Werkzeugkasten für das iPad

Mit der Hand auf dem iPad schreiben

Das iPad findet in Unternehmen mehr und mehr Anhänger. Höchste Zeit, den iPad-Werkzeugkasten für das Business aufzufüllen. Heute: Notiz-Apps für Schreiben mit der Hand.

Werkzeugkasten für das iPad

Das Schreiben von kurzen Notizen mit der Hand ist auch heute noch selbstverständlich. In vielen Meetings kritzelt die Mehrheit der Teilnehmer in einen Block, eine Kladde oder auf ein Blatt Papier. Die Wahrheit ist: Handschrift ist der schnellste Weg zu einer Gesprächsnotiz. Und der leiseste, denn das Getippe auf der Tastatur stört enorm.

Das iPad besitzt zwar eine recht ruhige Touch-Tastatur, aber seine ganze Stärke zeigt es bei handschriftlichen Notizen. Allerdings ist das Schreiben mit den Fingern keine besonders komfortable Angelegenheit. Deshalb ist ein spezieller Eingabestift für kapazitive Touchscreens mit einer flexiblen Spitze aus Gummi gefordert. Solche Stifte gibt es in vielen Online-Shops sowie im Fachhandel. Wichtig ist außerdem eine Notizbuch-App, die für das Schreiben mit der Hand geeignet ist.

  • Penultimate ist ein hervorragender Schreibblock für schnelle Notizen. Die Bedienung ist sehr einfach und gut organisiert, wie das bei einer guten App sein sollte. Der Funktionsumfang erlaubt auch das rasche Skizzieren von Zeichnungen und Schaubildern. Wer künstlerisch begabt ist, dürfte damit auch recht gute Zeichnungen hinkriegen.
    Neben mehrfarbigen Stiften in stufenlos wählbaren Strichstärken gibt auch eine Funktion zum Einfügen eines Fotos sowie eine Möglichkeit, unter verschiedenen Papierdesigns auszuwählen. Interessant ist die automatische Funktion zur Handballenablage, die allerdings nur dann richtig funktioniert, wenn die Multitasking-Gesten ausgeschaltet sind.
  • Notes Plus überzeugt mit seiner durchdachten Arbeitsweise, die sich an Vektorgrafik-Software orientiert. Das heißt: Die Nutzer der App können damit nicht nur frei Hand zeichnen, sondern auch geometrische Formen einfügen, die sich jederzeit markieren, verändern und verschieben lassen. Dies gilt ebenso für eingefügte Fotos. Außerdem gibt es frei bewegliche Textobjekte, die mit der Tastatur geschrieben werden.
    Die App ist optisch weniger gefällig als Penultimate und erfordert wegen der Vielzahl an Funktionen etwas mehr Einarbeitungszeit. Sie eignet sich deshalb vor allem für Leute, die handschriftliche Notizen, gezeichnete Entwürfe und kommentierte Fotos kombinieren wollen oder müssen. Die Option, auch mit der Tastatur zu schreiben und Textblöcke via Zwischenablage einzufügen, gibt zudem viele weitere Möglichkeiten.
  • WritePad for iPad ist ein einfacher App-Notizblock, der jedoch eine Funktion besitzt, die Apple wohl wegen der eher schlechten Erfahrungen mit dem legendären Newton auf dem iPad nicht mehr nutzt: Eine Handschriftenerkennung.
    Und offen gestanden: Mit meiner Handschrift funktioniert sie nicht einmal annähernd. Selbst bei höchster Konzentration und maximal möglicher Schönschrift in Blockbuchstaben werden die Wörter nicht immer korrekt erkannt. Zwar kann in den Programmeinstellungen die Erkennung der Buchstaben "feingetunt" werden, doch viel hat das nicht gebracht. Die Schreibgeschwindigkeit ist wegen der mit höchster Konzentration zu malenden Buchstaben nicht einmal ansatzweise praxistauglich.
    Warum ich die App hier trotzdem erwähne? Weil sie erstens von den getesteten als einzige nennenswerte Ergebnisse bringt und weil es zweitens im Internet offensichtlich haufenweise Leute mit guter, fast schon kalligrafischer Handschrift gibt - die App wird weithin für die gute Erkennung gelobt.

Bildquelle: freni / pixelio.de

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