Laut dem spanischen Medienkonzern AMI habe Meta wiederholt gegen europäisches Datenschutzrecht verstoßen und gesetzliche Vorgaben ignoriert.
Die spanische Medienvereinigung AMI hat den US-Social-Media-Konzern Meta wegen unlauteren Wettbewerbs auf gut 550 Mio. Euro Schadenersatz verklagt. Das Mutterunternehmen von Facebook, Instagram und Whatsapp habe sich seit Mai 2018 und mindestens bis Juli 2023 der „fortgesetzten systematischen und massiven Nichteinhaltung der europäischen Datenschutzvorschriften“ schuldig gemacht, hieß es in der veröffentlichten Mitteilung von AMI, die 83 der wichtigsten Medien Spaniens vereinigt.
Wie aus verschiedenen Resolutionen der europäischen Behörden hervorgehe, habe der Technologiekonzern von Mark Zuckerberg wiederholt gegen die EU-Datenschutzvorschriften verstoßen und die gesetzliche Vorgabe ignoriert, dass die Bürger der Verwendung ihrer Daten für die Erstellung von Werbeprofilen zustimmen müssen. Dadurch seien den an der Klage beteiligten Medien Werbeeinbußen in Höhe der geforderten Entschädigungssumme entstanden.
Das Unternehmen hatte bereits mehrfach Ärger mit der Justiz. Wegen eines Verstoßes gegen die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hatte die irische Datenschutzbehörde DPC gegen den Konzern im Mai 2023 eine Rekordstrafe in Höhe von 1,2 Mrd. Euro verhängt. Für großes Aufsehen hatte erst im Oktober 2023 eine Klage von 41 US-Staaten gesorgt, die Meta eine Gefährdung der seelischen und körperlichen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen vorwarfen.
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten