Interview mit Tim Schütte, Lifesize

Mobile Visite ist noch kein Alltag

Interview mit Tim Schütte, Sales Director Central Eastern Europe bei Lifesize

Tim Schütte, Lifesize

Tim Schütte, Sales Director Central Eastern Europe bei Lifesize

Inwieweit nutzen hiesige Kliniken bereits mobile Videokonferenzlösungen im Arbeitsalltag?
Tim Schütte: Bei Videokonferenzlösungen im Klinikalltag handelt es sich heute meist noch um raumbasierte Systeme. Ein Einsatz mit mobilen Endgeräten wie dem iPad wird zukünftig aber mehr und mehr zur Standardausstattung gehören. Voraussetzung dafür ist in jedem Fall der Aufbau eines durchgängigen Wireless-Netzwerks. Etliche Kliniken verfügen aktuell jedoch nicht über diese Grundlage.

Welche Herausforderungen gilt es bei der Anbindung von Videokonferenzsystemen mit mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablet-PCs zu meistern?
Schütte: Mobile Endgeräte lassen sich bei standardkonformen Systemen heute schon anbinden. Da mobile Systeme meist von extern kommunizieren, ist es notwendig, einen sicheren Zugang zum Netzwerk herzustellen. Das kann mit Firewall-Traversal-Systemen erfolgen. Im eigenen LAN können mobile Systeme performant über Wireless-Strukturen mit Videokonferenzsystemen kommunizieren.

Wie muss die Infrastruktur in der Gesundheitseinrichtung gestaltet sein, damit mobile Videokonferenzen qualitativ hochwertig und performant möglich sind?
Schütte: Um eine qualitativ hochwertige und performante Kommunikation zwischen mobilen Systemen und Videokonferenzendpunkten herzustellen, ist eine stabile Bandbreite notwendig. Dafür setzt man am besten eine Wireless-Verbindung speziell für Video auf. Sind die Systeme per UMTS verbunden, hängt die Performance von der verfügbaren Bandbreite ab. Im Gegensatz zu ländlichen Gegenden ist in Ballungsgebieten in der Regel eine ausreichende Versorgung gewährleistet. Eine weitere Abhängigkeit ergibt sich aus den eingesetzten Systemen selbst. Besonders die eingebauten Kameras geben die mögliche Qualität vor. Das gilt es im Rahmen der Geräteauswahl zu berücksichtigen: Bei PC-basierten Videokonferenzsystem erreichen die eingebauten Kameras oftmals keine HD-Auflösung. Deshalb kommen externe USB-Kameras zum Einsatz.

Können Sie uns bitte kurz ein konkretes Einsatzbeispiel von mobilen
Videokonferenzen im Klinikalltag beschreiben?

Schütte: Die Mobile Visite ist in Deutschland noch nicht fester Bestandteil des Klinikalltags. Da Krankenhäuser jedoch zunehmend unter Spardruck stehen, zeigen unsere Kunden bereits heute großes Interesse an der Einführung mobiler Videotelefonielösungen im Gesundheitsbereich. Ärzte und Krankenschwestern können sich damit klinikübergreifend, international und zu jedem Zeitpunkt auch jenseits vom Krankenbett über Bild und Ton austauschen oder einen Expertenrat einholen, ohne weitere Kosten zu verursachen. Zugleich erhöht sich die Effektivität ihrer Absprachen.

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