Wirelesscar ist ein Entwickler von digitalen Mehrwertdiensten im Fahrzeug. Das Unternehmen beschleunigt die Entstehung neuer Dienste und schöpft aus Fahrzeugdaten Wert für Kunden, Mobilitätsanbieter, Automobilhersteller und die Gesellschaft.
Umständliches Suchen nach einer Ladestation schmälert aktuell noch die Attraktivität von E-Autos – insbesondere in Städten. Auf längeren Strecken sind Ladestationen inzwischen leicht zugänglich und einfach zu nutzen. Mit Connected Car Services wie Smart EV-Routing lassen sich Fahrten mit Blick auf die verfügbare Ladeinfrastruktur gezielt planen. Für Nutzer von E-Fahrzeugen, die hauptsächlich in der eigenen Garage oder Einfahrt laden, sind Technologien wie Wallboxen vorhanden und werden immer erschwinglicher. Am größten ist die Herausforderung aber für Personen, die mit dem E-Auto hauptsächlich in der Stadt unterwegs sind und es nicht vor der eigenen Haustür laden können. Eine Ladestation auf dem eigenen Grundstück ist für viele Stadtbewohner keine realistische Option.
Der Schlüssel zu mehr Elektromobilität in der Stadt ist ein komfortables Nutzungserlebnis. Dabei beginnt der Ladekomfort bei der Einheitlichkeit. Nutzer möchten sich nicht durch ein Dickicht aus Apps, Tags und Karten kämpfen, nur damit ihr E-Auto genug Akku für die nächste Einkaufsfahrt hat. Der Ladevorgang des E-Fahrzeugs darf nicht komplizierter sein als das Tanken an einer herkömmlichen Tankstelle.
Ein idealer Ansatz besteht darin, das Elektrofahrzeug beim Parken grundsätzlich immer zu laden. Fahrer müssten nur das Ladekabel anschließen und das Fahrzeug bis zur nächsten Fahrt stehen lassen. Die Zahlung kann einfach und im Vorfeld über die registrierte Kredit- oder EC-Karte abgewickelt werden. Damit ein solches Konzept funktioniert, muss die Ladeinfrastruktur in der Stadt nicht nur flächendeckend verfügbar, sondern einfach und bequem zu nutzen sein.
Beim Laden sind sowohl das Fahrzeug als auch die Ladestation mit dem Internet verbunden, um Informationen an das Backend von Wirelesscar zu übermitteln. Beim Anschließen des Fahrzeugs an die Ladestation werden Zeit- und Standortdaten übertragen, die sofort mit den Daten im Backend abgeglichen werden können. Wenn sie sich für zusätzliche Informationen entschieden haben, werden die Fahrer über den Batterieladezustand, die Park- sowie Ladegebühren informiert und gefragt, ob das Fahrzeug für einen längeren Zeitraum an diesem Standort geparkt bleiben soll. Stimmen sie zu, kann das Elektrofahrzeug einfach auf dem Parkplatz stehen bleiben.
Elektrofahrzeuge einfacher laden und gleichzeitig das Stromnetz unterstützen – möglich macht dies das Konzept „Vehicle-to-Grid (V2G)“. Bei dieser Technologie können Elektrofahrzeuge nicht nur am Stromnetz laden, sondern auch ihren überschüssigen Strom zurück in Stromnetz einspeisen.
Mit V2G können Elektrofahrzeuge das Stromnetz insbesondere zu Spitzenlastzeiten entlasten. Zudem kann die Vehicle-to-Grid-Technologie auch die Integration erneuerbarer Energien erleichtern. Elektrofahrzeuge können überschüssige Energie aus erneuerbaren Quellen aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt zurück ins Netz speisen, wenn die Nachfrage hoch ist – beispielsweise am späten Abend. So wird das Stromnetz stabilisiert und es werden weniger konventionelle Kraftwerke benötigt.
Um dieses Potenzial optimal auszuschöpfen, müssen die Fahrzeuge möglichst häufig mit dem Stromnetz verbunden sein. Die meisten E-Autos verbringen ohnehin mehr als 90 Prozent ihrer Lebensdauer auf Parkplätzen. Doch um Fahrern zur Nutzung von V2G zu motivieren, müssen auch hier die Einstiegshürden fallen. Darin liegen die Synergien zu Plug-and-Go: Das bequeme Laden motiviert Fahrer, elektrisch statt konventionell zu fahren, und führt zu mehr verfügbaren E-Fahrzeugen in der Stadt. Damit trägt der Trend zu mehr Nachhaltigkeit in Städten bei.
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