Mobile Action

Mehr Zeit, höhere Qualität

Die Handelskette Lidl rüstet alle regionalen Verkaufsleiter in Deutschland bis zum Herbst 2012 mit iPads 2 aus, um mittels einer Business-Intelligence-App einen einheitlichen Informationsfluss zwischen den Verkaufsleitern und den Lidl-Regionalgesellschaften zu gewährleisten – ohne Papier.

Mirko Saul, IT-Leiter bei Lidl

Über die App, die auf der mobilen Komponente der Business-Intelligence-Plattform von MicroStrategy basiert, können die Verkaufsleiter mit ihren Tablets überall online auf das interne Managementinformationssystem mit Vertriebsdaten zugreifen. Das neue System vereinheitlicht den Datenaustausch, ersetzt den Versand von Papierunterlagen und erweitert die bestehenden Vertriebs-Apps um eine Reportingkomponente.
Der Roll-out der Tablets begann im November 2011. Bis zum Herbst 2012 werden in Deutschland rund 1.000 iPads im Einsatz sein. Darüber hinaus bereitet Lidl weitere Roll-outs im Ausland vor. Mirko Saul, IT-Leiter bei Lidl, steht Rede und Antwort.

Herr Saul, wer im Unternehmen wurde mit iPads ausgestattet?
Mirko Saul:
Zielgruppe sind die Verkaufsleiter von Lidl, die für das Vertriebsmanagement von mehreren Filialen vor Ort zuständig sind, sowie deren Vorgesetzte. Die Verkaufsleiter werden via iPad mit allen notwendigen Informationen zur Steuerung der Vertriebsabläufe unterstützt. Bundesweit arbeiten bereits über 300 Verkaufsleiter und deren Vorgesetzte mit iPads. Geplant ist, den Roll-out für Deutschland bis Herbst 2012 abzuschließen. Dann werden ca. 1.000 Geräte im Einsatz sein.

Welche Prozesse wollten Sie mit der Einführung der iPads verbessern und beschleunigen?
Saul:
Ziel ist es, unseren Verkaufsleitern alle relevanten Vertriebsinformationen schnell, be-darfsgerecht und aktuell zur Verfügung zu stellen. Dies garantiert, dass der Durchsatz an Informationen verbessert wird und die Benutzer zu allen Aspekten des Vertriebsgeschäfts jederzeit auskunftsfähig sind.
Über die iPad-Anwendung lassen sich viele bislang manuell zu leistende Vorgänge automatisiert abbilden und entlasten dadurch die Mitarbeiter von administrativen Tätigkeiten.

Gibt es erste Ergebnisse?
Saul:
Erste interne Erhebungen haben gezeigt, dass der Verkaufsleiter durch das Arbeitsmittel iPad bei administrativen und kontrollbezogenen Tätigkeiten deutlich entlastet wird und dadurch Zeit einspart. Das ist für uns der wichtigste Aspekt: Zeitgewinn bedeutet mehr Qualität in der Tätigkeit des Verkaufsleiters, indem er sich auf seine Aufgaben im Warengeschäft und in der Personalführung fokussieren kann.

Von wem oder welcher Abteilung ging die Initiative für den Einsatz von Tablet-PCs aus?
Saul:
Die Anforderung zur Unterstützung der Verkaufsleiter durch ein technisches Hilfsmittel kam aus dem Vertrieb von Lidl. Die Initiative zur Verwendung von Tablet-PCs kam aus der IT, als das erste iPad am Markt verfügbar war.

Auf welche Applikationen und Unternehmensdaten haben die Mitarbeiter mobilen Zugriff?
Saul:
Die Verkaufsleiter haben über eine individuell für Lidl entwickelte App Zugriff auf vertriebsrelevante Informationen wie Platzierungsanweisungen und Schulungsunterlagen. Der Zugriff auf Kennzahlen erfolgt über die Business-Intelligence-App von Microstrategy. Sie liefert vorgefertigte Auswer-
tungen, die genau auf das Informationsbedürfnis der Verkaufsleiter zugeschnitten sind.

Wie stellen Sie sicher, dass alle Tablets sicher administriert werden?
Saul:
Zur sicheren und einfachen Verwaltung und Administration der Tablets haben wir uns nach einem umfangreichem Auswahlprozess für die Mobile-Device-Management-Lösung (MDM) von MobileIron entschieden.

Inwieweit spielten bei Ihrer Entscheidung der Image-faktor und die Attraktivität der Geräte eine Rolle?
Saul:
Wir nehmen diese Faktoren selbstverständlich gerne mit. Allerdings standen andere Überlegungen im Vordergrund: etwa die einfache und intuitive Bedienbarkeit des iPads, die den Schulungsaufwand in Grenzen hält, zudem die weitreichenden und innovativen Möglichkeiten der Darstellung von Informationen, die es ermöglichen, diese Daten schneller aufzunehmen.

Käme für Sie auch der „Bring your own Device“-Ansatz infrage, in dessen Rahmen Mitarbeiter ihre privaten Geräte im Geschäftsalltag nutzen?
Saul:
„Bring your own Device“ wird derzeit nicht unterstützt. Da bei Lidl das iPad ein reines Arbeitsmittel ist, das privat nicht genutzt werden kann, steht es für uns außer Frage, unseren Mitarbeitern dieses Arbeitsmittel auch zur Verfügung zu stellen.

Welche Erkenntnisse konnten Sie bis jetzt ziehen? Wie zufrieden sind Sie mit dem Erreichten?
Saul:
Lassen wir hier doch einfach mal unsere Mitarbeiter sprechen: Alle, die bislang mit dem iPad arbeiten, möchten es gar nicht mehr hergeben.

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