Telematik-App von Vodafone bei Württembergische Versicherung

Machine Learning analysiert Fahrverhalten

Mithilfe von Machine Learning soll die Telematik-App von Vodafone künftig das Fahrverhalten analysieren. Die Württembergische Versicherung bietet bereits spezielle Telematik-Tarife an.

Die Telematik-App von Vodafone analysiert mithilfe von Machine Learning den Fahrstil.

Vodafone erweitert sein Telematik-Portfolio für Kfz-Versicherer: Mit einer neuen App-basierten Lösung können Versicherungen ihren Kunden einen Telematik-Tarif anbieten. Über Sensoren im Smartphone der Kunden wird deren Fahrverhalten in der App erfasst. Die Datenanalyse und die Bewertung des persönlichen Fahr-Scores erfolgen in einem zentralen Telematik-Server. Zudem soll die App für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Denn die Nutzer können sich ihre individuellen Bewertungen jeder Fahrt in der App anzeigen lassen und erhalten je nach Fahrstil Tipps, wie sie ihr Fahrverhalten verbessern können. Das sorgt für eine umsichtigere Fahrweise und verringert das Unfallrisiko. Zugleich will die App dabei helfen Geld zu sparen: Versicherte, die ihr Fahrverhalten digital aufzeichnen und bewerten lassen, können in der Regel bis zu 20 Prozent beim Versicherungsbeitrag sparen, jüngere Fahrer sogar noch mehr.

Die Versicherungen erhalten von Vodafone keine Informationen zu einzelnen Fahrten, sondern einen aggregierten Scoring Report. Als erster Versicherer auf dem deutschen Markt bietet die Württembergische Versicherung die neue Vodafone Telematik-App für Versicherte unter 30 Jahre ab Anfang Juli an.

Intelligente Datenanalyse auf Telematik-Server von Vodafone

Zur Erfassung und Bewertung der Fahrten greift die Telematik-App auf bereits vorhandene Sensoren im Smartphone der Nutzer zurück. Dazu gehören der GPS-, der Gyroskop- (Kreiselinstrument)- und der Beschleunigungs-Sensor. Sie erfassen Daten analog einer klassischen Telematik-Box: Geschwindigkeit, Beschleunigung, Brems- und Kurvenverhalten. Die App schaltet sich automatisch bei jeder Fahrt ab 15km/h ein und bei Fahrtende wieder ab. Das Besondere: Sie registriert die Handynutzung während der Fahrt und lässt dies ebenfalls in die Bewertung einfließen.

Dank Machine Learning lernt die App nach kurzer Zeit bereits zu unterscheiden, ob der Anwender selbst Auto fährt, bei jemandem mitfährt oder mit alternativen Verkehrsmitteln wie zum Beispiel dem Fahrrad und der Bahn unterwegs ist. Diese Fahrten fließen nicht in die Bewertung ein. Alle Daten werden an einen zentralen Telematik-Server übermittelt und ausgewertet. Eine separate Telematik-Box muss nicht im Auto verbaut werden.

Nach der Analyse erhalten die Versicherer von Vodafone einen aggregierten Scoring Report für jeden Telematik-Kunden. Die persönliche Bewertung jedes Fahrers ergibt sich aus der Abweichung von der optimalen Fahrweise in der jeweiligen Situation. Je umsichtiger ein Fahrer fährt, desto höher ist sein Score und damit auch der mögliche Rabatt bei seinem Versicherungstarif. Informationen zu einzelnen Fahrten erhalten die Versicherungsgesellschaften von Vodafone nicht. Sie haben auch keinen direkten Zugriff auf die Daten, die aus dem Fahrzeug an den zentralen Server übermittelt werden. Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung aller Daten entspricht dem deutschen Bundesdatenschutzgesetz.

Fahrstil-Analyse und Tipps für besseres Fahrverhalten

Neben dem Scoring-Modell trägt die App auch direkt bei jedem Fahrer zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr bei: Denn die Nutzer können sich die individuellen Bewertungen ihrer Fahrten in der App anzeigen lassen. Je nach Fahrstil erhalten sie Tipps, wie sie ihr Fahrverhalten verbessern können. Zudem können Autofahrer ihren Fahr-Score mit anderen Fahrern vergleichen und bekommen Auszeichnungen für viele „gute“ beziehungsweise umsichtige Fahrten. So können Nutzer nicht nur ihre Versicherungsprämie verringern, sondern mithilfe der App ihren Fahrstil genau beobachten, ihre Fahrweise positiv anpassen und Unfallrisiken verringern. Laut der britischen Road Safety Foundation fällt bei Fahranfängern mit Telematik an Bord das Unfallrisiko um etwa 40 Prozent geringer aus als bei Anfängern, die keine Telematik nutzen.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock


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