Mehr Effizienz und Produktivität

Mobiler Arbeitsplatz: Größte Schwachstelle oft der Nutzer

Im Interview erklärt Jörg Schmidt, Head of B2B PC DACH, Digital Products & Services Company Central Europe bei der Toshiba Europe GmbH, welche Geräteklassen sich für den Mobile Workspace eignen und welche Herausforderungen zugleich mit mobiler Arbeit verbunden sind.

Jörg Schmidt von Toshiba Europe

Jörg Schmidt, Head of B2B PC DACH, Digital Products & Services Company Central Europe bei der Toshiba Europe GmbH

Herr Schmidt, wie gestaltet sich das derzeitige Interesse in deutschen Unternehmen am mobilen Arbeiten? Und inwieweit sind entsprechende Konzepte bereits umgesetzt?
Jörg Schmidt:
Das Interesse in deutschen Unternehmen am mobilen Arbeiten ist ungebrochen – Tendenz weiterhin steigend. Arbeitgeber können sich nicht nur über das Angebot moderner, flexibler Arbeitsmodelle als innovatives Unternehmen präsentieren. Vielmehr sorgt die Integration mobiler Arbeitsplätze zudem für mehr Effizienz, Produktivität und niedrigere Kosten im Geschäftsalltag über sämtliche Unternehmensgrößen hinweg. Eine ganze Reihe an Unternehmen hat bereits seine Mitarbeiter mit mobilen Rechnern ausgestattet, sei es für die Arbeit im Home Office oder für Angestellte, die viel auf Reisen sind.

Welche Branchen bzw. Personengruppen sind hier ganz vorne mit dabei – und warum?
Schmidt:
Der mobile Workspace hat mittlerweile in nahezu allen Branchen Einzug gehalten. Ganz vorne dabei sind das Banken- und Versicherungswesen, Unternehmensberatungen und die Gesundheitsbranche. Aber auch in den Bereichen Industrie und Automatisierung oder in Behörden hat sich das mobile Arbeiten bereits etabliert. Notebooks sind in erster Linie für Mitarbeiter prädestiniert, die einen großen Teil ihres Geschäftsalltags unterwegs sind, wie dies beispielsweise bei Außendienstlern der Fall ist. Weiterhin kommen mobile Rechner vor allem in Organisationen zum Einsatz, deren Mitarbeiter generell – nicht nur der Vertrieb – viel von unterwegs aus oder im Home Office arbeiten.

Welche Chancen bringt ein „Mobile Workspace“ grundsätzlich sowohl für den Arbeitgeber als auch -nehmer mit sich?
Schmidt:
Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber haben die neue Flexibilität im Arbeitsalltag zu schätzen gelernt. Der Arbeitnehmer profitiert von flexibleren Arbeitsmodellen, die z.B. Home-Office-Zeiten integrieren. Zudem verliert er, auch wenn er viel unterwegs ist, nicht unnötig Zeit. Denn er kann von überall auf seine Daten zugreifen und auch im Zug, Flugzeug oder zwischen Meetings effizient mit dem mobilen Gerät arbeiten. Das Unternehmen wiederum profitiert von einer höheren Produktivität seiner Mitarbeiter. Auch die Service-Kosten fallen mit einem einzigen mobilen Gerät pro Mitarbeiter niedriger aus als die Einrichtung eines Arbeitsplatzes mit unterschiedlichen Komponenten wie PC, Monitor und Tastatur.

Welche Geräteklassen sind für den Einsatz am „Mobile Workspace“ geeignet – welche weniger?
Schmidt:
Besonders beliebt in Unternehmen sind flexible Hybrid-Modelle, die Mobilität und Produktivität in einem einzigen Gerät vereinen. Leistungsstarke 2-in-1-Notebooks mit Displaygrößen zwischen 12 und 14 Zoll bieten dem Nutzer maximale Flexibilität. Desweiteren zeichnen sie sich durch ein schlankes Design, eine kompakte Größe, lange Akkulaufzeiten und leichtes Gewicht aus. Wer viel unterwegs ist, weiß die Vorzüge eines 2-in-1-Geräts zu schätzen. Geräte mit Displaygrößen ab 15 Zoll eignen sich wiederum in erster Linie für Anwender, die viel im Büro arbeiten und ihr Notebook nur ab und zu unterwegs nutzen.

Welche Herausforderungen bringt das mobile Arbeiten zugleich mit sich?
Schmidt:
Mit dem zunehmenden Fokus auf den mobilen Arbeitsplatz wachsen vor allem die Anforderungen an die Arbeitgeber in Bezug auf die IT-Sicherheit und das zentrale Managing. An dieser Stelle ist die IT-Abteilung gefordert. Sie muss gewährleisten, dass die IT-Struktur und die Arbeitsgeräte ein sicheres mobiles Arbeiten ermöglichen. Hierfür ist ein adäquates Business-Notebook notwendig. Die Hardware sollte einfach zu bedienen, leistungsstark und dabei möglichst leicht zu transportieren sein. Zudem ist eine möglichst lange Akkulaufzeit von Vorteil. Gleichzeitig sollte das Gerät über die notwendigen Security-Funktionen verfügen, um digitalen Bedrohungen standzuhalten. Grundlegende Sicherheits-Features wie Passwort- und Anti-Viren-Schutz sollten dabei selbstverständlich sein. Hinzu kommen neueste Entwicklungen wie Fingerabdruckleser oder die Gesichtserkennung über eine IR-Kamera. Zudem gilt: Während sich die Technologie stetig weiterentwickelt, um Anwender und Daten optimal zu schützen, ist die größte Schwachstelle oftmals der Nutzer, der ein unsicheres Passwort wählt oder leichtsinnig mit Daten umgeht. Schulungen zur Sensibilisierung der Mitarbeiter für IT-Sicherheit erweisen sich daher zur Vorbeugung als essenziell.

Welche Rolle spielen Cloud-Services beim mobilen Arbeiten?
Schmidt:
Cloud-Services spielen beim mobilen Arbeiten eine sehr große Rolle. Laut einer Studie von Bitkom Research ist das Vertrauen der Nutzer in die Cloud im letzten Jahr noch einmal deutlich gestiegen, und Organisationen verlagern ihre Unternehmens-IT zunehmend in die Cloud. Dennoch sind auch hier häufig noch Sicherheitsbedenken an der Tagesordnung. In diesem Zusammenhang spielen cloud-basierte Lösungen wie Zero Clients eine wichtige Rolle. Sie lassen sich nicht nur komfortabel verwalten, sondern gewährleisten gleichzeitig eine umfassende Datensicherheit. Mit Zero Clients können Mitarbeiter alle anfallenden IT-Aufgaben erledigen, ohne dass Daten auf dem Gerät selbst gespeichert werden. Sämtliche Informationen stehen über die Cloud zur Verfügung – das Gerät selbst verfügt über keinen lokalen Speicher. Zero-Client-Lösungen sorgen letztlich für ein neues Level an Sicherheit, Mobilität und einfacher Verwaltung für die IT-Abteilung.

Bildquelle: Toshiba

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