Ideen für die Stadt der Zukunft

Mobile Trends in der Smart City

In Kooperation mit dem Trendforschungsunternehmen TRENDONE präsentiert MOBILE BUSINESS die neuesten Trends zur Smart City

  • Der Automobilhersteller RDM testet fahrerlose Fahrzeuge, die sich in den Fußgängerzonen bewegen.

  • In Utah passt das Ampelsystem die Grünphasen alle 30 Sekunden dem aktuellen Verkehr an.

  • Mithilfe freiwillig beigesteuerter Daten von Bürgern soll der Verkehr in Mexico-Stadt smarter werden.

  • In Chicago analysieren Sensoren in Straßenlaternen z.B. die Luftqualität und Lichtintensität.

  • Die App „Teleport for Startup City" unterstützt Start-ups dabei anhand von bestimmten Präferenzen den richtigen Standort auszuwählen.

  • In London soll mit 30 Kilometern der längste Fahrradweg Europas entstehen.

  • Im Hubschrauber zum New Yorker Flughafen, dies bietet Gotham Air seinen Kunden an.

Autonomes Fahren auf Gehwegen
Mit Unterstützung von Transport Systems Catapult, dem britischen Innovationscenter für intelligente Mobilität, testet der Automobilhersteller RDM fahrerlose Fahrzeuge, die sich in den Fußgängerzonen bewegen. Diese „LUTZ Pathfinder“ sind Elektroautos, die speziell auf die Bedürfnisse von Pendlern, Einkäufern und älteren Menschen abgestimmt sind. Sie sollen die Umweltverschmutzung und Verkehrsbelastung reduzieren und können pro Batterieladung etwa 40 Meilen fahren. Beim Manövrieren verlassen sich die Fahrzeuge auf 22 Sensoren, ein Radarsystem und Panoramakameras.

Grünes Licht für einen optimierten Verkehrsfluss
Der US-amerikanische Bundesstaat Utah setzt ein Ampelsystem ein, das seine Grünphasen alle 30 Sekunden dem aktuellen Verkehr anpasst. In der Regel werden die Pläne, nach denen Straßenverkehrssignale ausgerichtet werden, lediglich alle drei bis fünf Jahre überarbeitet. Möglich wird das neue System durch eine Verbindung der Ampeln mit einem Glasfasernetzwerk. Die Daten von Überwachungskameras werden dafür analysiert und 80 Prozent der gesamten Ampeln auf der Basis dieser Daten eingestellt. Auf diese Weise wird Zeit eingespart und damit die Produktivität erhöht, während die Verkehrsbelastung reduziert wird.

Bürgerhilfe für einen smarten Stadtverkehr
Ein Team aus Designern und Entwicklern hat für Mexiko-Stadt ein „City Operating System“ kreiert, das den Verkehr durch Auswertung verschiedener Daten smarter gestalten soll. Mithilfe freiwillig beigesteuerter Daten von Bürgern und Organisationen, die über die App „Living Mobs“ generiert werden, können in Echtzeit optimale Verkehrsrouten und -mittel bestimmt werden. Als Teil eines gesellschaftlichen Vertrags sollen Einwohner und Firmen auf diese Weise das Verkehrsaufkommen in der Megacity reduzieren. Über 30 Firmen unterstützen das System bereits mit Echtzeitinformationen, darunter Microsoft und zahlreiche Taxidienste.

Sensoren messen Lebensqualität
Die Stadt Chicago wird im Zuge des Projekts „Array of Things“ Straßenlaternen aufstellen, die mit Sensoren bestückt sind. Die Sensoren werden u.a. die Luftqualität, die Lichtintensität sowie die Temperatur und den Geräuschpegel in der Stadt messen. Zudem sollen auch Smartphone-Signale erfasst werden. Die Werte sollen auf einer zentralen Plattform aufbereitet und sowohl den Behörden als auch der Öffentlichkeit frei zur Verfügung gestellt werden. Die erhobenen Daten sollen als Basis für verschiedene Anwendungen dienen, die die Lebensqualität der Bewohner verbessern sollen.

App hilft Start-ups bei Stadtsuche
Mit der Smartphone-Anwendung „Teleport for Startup Cities“ von Teleport aus Palo Alto können Start-ups herausfinden, welche Stadt zu ihnen und ihrem Budget passt. Der Nutzer gibt zunächst seine Präferenzen an, beispielsweise wie wichtig ihm eine gute Start-up-Infrastruktur ist und wie viel Geld er zur Verfügung hat. Ein Suchalgorithmus errechnet daraufhin, welche der hundert geeignetsten Städte für junge Unternehmen am besten zu den jeweiligen Präferenzen passt. Über die App kann auch der Umzug organisiert werden und Kontakt zu Szene-Experten in den Städten hergestellt werden. Die Anwendung ist für Android und iOS erhältlich.


London bekommt den längsten Farradweg Europas
Die Stadtverwaltung Londons hat den Bau von zwei Fahrradspuren durch die Innenstadt beschlossen, von denen eine mit 30 Kilometern die längste Europas sein wird. Ab April 2016 sollen Pendler auf den zweispurigen Routen, die teilweise bereits fertiggestellt sind, komfortabler und sicherer zum Ziel kommen. Die lange Ost-West-Route führt vom Stadtteil Barking bis nach Acton und passiert dabei bekannte Orte wie den St. James Park, den Hyde Park und den Green Park. Die Eingliederung einer Fahrspur der Westway-Autobahn, die dafür in eine Fahrradspur umgewandelt werden müsste, wird in der Verwaltung noch diskutiert.


Mit Helikoptertaxen zu den New Yorker Flughäfen
Gotham Air bietet Helikoptertransfers zu den New Yorker Flughäfen an. Interessenten können sich für 219 US-Dollar über eine App einen Flugplatz reservieren. Hierbei können sie festgelegte Zeiten wählen oder eine eigene Uhrzeit vorschlagen, zu der bei ausreichender Nachfrage Transfers geflogen werden. Vom Abflugspunkt Downtown Manhattan aus verkürzt sich die Transferzeit zu den Flughäfen John F. Kennedy (JFK) und Newark Liberty (EWR) damit auf nur sechs Minuten. Neben Handgepäck können künftig auch schwere Taschen mitgenommen werden. Bei schlechtem Wetter werden die Reisenden alternativ mit edlen Sportwagen zu den Flughäfen chauffiert.


Mehr Micro-Trends aus dem Mobile Business im TRENDONE-Trendexplorer


Bildquelle: Thinkstock/ iStock; TRENDONE

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