Sponsored Post: Brand Safety, App-Ökonomie und der “Silicon Dragon”

Mark Wächter zu den Highlights der DMEXCO 2018

Das DMEXCO Motto “Take C.A.R.E.” steht für Verantwortung, Tatkraft, Neugier und digitale Erlebnisse. Mark Wächter zur Bedeutung für das Mobile Ökosystem.

Mark, die Mobile Marketing Association (MMA) ist Partner der DMEXCO. Du bist hier Co-Vorsitzender. Warum ist die DMEXCO für Entscheidungsträger aus dem Mobile Bereich wichtig?
Mark Wächter:
Das Smartphone ist in den letzten Jahren zum zentralen Trägermedium in der Digitalwirtschaft geworden. Kampagnen werden zunächst vom Mobile Screen aus gedacht, da der Bildschirm in unserer Hand eine immer wichtigere Rolle in der Markenkommunikation spielt. Die Werbe-Spendings folgen in der Konsequenz immer mehr den Eyeballs, also der Aufmerksamkeit der Verbraucher.

Entscheidungsträger aus dem Mobile Bereich sind daher als Experten enorm gefragt. Die DMEXCO als führende Digital-Marketing-Messe ist daher folgerichtig ihre Bühne.

Lass uns mal über die aktuellen Entwicklungen sprechen. Die DSGVO hat viele Marketingabteilungen in der ersten Jahreshälfte in Atem gehalten. Gleichzeitig aber werden mobile Daten für das Marketing immer wichtiger angesichts der intensiven Nutzung von Smartphone & Co. Inwieweit hat das Thema derartige Bestrebungen ausgebremst oder war Mobile gar im Vorteil?
M. Wächter:
Dass der Atem bei einigen Playern im Markt sogar teilweise stockte, lag wohl eher an der mangelnden Vorbereitung auf das Thema. Es ist gut, dass wir nun eine europaweit einheitliche Vorgehensweise haben mit eindeutigen Spielregeln, die für alle gleichermaßen gelten. Das Medium Mobile hat in puncto Datenqualität und -zuordnung sicherlich Vorteile gegenüber anderen Medien - man denke nur an GPS-Daten, die Device-ID und die SIM-Karten-Logik. Das nutzen Marken auch immer intensiver in der kontextbasierten Ausspielung von Kampagnen. Aber diese technische Ausstattung bringt natürlich auch mehr Verantwortungsdruck mit sich. Die deutschen Mobile-Player waren aus meiner Sicht alle sehr gut vorbereitet auf die neue Gesetzgebung. Ausgebremst wurden einige internationale Anbieter.

Was sollten Marketeers deiner Meinung nach künftig beachten - gerade auch vor dem Hintergrund Datenverarbeitung?
M. Wächter:
Hier macht die DSGVO klare Vorgaben, und die sollte man auch in sein Pflichtenheft aufnehmen. Bei der Vielfältigkeit und Komplexität des Ökosystems Mobile kann ich jedem Marketeer und Dienstleister nur raten, auch alle Lieferketten der Daten-Pipe daraufhin abzuklopfen, wie sauber die jeweils beteiligten Marktpartner ihre Datenerfassung und -verarbeitung handhaben.

Ein probater Weg zum Nutzer sind Apps. Angesichts der Vielzahl von Apps ist es nicht nur schwierig überhaupt noch bis zum Nutzer vorzudringen, sondern auch dafür zu sorgen, dass Apps nicht nach kurzer Zeit wieder deinstalliert werden. Was sind die wichtigsten Punkte, die schon bei der Konzeption der App beherzigt werden sollten, um nicht - wie aktuelle Analysen zeigen - zu den rund 28 Prozent Apps zu zählen, die bereits nach 30 Tagen wieder vom Smartphone entfernt werden?
M. Wächter:
Die App-Ökonomie der Post-iPhone-Zeit ist jetzt zehn Jahre alt. Eigentlich gibt es ganz einfache, zentrale Maßnahmen, um nicht als App-Zombie in den Tiefen der App-Ozeane zu verkümmern oder - bei erfolgtem Download - vom User auf den App-Friedhof auf dem 6. Bildschirm hinter dem Home-Screen geschoben zu werden. Muss es eine hybride oder native App sein, oder reicht nicht auch eine Web App oder gar eine reine Mobile Site? Wenn der Nutzen einer App eindeutig gegeben ist - und zwar idealerweise ein zentraler Nutzen - dann muss ich meine Hausaufgaben machen in puncto App-UX/UI, App-Store-Marketing, App-Store-Optimization, App-Engagement, App-Lifecycle-Management und App-Tracking. Das kostet genauso viel Geld wie die App-Programmierung und die App-Vermarktung. Es gibt hervorragende Beispiele für Must-Have-Apps, es gibt aber leider viel mehr Beispiele für Rohrkrepierer.

