Machine-to-Machine-Kommunikation

M2M bewährt sich beim Hausnotruf

Dank eingesetzter Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M) ist der ASB Regionalverband Mittelhessen im Notfall schneller vor Ort bei Pflegebedürftigen und Senioren.

  • Hausnotruf: Im Notfall schneller vor Ort

    Dank eingesetzter Machine-to-Machine-Kommunikation ist der ASB Regionalverband Mittelhessen im Notfall schneller vor Ort bei den Senioren.

  • Mitarbeiter des ASB Mittelhessen

    Mit einem Blick ins Webportal der M2M-Lösung sehen die Mitarbeiter des ASB Mittelhessen, welches Fahrzeug am schnellsten vor Ort sein kann.

So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu wohnen, ist Wunsch und Herausforderung für viele Pflegebedürftige und Senioren. In Notfällen, beispielsweise einem Sturz, unterstützt sie der Arbeiter Samariter Bund (ASB) mit dem Hausnotruf: Per Knopfdruck wird die Zentrale des sozialen Dienstes alarmiert. Dank einer Telematik-Lösung von Blaupunkt Telematics sind die Einsatzkräfte des ASB Regionalverband Mittelhessen seit kurzem nicht nur wesentlich schneller vor Ort. Die Machine-to-Machine-Anwendung (M2M) sorgt dafür, dass die Fahrzeuge optimal disponiert und die Kosten transparent sind.

Immer wenn beim ASB Regionalverband Mittelhessen ein Hausnotruf einging, mussten die diensthabenden Mitarbeiter früher manuell den mit Stift und Papier erstellten Bereitschaftsplan prüfen. Anschließend verständigten und koordinierten sie die Einsatzkräfte per Telefon und lotsten sie zum Einsatzort im Raum Offenbach. Weil die zwölf Fahrzeuge des Sozialdienstleisters über mehrere Standorte verteilt sind, war es mitunter schwierig, die aktuelle Position eines Einsatzfahrzeugs auszumachen. Heute genügt ein kurzer Blick auf den Bildschirm, um festzustellen, welches Fahrzeug gerade verfügbar ist und am schnellsten vor Ort sein kann. Möglich macht dies das Ortungssystem BPT 1500 von Blaupunkt Telematics, das der ASB seit dem Frühjahr 2014 im Einsatz hat.

Einfacher disponieren, schneller helfen

Die Lösung besteht aus einer Blackbox, die in den Fahrzeugen des Vereins verbaut ist, sowie einem Webportal und einer Smartphone-App für den mobilen Zugriff. Das Ortungssystem besteht aus einem GPS-Empfänger und einem GSM-Modem mit integrierter M2M-SIM Karte der Telekom. Alle 60 Sekunden überträgt die Box Fahrzeugdaten – z.B. Position, Geschwindigkeit und Status der Zündung – über das Mobilfunknetz des Bonner Dienstleisters an einen Server. Hier werden die Daten ausgewertet und über ein intuitiv zu bedienendes Webportal bereitgestellt. Neben der Wegstrecke ermittelt die Plattform Fahr- und Standzeiten sowie Fahrzeugkosten und bietet die Möglichkeit ein Fahrtenbuch zu führen. Ergänzend zu den Standardfunktionalitäten lässt sich das Telematik-System individuell erweitern. Die Blackbox in den Fahrzeugen hält für den Abruf weiterer Fahrzeugdaten zwei Digitaleingänge bereit.

Über die Weboberfläche ermöglicht die GPS-Lösung eine Umkreissuche: Klicken die Mitarbeiter mit der Maus auf den Einsatzort in der Kartenansicht, werden ihnen automatisch die zehn Fahrzeuge, die sich in nächster Nähe zum Einsatzort befinden, angezeigt – inklusive Anfahrtskosten zum gewählten Ziel. Darüber hinaus können die Disponenten anhand der übertragenen Daten präzise erkennen, wann ein Einsatzwagen am Notfallort eintreffen wird. „Wir können die Fahrzeuge jetzt schneller und gezielter den entsprechenden Einsatzorten zuteilen und darüber hinaus exakt ermitteln, wieviel jeder Einsatz gekostet hat“, sagt Frank Winter vom ASB Regionalverband Mittelhessen. Zusätzlich sorgt das BPT1500 für Schutz vor unerlaubter Nutzung der Fahrzeuge und Diebstahl.

Was steckt hinter M2M?

Die Machine-to-Machine-Kommunikation, kurz M2M, bezeichnet den automatisierten Datenaustausch zwischen Maschinen oder zwischen Maschine und einer Leitstelle. Der Aufbau ist stets ähnlich: Sensoren, Aktoren und IT-Bausteine sind direkt in die Objekte integriert oder mit ihnen verbunden. Sie erfassen Betriebsparameter oder GPS-Koordinaten und übertragen diese an einen Server – typischerweise in der Cloud. Dort werden sie gespeichert und anschließend ausgewertet.

Bildquellen: Thinkstock/iStock, ASB Regionalverband Mittelhessen

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