71 Prozent der analysierten Apps erfüllen laut Mediatest die Anforderungen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung nicht.
Die App-Analyse liefert laut Unternehmen zum Teil erschreckende Ergebnisse: So erfassen und verarbeiten mehr als die Hälfte aller Apps (iOS 54 Prozent, Android 64 Prozent) Nutzerdaten. Darunter viele, die weit über die Zweckerfüllung der App hinausgehen. Das Ganze geschieht legal. Denn unter iOS decken viele Apps in ihrer Berechtigungsabfrage unauffällig genau diese mit ab. Dazu zählen Adressbuchdaten, Standorte, Fotos sowie Nutzungsgewohnheiten.
Die Experten berichten von zwei weiteren Erkenntnissen aus ihrer Datenbank: 76 Prozent der iOS- und 37 Prozent der Android-Apps nutzen keine bzw. keine ausreichende Verschlüsselung, sodass die übertragenen Daten unbemerkt von Dritten abgefangen werden könnten. Zudem setzen über 80 Prozent der Apps externe Tracking-Dienste zur Ermittlung des Nutzungsverhaltens ein. Insgesamt 71 Prozent der analysierten Apps erfüllen die Anforderungen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht. Der rechtssichere Umgang mit den erfassten Nutzerdaten ist somit nicht gewährleistet.
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