Automatisierte Arbeitsprozesse

Menschliche Arbeitskraft Opfer der Digitalisierung?

In der digitalen Welt der Zukunft werden immer mehr Arbeitsschritte automatisiert erfolgen. Fällt die menschliche Arbeitskraft dieser Entwicklung zum Opfer?

In der digitalen Welt der Zukunft braucht es keine Bankfilialen und keinen lokalen Einzelhandel mehr. Bankgeschäfte werden über das Smartphone abgewickelt und die neuen Sneakers kauft man via App beim Online-Monopolisten.

Nun beteuern viele Experten mit dem digitalen Durchblick eifrig, dass der Arbeitsmarkt davon weitestgehend unberührt bleiben werde. Doch das ist kaum denkbar. Denn wenn Geschäfte und Filialen schließen, braucht es keine Verkäufer und Berater mehr. Und wenn in den Fabriken und Produktionsstätten immer mehr Arbeitsschritte automatisiert werden, führt auch das zu weniger Bedarf an menschlicher Arbeitskraft.

Ökonomen und Unternehmensstrategen greifen an dieser Stelle dann in die Trickkiste und beteuern, die freiwerdenen Kapazitäten könnten anderweitig genutzt werden. Nur: Die Mitarbeiter sogenannter minderer Tätigkeiten, die der Rationalisierung immer als erste zum Opfer fallen, werden wohl kaum die Chance erhalten, sich in anderen Bereichen einzubringen – schon gar nicht in der Unternehmensentwicklung oder im kreativen Bereich.

Ein wenig mehr Aufrichtigkeit wäre an dieser Stelle absolut wünschenswert. Und nicht nur Aufrichtigkeit, sondern auch ein Plan, wie man diesen negativen Effekt der Digitalisierung gesellschaftlich auffangen will. Denn eines ist klar: Wenn immer mehr Menschen wegrationalisiert werden, haben sie auch nicht das nötige Kleingeld für den Konsum, der die Grundlage unseres auf stetiges Wachstum ausgelegten Wirtschaftssystems darstellt.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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