Digitalisierung 2.0

Mobile Zugriffe weltweit via VPN

Mobile Zugriffe auf Geschäftsanwendungen sind inzwischen Standard. Doch instabile oder wechselnde Netze erschweren den weltweiten Zugriff. Eine Lösung sind VPNs der nächsten Generation, die für stabile Verbindungen sorgen.

VPN-Tunnel

Ein VPN baut einen verschlüsselten Tunnel innerhalb des öffentlichen Internets auf.

Die klassischen Bürojobs mit Anwesenheitszwang und einem Schreibtisch mit Desktopcomputer sind auf dem Rückzug. Das Marktforschungsunternehmen IDC hat bereits vor einiger Zeit vorhergesagt, dass 2020 mehr als 70 Prozent der US-Angestellten ihre Arbeit mit mobilen Technologien erledigen werden. Diese Entwicklung gilt auch für Europa und Deutschland. Deshalb investieren Unternehmen verstärkt in Endgeräte und Apps, vernachlässigen dabei aber häufig Investitionen in die Konnektivität.

„Mobile Arbeit verbreitet sich im Umfeld der digitalen Transformation von Unternehmen,“ betont Christoph Bös von T-Systems, der für Enterprise Mobility verantwortlich ist. „Bei unseren Geschäftskunden sind mobile Apps für Business-Anwendungen eine Selbstverständlichkeit.“ So erhalten Außendienstler durch Mobilgeräte deutlich mehr Komfort bei der Planung von Einsätzen oder der Abrechnung von Fahrtkosten. Die Zahl der mobil arbeitenden Angestellten steigt in allen Berufsbildern stetig.

Mobile Zugriffe auf Geschäftsanwendungen helfen nicht nur den Mitarbeitern, auch der Kundenservice wird besser und zuverlässiger. Zwei Beispiele: Das Verkaufspersonal einer Autovermietung nutzt mobile Geräte, um die Kunden ohne Wartezeiten und Lauferei direkt bei den Fahrzeugen ein- oder auszuchecken. Auch in Krankenhäusern haben mobile Apps die Arbeit verändert. So greifen sie direkt im Krankenzimmer komfortabel auf Patientendaten und Notizen zu und haben mehr Zeit für die Pflege.

Mobile Anwendungen sind häufig geschäftskritisch und müssen in Echtzeit funktionieren. So nutzen beispielsweise die Arbeiter auf dem Flugfeld eines Airports Mobilgeräte, um sich zu ihren nächsten Einsatzbereich leiten zu lassen. Wenn hier die Konnektivität nicht korrekt funktioniert, kommt es zu längeren Wartezeiten für die Flugzeuge, da sie beispielweise verzögert entladen oder betankt werden. Das wiederum führt zu erheblichen Kosten für die Flughäfen und die Fluggesellschaften.

Mobile Zugriffe sind nicht immer störungsfrei

Viele Unternehmen nutzen diese Möglichkeiten. Allerdings kommt es gerade bei mobilen Netzen immer wieder zu Verbindungsstörungen wie etwa beim Roaming zwischen Wifi und Mobilfunknetzen oder bei Überlastung der Netze, etwa bei Großveranstaltungen. Dies kann dann bei geschäftskritischen oder Echtzeitanwendungen wie Skype oder Teams zu erheblichen negativen Auswirkungen auf das Kerngeschäft führen.

Auch aus der Sicht eines Unternehmens ist mobile Arbeit zunächst eine Herausforderung. So kommt es häufig vor, dass die eigene IT-Organisation nur einen schlechten Einblick in die Gerätenutzung hat. Welche Apps die Nutzer einsetzen und auf welche Daten sie zugreifen, ist oft nicht leicht zu erkennen. Zudem sind technische Probleme auf Mobilgeräten nur schwer zu diagnostizieren und zu beheben. Die eingespielten Remote-Zugriffe durch das Support-Desk funktionieren nicht in jedem Fall.

