Progressive Web Apps

Mehr Unabhängigkeit vom Netz

Progressive Web Apps (PWA) sind ein Hybrid aus mobiler Website und nativer App. Entsprechende Anwendungen gelten als zugänglich, ressourcensparend und flexibel. Das kann für gewisse Nutzungsszenarien einen klaren Vorteil mit sich bringen.

Mehr Unabhängigkeit vom Netz

Ein Download oder eine Installation sind nicht nötig, um die Features einer Progressive Web App nutzen zu können.

Lange Zeit hieß die Devise in der Web-Entwicklung: Mobile First! Der Fokus bei der Verfolgung dieses Ansatzes war dabei ein responsives Design der Webseite. PWAs entwickeln diese Idee nun weiter und verfolgen eine Philosophie, die tiefer geht: „Offline First”. 

Dank Service Worker, einer Technologie, die mittels Javascript zwischen Webbrowser und Server im Hintergrund arbeitet, sind PWAs offline nutzbar und bieten dadurch einen unglaublichen Mehrwert für Nutzer. Inhalte, die bereits hinterlegt sind, können offline genutzt werden. Da eine PWA sich nur mit dem Netz verbindet, wenn es wirklich nötig ist, ist sie zudem sehr ressourcensparend. Da PWAs kurze Netzabbrüche problemlos verkraften, können beispielsweise E-Commerce-Händler hier ihren Vorteil daraus ziehen. Denn anders als bei mobilen Webseiten, brechen potentielle Kunden ihren Kauf aufgrund kurzzeitiger Funklöcher, wie z.B. in der U-Bahn, nicht ab.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 9-10/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo. 

Anders als bei nativen Apps ist bei PWAs kein Download aus dem App oder Play Store nötig. Stattdessen können sie über einen Link direkt aus Newslettern, Bannern oder den Google-Suchergebnissen erreicht werden. Zudem benötigen sie kaum Speicherplatz und bieten trotzdem eine Handhabung, welche einer nativen App sehr nahekommt. Da kein Download nötig ist, sind Entwickler und Anbieter zudem weniger auf Apple und Google und ihren App bzw. Play Store angewiesen.

Individuelle Stärken

Ob die Wahl auf eine PWA oder native App fällt, muss immer im Einzelfall betrachtet werden. In die Entscheidung müssen zahlreiche Faktoren wie die zukünftige digitale Strategie des Unternehmens, die Branche, aber auch die bestehenden Systemstrukturen und andere Gegebenheiten miteinfließen. Tendenziell machen PWAs aus User-Sicht besonders bei gelegentlicher oder temporärer Nutzung Sinn, während native Apps vor allem eine treue Nutzerschaft ansprechen. 

Für Unternehmen, die beispielsweise noch keine responsive Webseite verfügen, kann eine direkte Empfehlung pro PWA abgegeben werden, wie z.B. der Blick auf ein Projekt für die Lübecker Bucht zeigt. Als erste Destination im Deutschen Tourismus setzte man hier auf eine PWA, anstelle einer klassischen App. Selbst bei fehlender Netzabdeckung kann dabei auf Inhalte wie Orte in der Nähe, Restaurants, öffentliche Toiletten, Veranstaltungskalender, Outdooractive-Routen sowie Merklisten (der sogenannte „Dat Mutt Büdel“) zugegriffen werden. Entwickelt wurde der Lübecker Bucht Guide von der Bremer Agentur Hmmh in Zusammenarbeit mit der Agentur Saint Elmo‘s Tourismusmarketing für die Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB) und der Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH (TSNT). 

Bildquelle: Hmmh

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