Wallet Cards

Kundenbindung hängt vom Geldbeutel ab

Die Wallets von Apple und Co. als digitale Geldbeutel sind sehr praktisch und sparen Papier. Für Händler ist aber nicht allein die mobile Bezahlfunktion wichtig.

Kundenbindung hängt vom Geldbeutel ab

Vor allem geht es darum, die Kundenbindung und den Kundenwert ins Zentrum der Marketing-Aktivitäten zu rücken.

Zukünftig werden sich stationäre Händler immer schwerer damit tun, physische Bonuskarten unters Volk zu bringen. Mittels Wallet-Karte können diese in digitale Form gebracht werden. Damit müssen sich Kunden nicht mehr um die begrenzten Geldbeutelkapazitäten Gedanken machen. Aber mit digitalen Kundenkarten sind die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft.

Wallet-Karten bieten spannende Vorteile gegenüber ihren analogen, statischen Vorgängern. Sie können automatisch zu einer bestimmten Zeit oder an einem festgelegten Ort auf dem Sperrbildschirm erscheinen, ihr Aussehen und ihren Inhalt verändern sowie Push-Benachrichtigungen versenden. Das Update der Karte sowie damit verbundene Nachrichten können jederzeit vom Wallet-Anbieter ausgelöst werden. Damit sind sie ein ideales Instrument, um Kunden zeitgemäß auf dem Laufenden zu halten und mit gezielten Angeboten zu versorgen.

Der große Vorteil ist, dass die Nachrichten per Wallet direkt auf dem Bildschirm landen. Auch sind sie besonders datenschutzfreundlich, da sie keinerlei persönliche Daten wie E-Mail-Adresse oder Telefonnummer erfordern und alle Einstellungen standardisiert und vom Betriebssystem vorgegeben sind.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 01-02/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo. 

So funktionieren Wallet News

Auf der Website können Nutzer eingeladen werden, Benachrichtigungen per Wallet News Card zu erhalten – ähnlich wie die Einladung zum Newsletter-Empfang. Klicken Nutzer auf „Zulassen“, wird ihnen die Wallet Card angezeigt. Mit Tippen auf „Hinzufügen“ landet die Karte in der Wallet und die Nutzer können den Besuch der Website fortsetzen. Anschließend können die Card-Besitzer Benachrichtigungen erhalten. 
Per so genanntem Geofencing kann eine Nachricht ausgelöst werden, wenn sich Nutzer bestimmten GPS-Koordinaten nähern. So können sie mit einem gezielten Hinweis zu einem Ladenbesuch animiert werden, wenn sie sich gerade in der Nähe befinden. Cloud-Lösungen wie Signalize von Etracker machen die Erstellung von Wallet Cards sowie den Versand von Benachrichtigungen für Marketer zum Kinderspiel.

Whatsapp sowie Dienste wie Facebook oder Instagram haben die Kommunikation merklich verändert. Gefragt sind kleinere „Kommunikationshäppchen“, dafür aber mit höherer Frequenz. Aber es ist gefährlich, gänzlich von den Konditionen und Algorithmen der Netzwerke abhängig zu sein, wenn es um den Zugang zu seinen eigenen Kunden geht. Daher sollte bei Content-Distribution und Remarketing das Prinzip „Owned Media first“ gelten.

Kundenvertrauen ist ein hohes Gut

Vor allem geht es darum, die Kundenbindung und den Kundenwert ins Zentrum der Marketing-Aktivitäten zu rücken. Das Unternehmen muss es sich sozusagen „verdienen“, mit dem Kunden in Kontakt bleiben zu dürfen. 

Bildquelle: GettyImages/iStock

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