Hinzu kommt ein höheres Risiko für Bedrohungen durch Malware und Phishing, denn Mobilgeräte sind schwieriger zu schützen als Desktopcomputer. Typische Gefahren für mobile Geräte sind gefälschte Apps, die irrtümlich heruntergeladen werden und Malware enthalten. Auch unseriöse Werbeeinschaltungen auf mobilen Webseiten und in Apps führen zu Malware-Angriffen. Eine große Gefahr ist zudem eine Verbindung über fremde Netzwerke, beispielsweise über das WLAN in einem Hotel. Das ist zwar oft komfortabler als Mobilfunk, doch die übertragenen Daten sind nur sehr unzureichend geschützt.

Virtuelle private Netzwerke (VPN) der nächsten Generation

Diese Situation erfordert neue Lösungen, die über bisherige Netzwerktechnologien hinausgehen. Die in den meisten Unternehmen genutzte Lösung ist ein sogenanntes VPN (virtuelles privates Netzwerk). Es baut einen verschlüsselten Tunnel innerhalb des öffentlichen Internets auf. Auf der einen Seite des Tunnels befindet sich das Endgerät, auf der anderen Seite ein VPN-Server. Er leitet die Daten in das interne Netzwerk des Unternehmens weiter.

Hierdurch sind die Daten vom öffentlichen Internet getrennt und der Anwender kann im Prinzip alle Möglichkeiten des internen Unternehmensnetzwerkes auch unterwegs nutzen. Das bedeutet beispielsweise, dass Internetzugriffe via VPN auf dieselbe Weise abgesichert sind wie ein Zugriff von einem Desktopcomputer in einem Büro des Unternehmens. Dies gilt auch für Geschäftsanwendungen und vom Unternehmen genutzte Cloud-Services, die normalerweise nicht über einen Internetanschluss, sondern über direkte Netzverbindungen aufgebaut werden.

Kurz: Ein VPN ist eine weltweit nutzbare Erweiterung des lokalen Unternehmensnetzes auf alle mobilen Geräte vom Smartphone bis zum Notebook. Doch bisher war der Einsatz von VPNs unter Android und iOS, aber auch auf Notebooks kompliziert und nicht immer komfortabel. Neben der Engstelle im Netzwerk, über das ein Mitarbeiter die Verbindung aufbaut, gibt es auch noch mögliche Schwierigkeiten beim VPN-Server – auch er kann überlastet sein.

Stabile Erweiterung des Unternehmens-Netzwerks

Darüber hinaus empfinden viele Anwender die herkömmlichen VPNs ebenso wie die proprietären Alternativsysteme einiger Hersteller  als unkomfortabel. Denn jeder Verbindungsabbruch führt zu erneuter Authentifizierung. Bei mobilen Geräten kommt dies häufiger vor und nicht nur bei Unterbrechungen der Verbindungen durch geringe Signalqualität. So werden beispielsweise Smartphones öfter in den Flugmodus geschaltet, wenn der Mitarbeiter in einem Meeting ist oder die Arbeit für einen kurzen Moment unterbrechen möchte. Dabei ist jedes Mal eine Neuanmeldung notwendig.

„Die Erwartung der IT-Spezialisten, aber auch der Mitarbeiter in den Unternehmen ist eine andere“, sagt Christoph Bös von T-Systems. „Sie wünschen jederzeit verfügbare Anwendungen, eine komfortable Benutzererfahrung und ein problemlos funktionierendes Netzwerk.“ Aus diesem Grunde erhalten die Business-Kunden des IT-Dienstleisters mit Mobile Optimization Pro powered by Netmotion ein softwaredefiniertes VPN der nächsten Generation, dass vor allem für den Wechsel zwischen Mobilfunk und WiFi optimiert wurde.

Die Lösung bietet Ende-zu-Ende-Sicherheit durch einen stets verfügbaren und hochgradig optimierten VPN-Tunnel, der zudem spezielle Funktionen für die IT-Organisation bereithält. So gibt es eine Echtzeit-Diagnosefunktion, mit der Probleme schnell erkannt und behoben werden können. Das Management eines mobilen Endgeräts geschieht wie bei einem Desktopcomputer. Dies bringt eine erweiterte Echtzeit-Sichtbarkeit und Monitoring von Mobilgeräten für Administratoren. Damit wird das VPN zu einem digitalen Kabel zwischen Mitarbeiter und Unternehmen – egal, an welchem Ort er sich befindet.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

 

 

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