Marco Rach, Panasonic

Lebensmittel per App bestellen und vor Ort abholen

Interview mit Marco Rach, Marketing Manager Toughbook Germany bei Panasonic

Marco Rach, Panasonic

Marco Rach, Marketing Manager Toughbook Germany bei Panasonic

Welche Chancen und Potentiale sehen Sie derzeit für den Einsatz mobiler Lösungen im Lebensmitteleinzelhandel?
Marco Rach: Schon heute werden mobile Lösungen insbesondere im Logistikbereich des Lebensmitteleinzelhandels eingesetzt. Bei der Nachverfolgung der Warenkette oder bei der Lieferung in Zwischenlager sind handliche Computer nicht mehr wegzudenken. Dort sind, wie auch in anderen Außendienstbereichen, vor allem robuste Lösungen gefragt, denn Stürze und Stöße können bei dem oft hektischen Betrieb nicht ausgeschlossen werden. Zudem sind die Geräte gerade beim Außeneinsatz und in Kühlhäusern Feuchtigkeit sowie widrigen Temperaturen ausgesetzt.

Auch bei der Auslieferung zum Kunden bieten mobile Lösungen zahlreiche Möglichkeiten. Viele Märkte bieten einen Lieferdienst an, und gerade in diesem Bereich können die Services optimiert werden. Beispielsweise kann durch eine GPS-Integration beim Lieferanten das Zeitfenster, in dem der Kunde zu Hause anwesend sein muss, verringert werden. Dank der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablet PCs auf Kundenseite werden Apps mit Onlineprospekten sowie Rabattgutscheine zu bedeutenden Instrumenten für die Kundenbindung. Insgesamt sehen wir also auf beiden Seiten Potential für zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.

Ein Blick in die Zukunft: Wie werden wir in zehn Jahren unsere Lebensmittel einkaufen?
Rach: Häufig kann man in den Medien von sehr spektakulären Zukunftsvisionen lesen, etwa vom Kühlschrank, der selbstständig neue Waren bestellt. Natürlich ist es bei diesen Fällen sehr fragwürdig, ob wir als Verbraucher so viel Entscheidungsgewalt aus den Händen geben wollen.

Zwei Trends zeichnen sich aber schon jetzt ab und werden auch in Zukunft immer mehr Beachtung finden. Da wir immer bewusster einkaufen, ist die Informationsübermittlung ein wichtiger Punkt. QR-Codes könnten Verbraucherinformationen zu bestimmten Lebensmitteln zur Verfügung stellen. Auch Allergiker könnten von dieser neuen Technik profitieren, denn Profile oder Verzeichnisse für Allergiker können schnell auf einem Blick zeigen, ob eine Ware vielleicht ungeeignet für den Käufer ist. Der zweite wichtige Punkt ist der Zeitmangel. Denn viele Kunden haben schon jetzt ein sehr enges Zeitfenster für ihre Einkäufe. Auch hier könnte man den Service im Lebensmitteleinzelhandel erweitern: Der Käufer könnte die Waren jederzeit per App „bestellen“ und die Mitarbeiter im Markt stellen die Waren zusammen. Der Käufer holt sich dann nur noch die fertigen Tüten zum gewünschten Termin im Markt ab oder lässt sie sich direkt zu einem gewünschten Ort liefern.

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok