Jedes zweite Angebot kein Schnäppchen

Kunden zahlen am Black Friday oft drauf

Das Preisportal guenstiger.de nahm im vergangenen Jahr 12 Shops unter die Lupe, die Ersparnisse am Black Friday versprachen. Das Ergebnis: Bei jedem zweiten Angebot zahlten Käufer am Ende mehr als nötig.

Onlineshopping auf mobilen Endgeräten

Insgesamt konnten die Experten bei knapp der Hälfte der Stichproben (110 von 240) ein besseres Onlineangebot ausfindig machen.

Mitarbeiter der Preisvergleichsplattform haben am letztjährigen Black Friday je 20 Stichproben aus 12 teilnehmenden Shops untersucht. Bei den insgesamt 240 Angeboten soll sich anhand der Streichpreise der Händler eine durchschnittliche Ersparnis von 30 Prozent am Aktionstag ergeben haben. Oftmals orientiert sich dieser Wert jedoch an der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers (UVP) und spiegelt nicht die wirkliche Marktlage wieder. Um das wahre Schnäppchen-Potential zu erkennen, sollten Käufer prüfen, wie teuer das Produkt zeitgleich bei der Konkurrenz angeboten wird. Und siehe da: Laut Studie gaben Verbraucher am Black Friday bei sechs der 12 untersuchten Shops im Durchschnitt mehr Geld aus als bei Wettbewerbern.

Insgesamt konnten die Experten bei knapp der Hälfte der Stichproben (110 von 240) ein besseres Onlineangebot ausfindig machen. Am schlechtesten erwiesen sich die Black-Friday-Angebote von Karstadt. Beim Warenhaus zahlten Käufer im Vergleich zum niedrigsten Händlerpreis beim Vergleichsportal im Schnitt 35 Prozent mehr. Douglas war durchschnittlich 25 Prozent teurer, Computeruniverse 12 Prozent und Kaufhof 11 Prozent.

Nicht nur irreführende Angebote

Verbraucher dürfen sich am schwarzen Freitag aber auch über lohnenswerte Schnäppchen freuen. Wer die Preise genau prüft, der kann laut Studie bares Geld sparen. Insgesamt waren ein Drittel der untersuchten Stichproben am Black Friday 2017 beim Aktionshändler günstiger erhältlich als bei den Wettbewerbern. Die besten Angebote gab es bei Amazon. Hier kosteten die Produkte im Schnitt 13 Prozent weniger als bei der Konkurrenz. Comtech trumpfte mit einer Ersparnis von durchschnittlich 11 Prozent gegenüber anderen Shops auf und bei Saturn waren es immerhin noch 6 Prozent.

Im vergangenen Jahr wurden laut Studie 33 Prozent der Stichproben günstiger als bei der Konkurrenz angeboten und erwiesen sich damit als wahre Schnäppchen. Doch konnten Verbraucher wirklich nur am Black Friday von den Bestpreisen profitieren? Um diese Frage zu klären, prüften die Experten, wie sich die Kosten bis zum 24. Dezember 2017 verhielten. Demnach wurden 23 Prozent der lohnenswerten Angebote zu einem späteren Zeitpunkt erneut zum gleichen oder sogar noch geringeren Preis auf dem Vergleichsportal gelistet.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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