weg von Pagern, hin zu Smartphones

Eine bundesweite Umfrage des Deutschen Datenschutzinstituts zeigt: Messenger-Dienste sind im Gesundheitssektor stark verbreitet. 98 Prozent der befragten Ärzte nutzen sie. Obwohl sich 66 Prozent der Datenschutzproblematik bewusst sind, möchten sie aufgrund fehlender Alternativen nicht darauf verzichten. Es braucht also eine DSGVO-konforme Whatsapp-Alternative, die einen schnellen, effektiven Austausch sicherstellt und der Consumer-App in ihrer Benutzerfreundlichkeit in nichts nachsteht. Das erhöht die Akzeptanz solcher Tools und steigert die Produktivität der Anwender.

Sieben Einsatzszenarien im Gesundheitswesen

Die folgenden Einsatzszenarien zeigen, warum eine Business-Messaging-App wie Teamwire im Gesundheitswesen relevant ist:

1. Schichtwechsel innerhalb einer Station: Nutzt das gesamte Stationsteam einen Gruppenchat, lassen sich Übergabeprozesse optimieren. So ist sichergestellt, dass alle relevanten Informationen strukturiert und verlustfrei weitergegeben werden. Zudem ermöglicht eine Anbindung der App an das UEM-System bzw. die MDM-Umgebung, dass mehrere Benutzer, die im Schichtbetrieb arbeiten, dasselbe mobile Device verwenden können.

2. Austausch zwischen Stationen: Betreuen mehrere Diagnosezentren einen Patienten, kann man in themenspezifischen Gruppenchats per Text- und Sprachnachrichten Patientenfälle besprechen und Röntgenbilder sowie Dokumente mit Testergebnissen austauschen. Eine vollständige Datenverschlüsselung und integrierte Bildbearbeitungsfunktion, wie das Unschärfewerkzeug, gewährleisten die notwendige Sicherheit und Anonymität von Patienten.

3. Verfügbarkeit von Patientendaten: Über eine offene API-Schnittstelle lassen sich Drittsysteme, wie etwa ein Krankenhausinformationssystem (KIS) oder elektronische Patientenakte, an die App anbinden. Das erlaubt, Daten im KIS abzufragen, Mitarbeiter über Aktualisierungen in der Patientenakte automatisch zu informieren oder dort Fotos abzulegen.

4. Austausch mit Ärzten anderer Institutionen: Gastzugänge sind wichtig, um externe Nutzer, beispielsweise Fachärzte weiterer Kliniken, in die Kommunikation einzubinden. Solch temporäre Zugänge obliegen der zentralen Kontrolle der IT und lassen sich jederzeit deaktivieren. In Zukunft werden Gesundheitsinstitutionen, die den gleichen Messenger nutzen, miteinander kommunizieren können (Interoperabilität).

5. Alarm in Notfallsituationen: Alarmierungsfunktionen sind unerlässlich, um bei einem Patientennotfall oder Feueralarm ausgewählte Teams, Stationen oder die gesamte Organisation zu informieren. Quittierungsfunktionen und Lesebestätigungen erleichtern die Koordination des Notfalls. Auch kann der Rettungsdienst bereits auf dem Weg zur Notaufnahme das Team im Klinikum über einen Schwerverletzten informieren, um so eine schnelle und optimale Versorgung sicherzustellen. Bei stationären Aufenthalten ermöglicht eine IoT-Schnittstelle, verbunden mit einem Messgerät oder einem Notfallknopf, dass die zuständigen Stationspfleger den ausgelösten Alarm direkt auf ihr mobiles Endgerät erhalten.

6. Angehörigen- und Patientenabfrage: Mithilfe einer „Whatsapp for Business“-Schnittstelle können Angehörige und Patienten mit ausgewählten Personen von Gesundheitsinstitutionen kommunizieren. So lassen sich einfach Anfragen stellen und schnell Informationen einholen. Auch Patienten können diese Schnittstelle nutzen, um beispielsweise via Chatbots automatisierte Abfragen des Speiseplans zu machen.

7. Informationsverteilung über Messaging: Um Nachrichten schnell in der Organisation zu verbreiten, z.B. von der Verwaltung an die Belegschaft, ist Broadcasting das geeignete Mittel. In diesen teilweise sehr großen Gruppenchats (mehr als 1.000 Empfänger möglich) dürfen nur ausgewählte Benutzer Nachrichten und digitale Inhalte senden, während die Empfänger lediglich Leserechte besitzen.

Die Evolution zum smarten und digitalen Gesundheitswesen sollte die interne Kommunikation einschließen. Eine Business-Messaging-App ermöglicht bereits heute eine effektive Kollaboration. Sie verknüpft nicht nur alle Mitarbeiter datenschutzkonform und bindet Externe ein, sondern sorgt vor allem für einen effizienten und strukturierten Informationsaustausch. Getreu dem Motto: Je schneller und besser man informiert ist, desto mehr Zeit bleibt für Patienten.

Bildquelle: Teamwire

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