Neue Richtlinie

Mehr IT-Sicherheit für selbstfahrende Autos

Der Eco-Verband möchte die Automobilindustrie mit einem neuen leitfaden dabei unterstützen, selbstfahrende Autos mit IT-Sicherheit, Datenschutz und wohldefinierten Verantwortungs- und Haftungsbereichen auf die Straße zu bringen.

3D-Animation: Selbstfahrende Autos im Straßenverkehr

Fahrzeuge werden vermehrt enorme Datenmengen austauschen, sei es untereinander oder im Zusammenspiel mit Ampeln, Schildern oder der Fahrbahn.

„Unser Ziel ist es, die Automobilwirtschaft mit der Internetbranche noch enger zu verzahnen“, sagt Eco-Geschäftsführer Alexander Rabe. In sechs Kapiteln beschäftigt sich der Leitfaden mit dem Datenaustausch von vernetzten und automatisierten Fahrzeugen, der notwendigen Cybersicherheit, mit Datenschutzfragen sowie mit dem Gewährleistungs- und Haftungsrecht. Autoren der Artikel sind jeweils technische Experten sowie spezialisierte Rechtsanwälte.

Fahrzeuge werden vermehrt enorme Datenmengen austauschen, sei es untereinander oder im Zusammenspiel mit Ampeln, Schildern oder der Fahrbahn. Durch die vielen Schnittstellen und Funkübertragungen werden immer mehr Autos zum Bestandteil des Internets der Dinge. Das sorgt auch für eine Reihe neuer Herausforderungen. „Intelligente Sicherheitskonzepte müssen von Anfang an mitgedacht werden, um Fahrzeuge zuverlässig vor Angriffen über das Internet zu schützen“, sagt Rabe. Regelmäßige Updates seien unerlässlich, um auf neue Bedrohungen zu reagieren und die Sicherheit eines Systems fortlaufend zu gewährleisten.

Datenschutz aus Europa

Eine zentrale Herausforderung auf dem Weg zum selbstfahrenden Auto ist der Datenschutz, den Hersteller bereits bei der Softwareentwicklung berücksichtigen sollten. Die Datenverarbeitung im Auto bei Wartung, Routenplanung, Standort / Position, Geschwindigkeit, aber auch Informationen zum Fahrverhalten, zum Entertainmentsystem und nicht zuletzt die Informationen, die Sensoren des Fahrzeugs erfassen, stehen hier im Mittelpunkt: „Der Datenaustausch und das Recht zur Datenverarbeitung personenbezogener Daten unterliegen den klaren Regeln der DSGVO“, so Rabe.

Vor dem Hintergrund der Erkenntnisse des Whitepapers „Vernetzte und autonome Mobilität“ sieht der eco Verband das Vorhaben des EU-Parlaments kritisch, bei einer Abstimmung am 14. Juni ausschließlich auf WLAN als Vernetzungstechnologie für das vernetzte Fahren zu setzen. „Die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit von 5G für die Mobilität der Zukunft muss vom EU-Parlament bei seiner Entscheidung berücksichtigt werden“, sagt Rabe.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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