In Sachen Mobile Business beobachten wir seit geraumer Zeit, dass viele Trends eher aus Fernost, vor allem China und Japan, denn aus den USA kommen. So hat WeChat als erster Anbieter eine Shopping-Funktion in seinen Messenger integriert. Bei der Conference der DMEXCO wird der “Silicon Dragon” ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Welche Trends hältst du mit Blick nach Asien auch für den europäischen Markt für relevant und warum?
M. Wächter:
Ich bin seit Jahren etwa vier Mal im Jahr in China und Indien, den beiden größten “Mobile-Only”-Märkten der Welt. Hier kann man live die Zukunft des Mediums Mobile und seine omnipräsente Adaption im Alltag des Verbrauchers miterleben. Das Internet hat sich noch von West nach Ost ausgebreitet, der Mobile Tsunami breitet sich mit enormer Wucht aus dem Osten in den Westen aus. Einmal abgesehen von den Smartphone-Betriebssystemen und den Chip-Sets werden die erfolgreichen Geschäftsmodelle und Plattformen an der Ostküste Asiens entwickelt und umgesetzt. Es ist gar nicht so sehr der einzelne Trend, der nach Europa schwappt - zumal erhebliche kulturelle Unterschiede auf die Trendadaption einwirken - sondern die pure Tatsache, dass Asien mit einer enormen Geschwindigkeit die technologischen Möglichkeiten des Smartphones in erfolgreiche Geschäftsmodelle umsetzt. Über das Silicon Valley spricht in Shanghai jedenfalls keiner mehr.

Die MMA wird im Rahmen der DMEXCO Conference auch eigene Programmhighlights beisteuern. Darunter auch das Thema Brand Safety. Welche besonderen Merkmale hat Brand Safety im Mobile Kontext?
M. Wächter:
In der Tat haben wir gerade auf globaler Ebene einen Brand Safety Council namens SAVE mit Vertretern globaler Marken ins Leben gerufen. Wie oben schon geschildert ist Mobile mittlerweile das wichtigste Medium für die Markenführung. Brand Safety und damit die Herausforderung, das Marken-Image und die Marken-Reputation in Zeiten von Fake-News, unpassenden Umfeldern, fehlgesteuerten Marketing-Tech-Werkzeugen und vorgetäuschten Views und Klicks zu schützen, ist auch auf dem Smartphone ein Thema. Wir werden zur DMEXCO einen Marketer Brand Safety Strategy Guide veröffentlichen und freuen uns schon darauf, ihn mit unseren Mitgliedern innerhalb der MMA Germany und der interessierten Öffentlichkeit auch anzuwenden.

Apropos DMEXCO: Worauf freust du dich 2018 am meisten? Was wird dein persönliches Highlight?
M. Wächter:
Die DMEXCO befindet sich in einem enormen, weltweit ausgetragenen Wettbewerb um die attraktivste Plattform für Entscheidungsträger aus dem Digital Business. Ich war in diesem Jahr bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona, der SXSW in Austin und der RISE in Hong Kong. Ich bin gespannt, wie sich das überarbeitete Konzept der DMEXCO differenziert. Wir von der MMA trommeln weltweit im Mitgliederkreis für eine Teilnahme in Köln und ich bin überzeugt, dass die Konferenzmesse die internationalen MarTech-Nomaden nicht enttäuscht. Ich jedenfalls freue mich auf den September ohne ein bestimmtes Highlight anzusteuern. Die DMEXCO an sich ist ein Highlight im Event-Kalender.

Tickets für die DMEXCO gibt es hier.

Bildquelle: DMEXCO

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