„Internationale Zusammenarbeit ist unerlässlich”

Mobile Computing im Einsatz

Im Gespräch mit MOBILE BUSINESS erläutert Alexander Pluntke, Account Manager bei der Bressner Technology GmbH, mit welchen Herausforderungen es verbunden ist, sich in einem schnell wachsenden IT-Markt als kompetenter Partner für innovative mobile Lösungen wie etwa Rugged Devices aufzustellen.

  • Tablet von Bressner Technology im Einsatz

    Bressner Technology bietet Komplettsysteme, Komponenten und Zubehör für vielerlei Bereiche im industriellen Umfeld, darunter beispielsweise Machine Automation, Fabrik-automation, Automotive, Lagerlogistik, Industrie 4.0, Netzwerk, Medizintechnik, Sicherheit, Militär, Luft- und Seefahrt.

  • Tablet von Bressner Technology im Einsatz

    Kunden des Systemhauses und Value-Added-Distributors mit Hauptsitz in Gröbenzell können auf individuelle Lösungen mit Pre- und After-Sales-Service vertrauen.

  • Alexander Pluntke

    „Wer mit sensiblen Firmendaten auf mobilen Geräten hantiert, sollte stets die aktuellsten Firmware- und Betriebssystem-Updates installiert haben“, rät Alexander Pluntke, Account Manager bei der Bressner Technology GmbH.

Herr Pluntke, der IT-Markt wird seit geraumer Zeit von Schlagworten wie Digitalisierung, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz förmlich überschwemmt. Wie sollte man als IT-Lösungsanbieter mit solchen „Hype-Themen“ umgehen? Immer sofort auf den Zug aufspringen?
Alexander Pluntke: Nicht zwingend. Gerade die zunehmende Digitalisierung und Vernetzung stellt insbesondere kleinere und mittelständische Unternehmen vor große Herausforderungen. Sicherlich müssen IT- und Systemhäuser diese Themen angehen, denn daran führt auf lange Sicht kein Weg vorbei. Doch wer die technischen Hürden nicht ausreichend analysiert, auswertet und ohne ausgereifte Lösungen dem „Hype“ blind folgt, der wird schnell an seine Grenzen stoßen.

Wie ist Bressner generell aufgestellt? In welchen Feldern bzw. Produktsparten sind Sie aktiv?
Pluntke: Wie bieten Lösungen für Anwendungsgebiete wie Automation, Einzelhandel, Gastronomie, Military und Defense, Security, Automotive, Logistik und Transport, Industrie 4.0 sowie Medizintechnik. Unsere Produktsparten sind aufgeteilt in folgende Kernbereiche: Industrial Computing, Display Solutions, Mobile Computing, Industrial Flash, High Performance Computing (HPC), Connectivity und IoT sowie Medical Solutions.

Welchen Stellenwert besitzt für Sie konkret das Mobile Computing mit Lösungen wie Rugged-Tablets und Industrie-Handhelds?
Pluntke: Das Thema Mobile Computing hat in den vergangenen vier Jahren enorm an Bedeutung gewonnen und besitzt mittlerweile einen sehr hohen Stellenwert bei uns. Mobile Lösungen sind in der Zwischenzeit in fast jedem Bereich einsetzbar – von der Lagerlogistik bis hin zur vollwertigen Kassenlösung. Mit Tablets oder Handhelds kann fast jede Applikation realisiert werden.

Mit welchen Herausforderungen ist es verbunden, sich in einem schnell wachsenden Markt als kompetenter Partner für innovative (mobile) Lösungen aufzustellen? Wie behält man hier die Nase vorn und ist immer „up to date“?
Pluntke: Ein großer Punkt ist die Lagerfähigkeit (lange Lieferzeiten sind ein ganz klares K.O.-Kriterium) und die Möglichkeit, den Kunden das vollumfängliche Testen der Tablets oder Handhelds zu ermöglichen. Vielen Kunden ist es äußerst wichtig, vorab die Software im Live-Betrieb zu testen, bevor eine Entscheidung getroffen wird. Aktuelle Prozessoren und Optionen wie LTE, GPS und ein vollwertiger Barcodescanner sind ebenso wichtig wie gute IP-Zertifizierungen und MIL-810G-Standards.

Welche Rolle spielen internationale Kontakte?
Pluntke: Eine internationale Zusammenarbeit ist unerlässlich, um unterschiedliche Märkte und Zielgruppen zu beobachten und so Rückschlüsse für die eigene Vermarktungsstrategie zu gewinnen. Dadurch lassen sich neue Trends frühzeitig erkennen, wovon auch hierzulande Kunden schneller profitieren können.

