Durch den Wandel zu einem digitalen Alltag, in dem der Austausch persönlicher Daten online stattfindet, werden Verbraucher für Cyberkriminelle zu einem besonders attraktiven Ziel.
So planen drei Viertel der Deutschen, dass sie das Shoppen auch nach dem Lockdown im Internet erledigen werden. Gleichermaßen gaben 75 Prozent an, dass sie Online-Banking auch in Zukunft dem persönlichen Besuch in der Bank vorziehen und 52 Prozent werden auch nach Aufhebung der Kontaktbeschränkungen ihre soziale Interaktion weiterhin im digitalen Raum, beispielweise per Video-Call, gestalten. Durch diesen Wandel hin zu einem digitalen Alltag, in dem der Austausch persönlicher Daten online stattfindet, werden Verbraucher für Cyberkriminelle allerdings zu einem besonders attraktiven Ziel. Immerhin sind sich 75 Prozent der Befragten darüber im Klaren und gaben an, dass sie sich um die Sicherheit ihrer Geräte sorgen. Besorgniserregend ist allerdings, dass jeder Dritte nicht das Gefühl hat, sich ausreichend gegen Cyberangriffe schützen zu können.
Die Studie ermittelte, dass deutsche Haushalte mittlerweile im Schnitt über sechs unterschiedliche Geräte verfügen, die alle mit dem Internet verbunden sind. Mehr Online-Aktivitäten und Datenaustausch von Verbrauchern bedeuten schlussendlich aber eine größere Angriffsfläche für Cyberkriminelle und Online-Betrüger. Dabei machen sich die Deutschen laut der Studie um ihre Banking- und Kreditkartendetails die meisten Sorgen: Knapp 60 Prozent haben Angst davor, dass ihre finanziellen Daten in die Hände von Cyberkriminellen gelangen. Weitere 55 Prozent befürchten außerdem, dass private Informationen wie Geburtsdaten oder Wohnadressen abgegriffen werden könnten und mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) sorgt sich um das Kompromittieren seiner Social-Media-Accounts.
71 Prozent der Befragten wünschen sich mehr digitale Innovation bei Zugang zu Dienstleistungen und Produkten, darunter die Bereiche „Medizin“ und „Gesundheit“, „Shopping“ und „Banking“. Die Offenheit für den digitalen Wandel ist also da. Wie steht es aber um das Sicherheitsbewusstsein der deutschen Verbraucher? Weniger als die Hälfte (45 Prozent) der Befragten hat Sicherheitslösungen auf seinen Geräten installiert, wobei 41 Prozent der Verbraucher, die keine Sicherheitssoftware einsetzen, sich persönlich nicht gefährdet fühlen.
Auch beim Thema „Software-Updates“ gibt es noch Verbesserungsbedarf: 21 Prozent gaben an, dass sie nie prüfen, ob ihre Software auf dem neuesten Stand ist. Die größte Diskrepanz zwischen gesteigerter Nutzung digitaler Services und Sicherheitsbewusstsein lässt sich in der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen feststellen. Während 44 Prozent der Deutschen dieser Altersgruppe ihre Einkäufe und sonstige Transaktionen nun öfter im Internet abwickeln, haben 62 Prozent dabei keine Sicherheitslösung im Einsatz. Wie viel sind ihre persönlichen Daten im Internet wert? Darüber haben sich drei Viertel dieser Altersgruppe noch nie Gedanken gemacht.
Mit ein paar einfachen Maßnahmen können sich Verbraucher aber bereits gut schützen. Hier sind die wichtigsten Sicherheitstipps:
Multi-Faktor-Authentifizierung: Doppelt hält besser. Durch mehrfache Sicherheitsprüfungen von Nutzern und Accounts können private Daten und Informationen besser geschützt werden.
Vorsicht bei öffentlichem WiFi: Wer seine Online-Geschäfte in einer öffentlichen WiFi-Verbindungen erledigen muss, sollte immer ein Virtual Private Network (VPN) nutzen, um seine Internetverbindung so sicher wie möglich zu gestalten.
Abgesichertes Surfen: Wer viel im Internet unterwegs ist, stößt früher oder später auf Malware oder Phishing-Seiten, die bösartige Links enthalten. Um sich dagegen zu schützen, empfiehlt es sich, bestimmte Sicherheitslösungen einzusetzen.
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