Hass im Netz

Machine Learning gegen Mobbing

Instagram-Chef Adam Mosseri verrät in einem neuen Blogbeitrag, wie das Foto-Netzwerk gegen Mobbing vorgeht.

Online-Mobbing

Der rüde Umgangston in den sozialen Netzwerken wird mehr und mehr zu einem beherrschenden Problem – das zeigten nicht zuletzt die Zahlen zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz.

Ganze 78 Prozent der Befragten einer im vergangenen Juli veröffentlichten Forsa-Studie der Landesmedienanstalt NRW gaben an, schon einmal Opfer von Hasskommentaren im Netz geworden zu sein. Bei den 14– bis 24-Jährigen sollen sogar schon 96 Prozent entsprechende Probleme gehabt haben. Eine Altersgruppe, die vor allem in dem Foto-Netzwerk Instagram eine tragende Rolle spielt und entsprechend geschützt werden soll.

Da Mobbing in den sozialen Netzwerken ausgesprochen komplex ausfallen und nicht immer über reine Bild- und Stichworterkennung ausgehebelt werden kann, kommen bei der Ermittlung von Hasspostings nun Verfahren zum Einsatz, die auf Machine Learning basieren, wie Instagram-Chef Adam Mosseri in einem Blogbeitrag erläutert. Dies sei ein logischer Schritt, da viele Mobbing-Opfer entsprechende Beiträge selbst nicht melden würden, so Mossari. Betroffene Beiträge würden automatisch an das Community-Operations-Team weitergeleitet werden, das dann die finale Entscheidung über eine Löschung treffe.

Der rüde Umgangston in den sozialen Netzwerken wird mehr und mehr zu einem beherrschenden Problem – das zeigten nicht zuletzt die Zahlen zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Fast ein halbe Millionen Beschwerden sollen ein halbes Jahr nach Inkrafttreten der Verordnung bei Facebook und Co. eingegangen sein, so die besorgniserregende Bilanz. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist seit dem 1. Januar gültig und fordert von den Plattformbetreibern, strafbare Inhalte innerhalb von 24 Stunden nach Eingang eines Hinweises zu löschen. Bei Zuwiderhandlungen sollen Millionenstrafen drohen

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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