Longreads für das Wochenende

Mit Elon Musk und Google in die kalifornische Utopie

Kennen Sie die digitale Welt und das Internet wirklich? Wenn Sie die Longreads gelesen haben, können Sie diese Frage beantworten.

Das Internet ist in Wirklichkeit eine Rube-Goldberg-Maschine, die mit Dampf betrieben wird.

In gewisser Weise ist das Internet die größte und am weitesten fortgeschrittene Rube-Goldberg-Maschine, die jemals gebaut worden ist. Zu diesem Schluss kommt jedenfalls jeder, der einen genauen Blick auf das Routing der Daten wirft. Das Internet schafft es doch tatsächlich hin und wieder, die Messenger-Nachrichten dicht nebeneinander sitzender Teenager einmal quer über den ganzen Erdball laufen zu lassen.

Eine weitere wichtige Erkenntnis: Das Internet, das sind die endlosen Weiten hinter dem Google-Suchschlitz. Dort gibt es seit Anfang dieser Woche sogar Original-Google-Hardware zu kaufen. Ben Thompson beschäftigt sich in seiner Stratechery ausführlich mit der neuen Strategie von Google, ihren Problemen und ihren möglichen Hintergründen.

Eine wichtige Neuerung bei Google ist die starke Konzentration auf Künstliche Intelligenz. Der Analyst Jan Dawson ist allerdings mit dem vielen Gerede über KI nicht besonders zufrieden. Er vermisst etwas Vorzeigbares. Marc Andreessen dagegen gehört zur Durchblicker-Fraktion und erklärt der Welt, wie sie sich durch KI verändern wird.

Ach übrigens: Mit einer KI kann man eine andere KI entführen oder so.

Doch bis es soweit ist und wir jeden Tag mit KI-Entitäten zu tun haben, etwa wirklich intelligenten Robotern, die im Unterschied zu Kindern und Jugendlichen die Spülmaschine auf Zuruf ohne Zögern ausräumen, kann noch viel schief gehen: Zum Beispiel könnte das Internet ausfallen.

Eine andere von diesen öfter mal etwas schrill klingenden kalifornischen Utopien hat mit dem Mars zu tun. Nicht alle sind da so supereuphorisch wie Elon Musk. Rob Tracinski glaubt nicht an den Sinn der ganzen Angelegenheit. Andy Weir, der Autor des definitiven Mars-Romans des frühen 21. Jahrhunderts, klopft in einem Gespräch mit Lee Hutchinson von Ars Technica die Realitätsnähe der Muskschen Überlegungen ab.

Apropos Kalifornifizierung: Bitte lesen Sie diesen umfassenden Ratgeber, wenn Sie einen der in Deutschland immer populärer werdenden Studienaufenthalte im Silicon Valley planen.

Wieder zurück zur Weltraumfahrt. Auch anders anderswo läuft diese Sache nicht ganz so rund, etwa bei dem Multi-Welten-Spiel No Man's Sky. Den action-verwöhnten Freunden typischer Scifi-Produktionen der Jetztzeit ist es einfach zu lame, ein paar Fantastilliarden algorithmisch generierter und damit doch zu variationsarmer Welten zu erkunden. (Oder kurz: Bei Eve Online ist einfach mehr Rambazamba.)

Wer Gameplots entwirft, sollte vielleicht einmal die Geschichte von Rachel Brewson auswerten und als Folie für echte Realitätsnähe benutzen. Diese Frau existiert zwar nicht, aber sie hat trotzdem eine umfassende, Follower-gesättigte, sozial- und multimediale Internetpräsenz. Wie das geht, erzählt dieser Longread.

Zum guten Schluss noch etwas Lustiges: So fühlt es sich an, JavaScript zu lernen.

Bildquelle: Thinkstock

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