Einen Großteil Ihrer Produkte halten Sie ständig auf Lager, können aber auch jederzeit auf die Zentrallager wichtiger Lieferanten zugreifen. Wie lassen sich innerbetriebliche Logistikprozesse generell in Unternehmen möglichst effizient gestalten?
Pluntke: Mobilität und Kommunikation sind hier die beiden wichtigsten Schlagwörter. Um unseren Wareneingang sowie -ausgang zu optimieren, verwenden unsere Logistiker mobile Geräte wie Rugged-Tablets oder Handhelds mit Barcode- bzw. Inventurscanner. Diese Geräte sind direkt mit dem Warenwirtschaftssystem gekoppelt, wodurch Ein- und Ausbuchungen innerhalb von Sekunden vorgenommen werden können. Wir achten außerdem stets auf Transparenz bei firmeninternen Prozessen und halten Kommunikationswege mit Kunden oder Lieferanten möglichst kurz.

Welche mobilen Lösungen haben in der Lagerlogistik deutscher Unternehmen derzeit generell die Nase vorn und warum?
Pluntke: Die Nachfrage nach mobilen Lösungen für Lagerlogistik ist in den letzten vier Jahren deutlich angestiegen. Rugged-Tablets sowie Handheld-Lösungen sind aktuell gefragt wie nie, insbesondere deshalb, weil Unternehmen mittlerweile die Vorzüge dieser Lösungen für die Logistik erkannt haben, zumal die Preise für solche Geräte immer erschwinglicher werden.

Welche Kriterien sollte ein Rugged Device im Lager grundsätzlich erfüllen?
Pluntke: Das Device muss in erster Linie handlich, leicht zu bedienen und nicht zu schwer sein. Auch eine Akkulaufzeit von mindestens acht Stunden muss gewährleistet sein. Um Wareneingänge oder -ausgänge zu buchen, muss das Tablet über einen integrierten 1D-/2D-Barcodescanner verfügen. Auch die optionale NFC-Funktionalität ermöglicht das Anmelden verschiedener Personen mithilfe von Identifizierungskarten. Desweiteren erleichtern robuste Andockstationen das Laden der Geräteakkus im Lageralltag ungemein.

Welche Rolle spielt hierbei Zubehör wie Staplerhalterungen oder Schultergurte?
Pluntke: Hochwertige und stabile Staplerhalterungen gehören zu einer guten Ausstattung in jedem modernen Lager und können an sämtliche Gabelstaplermodelle montiert werden. Dadurch lassen sich Rugged-Tablets ohne Probleme als an- und abdockbare Stapler-Terminals verwenden. Schultergurte oder Hand-Straps vereinfachen den Transport in Lagerhallen und bei Außeneinsätzen.

Auf den mobilen Geräten werden oftmals auch wichtige Unternehmensdaten vorgehalten. Wie kann hierbei die Sicherheit gewährleistet werden?
Pluntke: Eine gute Hardware ist nur so sicher wie die dazugehörige Software. Wer mit sensiblen Firmendaten auf mobilen Geräten hantiert, sollte stets die aktuellsten Firmware- und Betriebssystem-Updates installiert haben. Da Rugged-Tablets und ähnliche Lager-Hardware mittlerweile fast durchgängig vernetzt sind, stellen diese somit ein zusätzliches Risiko für den Diebstahl von Unternehmensdaten dar. Abhilfe kann hier beispielsweise eine Anti-Viren-Software oder ein Verschlüsselungsprotokoll für firmeninterne Server leisten.

Apropos „Sicherheit“: Am 25. Mai 2018 ist die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) in Kraft getreten. Wie gelassen haben Sie diesem Termin entgegen gesehen?
Pluntke: Wir haben in den letzten Wochen hinreichende Maßnahmen ergriffen, um für die DSGVO gewappnet zu sein, u.a. auch durch eine ausführliche Überarbeitung unserer Datenschutzerklärung sowie unseres Haftungsausschlusses. Aktuell besteht bei uns also keinerlei Anlass zur Sorge – und zur Panik schon gar nicht. Kritiker sehen in der potentiellen Abmahnwelle keine existentielle Bedrohung für Unternehmen – und dieser Meinung können wir uns nur anschließen.

Welche Felder bzw. Innovationen werden Sie 2018 besonders im Blick behalten und warum?
Pluntke: Aktuell bereiten wir uns auf anwendungsspezifische Komplettlösungen im mobilen Bereich vor. Insbesondere aufgrund der stetigen Einführung von neuem Tablet- und Handheld-Zubehör greifen immer mehr Branchen auf mobile Hardware zurück. Dadurch sind wir neuerdings auch in der Lage, Lösungen für Gastronomie und Einzelhandel anzubieten. Desweiteren sehen wir der bevorstehenden Einführung des Kommunikationsstandards 5G mit Spannung entgegen.

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