Mobile Fakten rund um Internet und Telekommunikation

Mobile Business in Neuseeland

MOBILE BUSINESS blickt ins Ausland und sammelt mobile Fakten – diesmal aus und über Neuseeland

Neuseeland Landschaftsaufnahme

Obwohl die „Wildnis" von Neuseeland nicht so gut vernetzt ist wie Deutschland, wissen sich die mobilen Nutzer stets zu helfen.

Neben den nachtaktiven, flugunfähigen Kiwis zählen seit geraumer Zeit auch Orks, Hobbits und Elben zu den „typischen Bewohnern“ Neuseelands – schließlich wurde in der Wildnis des Inselstaats im südlichen Pazifik die „Herr der Ringe“-Trilogie gedreht, was immer wieder Tolkien-Fans anlockt. Ein beliebtes Reiseziel ist Neuseeland aber auch für Backpacker sowie „Travel & Work“-Kandidaten. Nur sollten sich diese darüber bewusst sein, dass sie in der „Wildnis“ nicht immer so gut vernetzt sind wie etwa in Deutschland. Doch die Neuseeländer wissen sich zu helfen. 

  • New Zealand Red Cross hält eine „Erste Hilfe & Notfall“-App bereit, die kreiert wurde, um „per Fingertipp“ Leben retten zu können. Die kostenlose Applikation liefert ihren Nutzern einfache Erste-Hilfe-Tipps und zeigt ihnen auf, wie sie schrittweise in Notfallsituationen vorgehen sollten. Ebenso werden Informationen zur Vorbereitung auf Naturkatastrophen von der App bereitgestellt.
  • In Neuseeland soll die Internet-Abdeckung deutlich schlechter als in Deutschland sein und mobiles Internet recht teuer. Der Grund? Mitunter lohnt sich der Ausbau für die Mobilfunkanbieter nicht, weil in Neuseeland viel weniger Menschen auf etwa gleicher Fläche wie in Deutschland leben. Dafür sollen SMS-Nachrichten relativ wenig kosten – und sind daher beliebter als Whatsapp.
  • Kostenlose WLAN-Netze findet man zumeist in Hostels, Internet-Cafés, Fast-Food-Ketten und auch Büchereien. Bei Letzteren gestalten sich allerdings die Öffnungszeiten – vor allem auf dem Land – eher kurz. Dafür funktioniert das WLAN manchmal auch noch nach Ladenschluss und kann etwa vom Parkplatz aus genutzt werden.
  • Mit der „Essential New Zealand“-App, dem offiziellen „Reiseführer“ von Tourism New Zealand, lässt sich der Aufenthalt in dem landschaftlich abwechslungsreichen Land angenehm planen. Attraktionen und mögliche Aktivitäten in unmittelbarer Umgebung können abgerufen werden. Zahlreiche Erfahrungsberichte sollen auch ohne Internet-Verbindung zur Verfügung stehen. Die eigenen Reisepläne lassen sich abspeichern und mit anderen Mobilgeräten synchronisieren.
  • Im Jahr 2013 wurde eine große WLAN-Initiative in Neuseeland gestartet. Die damalige Telecom New Zealand (heute Spark) beauftragte Ruckus Wireless damit, rund 3.000 alte Telefonzellen mit kostenlosen WiFi-Hotspots auszustatten – vor allem in touristischen Zentren. Die Anbindung an die mobilen Endgeräte sollte dabei über die Übertragungsnorm 802.11n erfolgen.
  • In Neuseeland gibt es drei große Mobilfunkanbieter: Spark New Zealand (ehemals Telecom New Zealand), Vodafone und 2degrees. Spark und Vodafone sind teurer, haben aber die besser ausgebauten Netze. In jeder größeren Stadt hat man üblicherweise mit beiden Anbietern Empfang. Es gibt allerdings auch einige Orte und Hauptstraßen, insbesondere auf der Südinsel, wo es über mehrere Hundert Kilometer überhaupt keinen Empfang geben soll. 2degrees ist indes ein neuerer Anbieter und aktuell noch dabei, das eigene Netz auszubauen.
  • Im vergangenen Jahr fahndete die Polizei in Neuseeland u.a. via Facebook nach einem 23-jährigen Mann namens Sam L. Daraufhin verspottete ein Nutzer unter eben diesem Namen die Polizei in Christchurch per Facebook-Kommentar. Es folgte ein offener Schlagabtausch im sozialen Netzwerk, was für große Unterhaltung in der Community sorgte.
  • Im Juni 2014 löste ein unbemannter Google-Ballon in Neuseeland einen Großalarm aus. Die Rettungskräfte in Christchurch glaubten nach dem Notruf eines Bauern, ein Flugzeug sei ins Meer gestürzt. Man schickte Rettungshubschrauber und Boote der Küstenwache in Richtung der vermeintlichen Unglücksstelle. Dort fanden die Retter allerdings nur eine Ballonhülle, die zu Googles „Project Loon“ gehörte. Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Versorgung abgelegener Gebiete mit Internet.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok