Longreads für das Wochenende

Microsoft, LinkedIn und das Digitalzeitalter

Der Kauf von LinkedIn durch Microsoft sorgte für Aufsehen. Die Longreads präsentieren die interessantesten Analysen aus den Techblogs.

Der LinkedIn-CEO Jeff Weiner mit seinem neuen Chef Satya Nadella und seinem Aufsichtsrat Reid Hoffmann

Microsoft ist immer wieder für Überraschungen gut, für irrsinnige Schwenks und plötzliche Strategiewechsel. Jetzt stand wieder der Kauf eines anderen Unternehmens auf dem Programm. Diesmal geht es um LinkedIn, für sagenhafte 26 Milliarden Dollar.

Doch bevor etwas aus dem Deal werden kann, muss sich Microsoft CEO Satya Nadella erst einmal klar darüber werden, was genau er da eigentlich gekauft hat, denkt Quartz. Das Unternehmen ist nicht nur ein Netzwerk, sondern tritt auch in anderen Bereichen auf. Deshalb kann der LinkedIn-Kauf das Recruiting, aber auch die Weiterbildung verändern, glaubt Quartz außerdem.

Die ersten Veränderungen werden hoffentlich an der etwas unübersichtlichen Benutzeroberfläche zu sehen sein, meint The Verge und hofft, dass die Anbindung an Microsoft gut für LinkedIn ist. Ob das umgekehrt gilt, ist nicht so einfach zu entscheiden. Recode gibt zu bedenken, dass der eigentliche Wert von LinkedIn unkalkulierbar ist und identifiziert drei Gründe, warum das Unternehmen überhaupt auf dem Markt war.

Außerdem macht sich Kara Swisher Gedanken darüber, ob die Integration von LinkedIn wohl ähnlich wie bei Yammer oder Skype laufen wird: Das Führungsteam dieser beiden ehemaligen Startups hat das Unternehmen bereits verlassen. Denn Microsoft ist nicht gerade erfolgreich mit teuer akquirierten Unternehmen gewesen, findet auch GeekWire und befürchtet deshalb das Schlimmste.

Auch andere Unternehmen haben wenig Glück mit Akquisitionen gehabt. Im Falle von Yahoo! und Tumblr war wohl eine etwas verstrahlt wirkende Euphorie der Grund, wie in dieser hübschen Anekdote deutlich wird.

Doch solche Fusionsgeschichten sind irgendwie ein bisschen langweilig. Es geht um Geld, um Einfluss und um Marktanteile. Über den Milliardär Ev Williams lässt sich eine interessantere Geschichte erzählen, denn er ist deutlich weniger öffentlich sichtbar wie die üblichen Verdächtigen. Trotzdem ist er allda, wie der Atlantic ausführlich schildert.

Williams ist ein Veteran, Vitalik Buterin dagegen ein blutjunger Shooting-Star. Backchannel erzählt die Geschichte des Bitcoin-Afficionados und Ethereum-Gründers.

Eine ebenfalls interessante und tiefe Einblicke zulassende Geschichte steht in Vanity Fair: Wie Mark Zuckerberg den Krieg gegen Google+ führte.

Ganz viel Lesestoff aus den Tiefen des Digitalzeitalters präsentiert die NY Review of Books: Sechs aktuelle Bücher aus dem Digitalisierungs-Erklär-Genre.

Und zum Schluss noch etwas Bewegtbildmaterial: Ein Video mit der definitiven Anleitung für einen wirklich guten TED-Vortrag und eine hypnotisch wirksame Betrachtung des Wachsens und Wucherns von Singapur.

Bildquelle: Microsoft

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