Social-Distance-Scanner

Mit Digitalisierung und IT-Sicherheit gegen Corona

Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie ist das Wissen um Kontakte zu infizierten Personen von entscheidender Bedeutung. Aufgrund der Schwierigkeit, solche Kontakte zurückzuverfolgen, kommen vermehrt Vorschläge auf, das Potenzial existierender Technologien wie Smartphones für diesen Zweck zu nutzen.

Social Distancing

Mithilfe einer Tracking-App könnte die physische Nähe von Personen untereinander automatisiert festgestellt werden.

Die physische Nähe von Personen untereinander könnte auf diese Art automatisiert festgestellt und Infektionswege ausgewertet werden. Dies könnte nicht nur für die aktuelle Covid-19-Situation, sondern auch für zukünftige Pandemien entscheidend dazu beitragen, die Ausbreitung zu verlangsamen. Um dem Missbrauch einer flächendeckenden Überwachung von Bürgern vorzubeugen, müssen beim Einsatz solcher Tracking-Technologien Privatsphäre, Datenschutz und IT-Sicherheit von Beginn an und im Sinne der Benutzer berücksichtigt werden. Generell sind zwei wesentliche Anwendungsfälle zu berücksichtigen: die statistische Gesamtbetrachtung, die eine globale Bewertung der Pandemieentwicklung und -ausbreitung ermöglicht, und die individuelle Bewertung des persönlichen Infektionsrisikos für den einzelnen Nutzer.

Die Fokusgruppe Cybersecurity des Digitalhub Aachen, ein Zusammenschluss von IT-Sicherheitsspezialisten aus Unternehmen und Organisationen der Aachener Region, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung datenschutz- und IT-sicherheitskonformer Tracking-Lösungen zu unterstützen und vorgeschlagene Ansätze diesbezüglich zu bewerten.

Daraus ergeben sich eine Reihe von Anforderungen, die bei der Entwicklung zu beachten sind. Aus der Fokusgruppe heraus wurde das hier vorliegende Diskussionspapier erstellt, anhand dessen nun im Verlauf der weiteren Arbeit diskutiert werden kann, wie man eine derartige App und deren zentrale Datenhaltung aufbauen könnte, um die Persönlichkeitsrechte der Nutzer zu wahren. Dazu stellt das Dokument verschiedene, technisch denkbare Lösungsansätze vor und bewertet die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Mit diesem Wissen und anstehenden Diskussionspunkten möchte sich die Gruppe nun in die Entwicklung derartiger Lösungen einbringen. Hierbei sollen auch andere, sich derzeit in der Entwicklung befindliche und in den Medien diskutierte Lösungsansätze genauer betrachtet, diskutiert und bewertet und diesen Gruppen eine Zusammenarbeit angeboten werden. Ziel ist es, die Expertise der Fokusgruppe Cybersecurity im Bereich der IT-Sicherheit und des Datenschutzes für den Nutzer in die App einfließen zu lassen. Die Gruppe geht davon aus, dass es unabhängig von bereits auf dem Markt befindlicher Apps Gründe geben wird, diese um weitere Funktionen zu erweitern und somit stetig einen Beitrag an diesen Entwicklungen leisten zu können.

Das Dokument erhebt nicht den Anspruch, alle rechtlichen, technischen und organisatorischen Aspekte vollumfänglich und abschließend zu beschreiben, sondern wird laufend fortgeschrieben.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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