Alternative zum Beamer

„Mit Smart-TVs ändert sich die Art der Nutzung“

Im Interview berichtet Henrik Köhler, Geschäftsführer TP Vision DACH für Philips-TVs, dass Smart-TVs die Vielfalt des Internets auf dem Fernsehbildschirm wiedergeben. Eine Installation sei schnell erledigt.

Henrik Köhler, Philips

„Verglichen mit der alten Röhren- oder Plasmatechnologie sind moderne TVs mit LCD-LED-Technik sehr energieeffizient“, meint Henrik Köhler, Geschäftsführer TP Vision DACH für Philips-TVs.

Herr Köhler, wie gestaltet sich das aktuelle Interesse der Endverbraucher an Smart-TVs? Inwieweit sind die smarten Fernseher bereits in der Gesellschaft angekommen?
Henrik Köhler:
Die große Mehrheit der verkauften Fernseher sind heute Smart-TVs. Seit der ersten Markteinführung dieser neuen TV-Generation im Jahr 2009 werden jedes Jahr mehr Geräte mit dem Internet verbunden, d.h. die Verbindungsrate steigt kontinuierlich. Die aktuellen Philips-Smart-TVs basieren auf dem Betriebssystem Android und kombinieren herkömmliches, lineares Fernsehen mit den Möglichkeiten des Internets.

Welche Möglichkeiten bieten smarte Geräte im Vergleich zu herkömmlichen Fernsehern?
Köhler:
Mit Smart-TVs ändert sich die Art der Nutzung. Dank der Online-Mediatheken der TV-Sender steht eine Vielzahl von Inhalten zeitunabhängig zur Verfügung. Dadurch entfällt für den Nutzer die Bindung an das feste Programmschema. Darüber hinaus bieten Smart-TVs die Vielfalt des Internets auf dem TV. Das gilt für Videoinhalte, wie beispielsweise von Youtube, genauso wie für Spiele, Nachrichten, Ratgeber oder die Wettervorhersage. Insbesondere im Bereich „Heimvernetzung“ spielt der TV-Apparat mit seinem großen Bildschirm als Bedienschnittstelle eine herausragende Rolle. Gerade in der Kombination mit anderen smarten Geräten entstehen neue Möglichkeiten. So wird z.B. das Ambilight des Philips-TVs über die Vernetzung mit Hue-Leuchten im ganzen Raum erlebbar.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man einen Smart-TV innerhalb der eigenen vier Wände nutzen kann?
Köhler:
Um Smart-TVs sinnvoll einzusetzen, benötigen Nutzer neben einem TV-Signal auch einen Internetanschluss. Der Smart-TV wird entweder über Kabel oder über WLAN mit dem Heimnetzwerk verbunden.

Inwieweit sind smarte Geräte auch für Geschäftsanwender bzw. Unternehmen interessant?
Köhler:
Fernseher sind grundsätzlich auch für professionelle Anwendungen interessant. So ist ein TV mit einer großen Diagonale in einem kleineren Meeting-Raum häufig eine gute Alternative zu einem Beamer.

Wie gestaltet sich der Aufwand bei der Installation und Konfiguration eines Smart-TVs?
Köhler:
Die Ersteinrichtung eines Smart-TVs ist sehr einfach und ist schnell erledigt.

Was entpuppt sich hierbei häufig als Stolperstein?
Köhler:
Sofern im Haus ein funktionierendes Heimnetzwerk mit Internetanbindung besteht, gibt es keine Schwierigkeiten bei der Installation.

Mittlerweile tummeln sich einige Smart-TV-Anbieter auf dem Markt. Worauf sollten Anwender beim Kauf eines solchen Gerätes achten? Was macht einen guten Smart-TV-Apparat aus?
Köhler:
Tatsächlich ist die Vielfalt bei Smart-TVs sehr groß. Bei Geräten von Philips kommt Android in der Version Lollipop (5.1) zum Einsatz. Dieses Betriebssystem ist für Smartphones und Tablets weltweit das mit Abstand beliebteste und garantiert somit den Zugang zum Google Playstore.

Wie gestaltet sich allgemein die Energieeffizienz von Smart-TVs mit ihren großen Bildschirmen? Wie wird die Energieeffizienzklasse eines Gerätes festgelegt?
Köhler:
Verglichen mit der alten Röhren- oder Plasmatechnologie sind moderne TVs mit LCD-LED-Technik sehr energieeffizient. Die Einstufung in die verschiedenen Energieeffizienzklassen erfolgt nach einem genau vorgeschriebenen Verfahren. Die allermeisten Philips-Smart-TVs erreichen dabei ein A oder A+. Dank Ambilight, das ein zum Bildinhalt passendes Licht auf die rückwärtige Wand projiziert und auf LED-Technologie basiert, kann die restliche Raumbeleuchtung ausgeschaltet werden, was zusätzlich Strom spart.

Stichwort „Sicherheit“: Smart-TVs sind internetfähig, haben bisweilen auch eine Frontkamera eingebaut. Wie kann der Nutzer sichergehen, dass nicht etwa sein Smart-TV von Hackern „angezapft“ und somit das Eigenheim ausspioniert wird? Für wie wahrscheinlich halten Sie solch ein Szenario?
Köhler:
Das Thema „Sicherheit“ steht ganz oben auf der Agenda und wir beobachten die Situation intensiv. Da unsere TVs auf Android basieren, können wir sicherstellen, dass immer die neuesten Informationen zu möglichen Angriffspunkten bei der Software vorliegen und schnellstmöglich geschlossen werden.

An welchen Stellen sehen Sie bei Smart-TVs zukünftig noch Verbesserungsbedarf?
Köhler:
Smart-TVs mit Android-TV bieten eine hohe Vielfalt bei den Inhalten, sind schnell und einfach zu bedienen und überzeugen durch ihre Geschwindigkeit. Aber natürlich bereiten wir die nächsten Schritte vor. Dazu gehört z.B. das Upgrade auf die neue Version von Android, die weitere Verbesserungen bei der Handhabung bieten wird.

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