Sicherheitslücken im Hotel-WLAN

Mitschneiden von Informationen verhindern

Zur Cebit werden wieder Besucher aus der ganzen Welt in Hannovers Hotels erwartet – und dort arglos die öffentlichen Hotspots nutzen. Das ist riskant, wie das Berliner Sicherheitsunternehmen Steganos zeigt.

Für das Hacken eines öffentlichen WLANs braucht man nämlich nur zwei Dinge: Ein Smartphone und eine spezielle Netzwerkanalyse-App. Dem Sicherheitsunternehmen ist es mit dieser schlichten Ausstattung gelungen, sich Zugang zu sensiblen Daten in Hotel-Netzwerken zu verschaffen. Unverschlüsselte Daten von Gästen, die über den Hotel-Router ins Internet gehen, können so problemlos mitgelesen werden. Um das Mitschneiden dieser Daten im WLAN zu verhindern, hat das Unternehmen das Programm Steganos Online Shield 365 entwickelt.
 
Schauplatz der WLAN-Hacks waren mehrere Hotels namhafter Ketten in Berlin Mitte. Während sich ein Steganos-Mitarbeiter mit seinem Notebook in das öffentliche WLAN des Hotels einloggte, startete ein anderer Mitarbeiter von seinem Smartphone aus die Netzwerkanalyse-App dSploit. Der Mitarbeiter am Smartphone konnte nicht nur das Mail-Passwort problemlos mitlesen, sondern ganze Facebook-Sitzungen live übernehmen. So konnten gefälschte Nachrichten auf Facebook gepostet werden, private E-Mails mitgelesen, Instant-Messaging-Nachrichten abgefangen werden und vieles mehr.
 
Ursache ist eine eklatante Sicherheitslücke vieler öffentlicher WLANs. Die Daten, die zwischen dem Notebook und dem Router ausgetauscht werden, also alle Daten, die beim Surfen anfallen, werden im Regelfall unverschlüsselt übertragen. Sicher ist der Nutzer nur dann, wenn die angesurfte Webseite eine HTTPS-Verbindung anbietet. Denn nur dann können die Daten TLS-verschlüsselt (TLS = Transport Layer Security – früher SSL – ist ein Verschlüsselungsprotokoll zur sicheren Datenübertragung im Internet) übertragen werden. Manche Router verfügen über eingebaute Schutzmechanismen gegen Spionagetools – man weiß jedoch nie, ob in einem öffentlichen WLAN ein solcher Router zum Einsatz kommt.
 
„Es ist unfassbar, wie leicht sich öffentliche WLANs immer noch hacken lassen. Dabei sind diese Sicherheitslücken in der Branche längst bekannt. Und man benötigt kaum technisches Verständnis oder Hackerkenntnisse“, erklärt Gabriel Yoran, Geschäftsführer von Steganos. „Mit den abgefangenen Passwörtern hätten wir die Online-Identität des Mitarbeiters übernehmen können. Das Aussperren vom eigenen Facebook-Account oder der Versand von Spam über den Computer des Mitarbeiters wären dann noch harmlose Szenarien gewesen. Durch die Verwendung des Autorisierungsverfahrens Facebook Connect, das auf vielen Websites zum Einsatz kommt, könnte man sich so die Identität seines Opfers aneignen – selbst wenn man ‚nur’ den Facebook-Zugang mitgeschnitten hat.“
 
Einen wirksamen Schutz gegen Hackerangriffe bekommen Nutzer mit dem neuen Programm Steganos Online Shield 365. Technisch handelt es sich hier um eine VPN-Lösung (VPN = Virtual Private Network) mit integrierter TLS-Verschlüsselung. Ist das Programm auf dem Rechner aktiviert, verschlüsselt und anonymisiert es automatisch die Verbindung ins Internet. Egal, ob der Nutzer zu Hause, im Büro oder in einem öffentlichen WLAN surft: Die verschlüsselte Verbindung ist sicher und von außen nicht angreifbar.
 
Die Verbindung ins Internet wird dabei vom Computer des Nutzers über speziell gesicherte Steganos-Server, die in speziell gesicherten Rechenzentren stehen, aufgebaut. Das Berliner Unternehmen unterliegt dem deutschen Datenschutzrecht und hat seit 1997 Erfahrung bei der Entwicklung von Verschlüsselungssoftware.
 
Der Nutzer surft mit der Lösung aber nicht nur sicher, sondern auch anonym. Denn beim Aufbau der Verbindung tauscht das Programm automatisch die echte IP-Adresse gegen eine zufällige aus. Somit ist die wahre Identität des Nutzers, die durch die IP-Adresse verraten wird, beim Surfen ebenfalls geschützt.
 
www.steganos.com

Bildquelle: simonok/ sxc.hu

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