Wearable-Scanner

Mitarbeiter entlasten und Effizienz steigern

Um die Kommissionierprozesse und Sequenzierung im Unternehmen zu beschleunigen, entschied sich Reichhart Logistik für den Einsatz von Wearable-Scannern.

Wearble-Scanner von Proglove

Mithilfe der Wearable-Scanner können die Reichhart-Mitarbeiter effektiver arbeiten als mit den bisherigen Pistolenscannern.

Seit mehr als 55 Jahren steht Reichhart Logistik für transparente, individuelle und integrierte Logistiklösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Das Unternehmen ist für seine Kunden in den Bereichen „Warehousing“, „Transport- und Werkslogistik“, „Sequenzierung und Zusammenbau“ sowie „digitale Logistik“ im Einsatz. Unter anderem ist Reichhart für einen großen Automobilkonzern tätig und für die Montage einzelner Bauteile, etwa Ladeluftkühler und Luftfilter, zuständig. Bei diesen komplexen Montageprozessen sind Schnelligkeit und höchste Qualität in der Sequenzierung besonders entscheidend.

Um die zeitkritischen Abläufe im Automobilbau zu gewährleisten, muss jeder Handgriff sitzen und die einzelnen Teile perfekt zusammenpassen. So muss für die Sequenzierung beim Zusammenbau sichergestellt werden, dass jedes Teil zur richtigen Zeit am richtigen Ort und in der richtigen Reihenfolge ankommt. Die Scanprozesse zur Validierung der einzelnen Komponenten und Arbeitsschritte müssen zudem zügig und ergonomisch vonstattengehen, ohne die Mitarbeiter zu behindern.

Fehlerreduzierung und Mitarbeiterentlastung waren auch das Ziel eines Innovations-Workshops, der bei Reichhart durchgeführt wurde. Wichtig war dem Unternehmen zudem ein übersichtliches Display, damit Mitarbeiter Artikel schneller finden und unnötige Wege sparen. Das Ergebnis: Das Logistikunternehmen entschied sich für den Einsatz von Wearable-Scannern der Firma Proglove.

Vielseitige Einsatzzwecke

In der Montagestraße verwendet der Logistiker die Wearable-Scanner Leo für die Validierung, um sicherzustellen, dass die jeweils richtigen Einzelkomponenten eingesetzt und korrekt ins Fahrzeug eingebaut werden. Dabei hantieren die Mitarbeiter nicht nur mit einem Scanner, sondern müssen auch immer wieder zu Montagewerkzeugen wie Akkuschraubern greifen. Um ihnen die Hände freizuhalten, setzte das Unternehmen bisher auf klassische Pistolenscanner, die an der Hose befestigt waren – eine sowohl aus Ergonomie- als auch aus Effizienzgründen suboptimale Lösung, da der Scanner bei jeder Bewegung an die Kniekehlen des Mitarbeiters schlug.

Mit dem Wearable Scanner, der auf dem Handrücken getragen wird, haben die Mitarbeiter nun jederzeit die Hände frei, können ergonomisch und schnell scannen und somit Fehler bei der Montage vermeiden. Da die Einzelteile im „Just-in-Sequenz“-Verfahren angeliefert werden, sind zur Validierung und Qualitätssicherung während der einzelnen Montageschritte diverse Scans nötig. Je ergonomischer und schneller diese vonstattengehen, umso effizienter und reibungsloser gestaltet sich der gesamte Montageprozess. Dabei sind die Scanner einfach über ein Gateway an das existierende Warenwirtschaftssystem angeschlossen.

Auch im Kommissionierungsprozess setzt Reichhart auf Wearables: Im Lager in Eisenach müssen beispielsweise Kabelbäume in einzelnen Fächern vorsortiert und gegebenenfalls bereits verbunden werden. Über das Mark-Display sehen die Mitarbeiter sofort, welcher Kabelbaum in welchen Wagen und welches Fach gelegt werden soll. Dabei sind die Displays vollständig in das Warehouse-Management-System und in die hauseigene Logistik-Software Motus integriert.

Schnellere Scans

Durch den Einsatz von Wearable-Scannern und Displays ist es dem Logistiker gelungen, einen ergonomischen, nahtlosen und qualitativ hochwertigen Validierungsprozess zu etablieren, der Zeit und Geld spart und dabei die Mitarbeiter entlastet. Pro Scanvorgang konnte das Unternehmen vier Sekunden einsparen – ein deutlicher Effizienzgewinn, der sich bei der täglichen Vielzahl der Scans in der Montage, schnell aufsummiert. Der Erfolg des Projektes soll deshalb ausgeweitet werden: Ziel des Unternehmens ist es, in den nächsten fünf Jahren alle Standorte mit modernen, leistungsfähigen und ergonomischen Scannern auszustatten.

Reichhart Logistik
Branche: Logistik
Gründung: 1967
Hauptsitz: Gilching, Bayern
Standorte: 15 in drei Ländern
Mitarbeiter: 815
Umsatz: 76,6 Mio. Euro (2022)

Bildquelle: Proglove

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