Zurück in das geteilte Berlin

Mit VR in die Vergangenheit eintauchen

Neugierige Besucher können am Checkpoint Charlie per Virtual Reality in die Vergangenheit reisen und zum 30. Jahrestag des Mauerfalls das alte Berlin erkunden.

Jonas Rothe, Gründer und Geschäftsführer von TimeRide, mit einer Virtual-Reality-Brille am Checkpoint Charlie. Foto: Christoph Soeder

Jonas Rothe, Gründer und Geschäftsführer von Timeride, mit einer Virtual-Reality-Brille am Checkpoint Charlie. ((Foto: Christoph Soeder))

Die Timeride GmbH bietet ab kommendem Samstag eine virtuelle Reise durch das geteilte Berlin an. Zeitreisen seien für ihn schon von jeher ein Kindheitstraum gewesen, sagte Gründer und Geschäftsführer Jonas Rothe in Berlin. Mit Hilfe moderner Virtual-Reality-Technik komme er diesem Traum ein ganzes Stück näher. Ziel sei es, geschichtliches Wissen auf emotionale Art und Weise zu vermitteln.

Bei der in Berlin angebotenen Tour durchläuft der Besucher insgesamt vier Stationen. Dabei geht es mit Hilfe einer VR-Brille auf Busreise über den berühmten Grenzposten in der Friedrichstraße inklusive Grenzkontrolle, am Gendarmenmarkt vorbei, über die Leipziger Straße mit ihren DDR-Prachtbauten bis hin zum Palast der Republik. Dabei kann man aus drei verschiedenen Charakteren einen „Zeitzeugen“ wählen, der die Tour begleitet und dazu seine ganz eigene Geschichte erzählt. Bei einer weiteren Station erhalten die Besucher direkt am Checkpoint Charlie mit Hilfe einer kabellosen VR-Brille einen 360-Grad-Blick von dem Ort und wie er sich über die Jahrzehnte gewandelt hat.

Die Niederlassung in Berlin ist der dritte Standort der Timeride GmbH. In Köln und Dresden bietet das Unternehmen bereits mit einer Stadtrundfahrt durch das Köln der Kaiserzeit und einer Kutschfahrt durch das barocke Dresden ähnliche virtuelle Zeitreisen an. In Köln zählte das Unternehmen seit Eröffnung 2017 eine Viertelmillion Besucher. Im September soll noch ein Angebot in München folgen.

Neben Timeride gibt es weitere Projekte, die Berliner Mauer erfahrbar zu machen: Zum offiziellen Programm zum 30. Jahrestag des Mauerfalls gehört die Augmented-Reality-App „MauAR“, mit der Besitzer eines Smartphones oder Tablet-Computers die Berliner Mauer virtuell an ihrem historisch korrekten Ort erkunden können. Insgesamt werden rund 160 Kilometer des Mauerverlaufs dargestellt. In der App treten auch zwei fiktionale Charaktere auf, ein Junge aus Ost-Berlin und ein Mädchen aus dem Westen der Stadt, die über den Mauerbau und ihre Folgen aus der jeweiligen Perspektive berichten.

dpa/pf

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