Mobile Fakten rund um Internet und Telekommunikation

Mobile Business in Island

MOBILE BUSINESS blickt ins Ausland und sammelt mobile Fakten – diesmal aus und über Island

Weil Islands die größte Vulkaninsel der Welt ist, wurde eine App entwickelt, die Nutzer über Bewegungen und Veränderungen im Vulkansystem frühzeit informiert.

Eyjafjallajökull? Bei vielen dürfte es klingeln. Das war doch dieser unaussprechliche Vulkan, dessen Ausbruch im Jahr 2010 weitreichende Folgen mit sich brachte – nicht nur für Island. Tatsächlich zählt die Hauptinsel als größte Vulkaninsel der Erde, doch leben hier nur knapp 330.000 Menschen – was einem Bruchteil der Einwohnerzahl Berlins entspricht. Wir nahmen das Nordland einmal genauer unter die Lupe, insbesondere im Hinblick auf dessen Vernetzung mit dem Rest der Welt.  

  • Die Isolation Islands endete erst 1906, als das erste Unterseekabel von Schottland in die isländische Hauptstadt Reykjavík verlegt wurde. Heute gibt es in Island eine moderne Infrastruktur sowohl im kabelgebundenen als auch im mobilen Bereich, die über eine gute internationale Anbindung verfügt. Allerdings sorgte im Jahr 2006 ein Kabelbruch am Meeresgrund in 3.000 Meter Tiefe dafür, dass weite Teile Islands vom Internet abgeschnitten wurden und zahlreiche Unternehmen, Universitäten sowie Privatnutzer für einige Zeit auf Internetverbindungen verzichten mussten.

  • Das Telekommunikationsunternehmen BT hat sich Anfang des Jahres dafür entschieden, sein globales Netzwerk um einen Point of Presence (PoP) auf dem Campus von Verne Global, einem Entwickler energieeffizienter Rechenzentren, im isländischen Keflavik zu erweitern. Durch diesen neuen Standort baut der TK-Dienstleister sein Netzwerkangebot in der nördlichen Hemisphäre aus und attestiert dem RZ-Anbieter parallel die Zuverlässigkeit seines Energie- und Konnektivitätsangebots.

  • Im November 2013 wurde die Internet-Seite von Vodafone Island angegriffen. Die Hacker veröffentlichten SMS-Nachrichten von 70.000 Kunden, heißt es, darunter auch Nachrichten von Parlamentsabgeordneten und Ministern. Außerdem seien persönliche Kundeninformationen zugänglich gewesen.

  • Vier große Telekommunikationsanbieter in Island sind etwa Síminn, Nova, Tal und Vodafone, deren Netzabdeckung fast die komplette Insel umfassen soll.

  • Die Anbieter vertreiben auch Prepaid-Karten für Mobiltelefone, die man in den jeweiligen Filialen, Tankstellen und ausgewählten Supermärkten erwerben kann und deren Dienstleistungen u.a. 3G und 4G umfassen.

  • Um Touristen für einen Besuch in Island zu motivieren, hat die Fluggesellschaft Icelandair die Kabine einer Boeing 757 mit LED-Decke ausgestattet, die einen Nordlichter-Effekt wiedergeben soll. Dank Wifi an Bord können Reisende ihre Erfahrung umgehend per Foto oder Video teilen.

  • Zehn Prozent der Asche, die in den letzten 1.000 Jahren auf Island ausgestoßen wurde, stammen von Hekla. Der Vulkan hat schon immer für Angst und Schrecken gesorgt. Mittlerweile sollen in der Region Warnschilder existieren, die auf einen möglichen Ausbruch hinweisen. Zudem wurde eine App entwickelt, die Nutzer über Bewegungen und Veränderungen im Vulkansystem frühzeitig informiert.

  • Hinter 112 Iceland verbirgt sich eine offizielle SOS-App für Island. Durch Drücken des roten Notfall-Buttons kann man nach Hilfe rufen. Der Standpunkt wird dann per Textnachricht ans 112-Zentrum geschickt. Auch wenn das Mobilgerät kein Empfangssignal zeigt, soll das Abschicken der Nachricht möglich sein.

  • Nur gut 329.000 Menschen leben auf Island und die meisten von ihnen sind irgendwie miteinander verwandt. Da besteht bei einem Flirt durchaus die Gefahr, einen Cousin oder eine Cousine zu küssen oder noch weiter zu gehen – auch ganz ohne inzestuöse Hintergedanken. Kein Wunder also, dass im äußersten Nordwesten Europas eine App für Smartphones entwickelt wurde, die vor einer Verwandtschaft warnt.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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