Elektrogroßhändler nutzt mobile Sendungsabwicklung mit M2M

Lieferprozesse digital abbilden

Mit einer Machine-to-Machine-Lösung (M2M) dokumentiert der Elektrogroßhändler Moster Lieferprozesse und die Sendungsabwicklung digital.

Kugelschreiber waren für die Fahrer der Moster Elektrohandelsgesellschaft mbH lange Zeit ein unverzichtbares Arbeitsmittel. Ausgestattet mit Klemmbrett und Formularen protokollierten sie den Status der bis zu 300 Lieferungen, die Tag für Tag das Zentrallager verließen – allesamt transportiert mit den eigenen Fuhrparkfahrzeugen.

Jetzt geht der Stift in den Ruhestand. Der Grund ist ein „überlegenes“ Kommunikationsmittel: Vernetzte Handscanner unterstützen die gesamte Dokumentation des Auslieferungsprozesses. Anstatt der Zentrale erst nach Rückkehr eine abgearbeitete Liste zu liefern, senden die Scanner via Mobilfunk alle erfassten Daten direkt an ein Transport-Management-System (TMS).

Transparente Lieferprozesse

„Die manuelle Dokumentation war für Fahrer und Sachbearbeiter im Innendienst sehr aufwendig“, erinnert sich Moster-Geschäftsführer Götz Aumüller, „insbesondere unter Zeitdruck kam es auch immer wieder zu Flüchtigkeitsfehlern.“ Die mobile Sendungsabwicklung hingegen sorge für eine lückenlose, korrekte Dokumentation. So scannen die Fahrer z. B. beim Verladen alle Pakete ein und protokollieren, wie viele Paletten sie beim Kunden zurückgelassen und wie viele sie wieder mitgenommen haben.

Dank integrierter Fotofunktion dokumentieren die Fahrer mit den Scannern auch Reklamationen und die Abladestelle. Letzteres ist hilfreich, wenn die Fahrer bei schwierigen Gegebenheiten den Auslieferungsort nicht anfahren können – z. B. wenn Baugruben auf Baustellen den Weg versperren. „Bei Rückfragen sagen Bilder mehr aus als tausend Worte“, sagt Aumüller. Gleichzeitig sorgt die Lösung für eine größere Transparenz gegenüber den Endkunden. „Über unseren Onlineshop verfolgen sie den Weg ihrer Bestellung in Echtzeit“, ergänzt der Moster-Geschäftsführer. Da die Scanner stets ihre aktuelle GPS-Position übermitteln, ist der gesamte Transportweg nachvollziehbar.

Anbindung an das Warenwirtschaftssystem

Neben einem speziellen Handscanner von Motorola umfasst die Lösung das hauseigene TMS Cadis von Kratzer Automation. In den Scannern sind Funkmodule und M2M-SIM-Karten der Telekom integriert. Sie sorgen dafür, dass der gesamte Datenaustausch zwischen Fahrern und Zentrale über das Mobilfunknetz des Anbieters abläuft.

Das TMS ist über Softwareschnittstellen direkt an das Warenwirtschaftssystem von Moster angebunden. So kann der Elektrogroßhändler dank der nahtlosen Integration interne Prozesse wie die Fakturierung beschleunigen. Sobald der Auslieferscanner eine Empfangsbestätigung registriert, leitet er die digitalisierte Unterschrift direkt an die Zentrale weiter. Hier erkennt das System, dass die Warenausgabe erfolgreich war, und stellt automatisch die Rechnung aus.

 

Moster Elektrogroß­handelsgesellschaft mbH
Die Moster Elektrohandelsgesellschaft mbH mit Sitz in Ludwigs­hafen ist ein mittelständischer Elektrogroßhandel. Mit 120 Mitarbeitern, eigenem Fuhrpark und einer Lagerfläche von 5.000 m2 beliefert das Unternehmen Kunden aus Handwerk, Handel, Industrie und öffentlicher Verwaltung. Rudolf Moster gründete den Betrieb 1946. Mittlerweile leitet die dritte Generation die Geschicke des Familienunternehmens. Moster ist Gesellschafter der Fegime Deutschland, einer der größten Marktgemeinschaften des Elektrogroßhandels.

www.moster.de

 

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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