Mobile Mitarbeiter absichern

Mobiler Schutzengel für die Mitarbeiter

Mitarbeiter, die nicht direkt im Blickfeld des Chefs arbeiten, werden des Öfteren mal vergessen, doch auch sie stehen unter der Fürsorgepflicht des Unternehmens. Durch eine neue App soll bei einem Notfall unterwegs der Informationsfluss zwischen mobilen Mitarbeitern und den Kollgen gesichert wreden.

Mobiler Schutzengel für die Mitarbeiter

Eine neue App soll die Kommunikation zwischen Unternehmen und mobilen Mitarbeitern sichern, falls ein Notfall eintritt.

Arbeitgeber sind zur Fürsorge gegenüber ihren Beschäftigten verpflichtet. Das heißt, sie müssen in ausreichendem Maße dafür Sorge tragen, dass ihre Mitarbeiter vor möglichen Gefahren, die im Zusammenhang mit ihrer beruflichen Tätigkeit auftreten können, geschützt sind. Umso wichtiger ist es, zu wissen, wo das eigentlich wertvollste Asset eines Unternehmens sich gerade befindet – vor allem in Zeiten, in denen immer mehr Menschen ohne enge oder direkte Aufsicht arbeiten.

Everbridge, ein Anbieter von Critical-Event-Management-Lösungen (CEM), benennt fünf verschiedene Typen an „Einzelkämpfern“ und erklärt, wie sie im Notfall am besten geschützt werden können.

Zu diesen Einzelkämpfern zählen:

  • Mitarbeiter im Transportwesen, wie LKW-Fahrer, die häufig auf der Straße unterwegs sind
  • Geschäftsreisende, die im Rahmen ihrer Arbeit oft mit Flugzeug oder Bahn in anderen Städten oder Ländern unterwegs sind
  • Mobile Mitarbeiter, zum Beispiel Gesundheits- oder Pflegepersonal, das Patienten zu Hause besucht, oder auch Vertriebsmitarbeiter mit Kundenkontakt
  • Mitarbeiter in Sonderschichten, wie beispielsweise Sicherheitspersonal, das auch nachts oder am Wochenende arbeitet
  • Mitarbeiter, die normalerweise alleine und ohne direkte Beaufsichtigung arbeiten, etwa an Tankstellen

Diese Menschen arbeiten während ihres Arbeitstages kontinuierlich oder zu verschiedenen Zeiten allein. Das bringt neue Herausforderungen mit sich: Unternehmen müssen ihre Sorgfaltspflicht neu definieren und Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter jederzeit zu gewährleisten. Die Lösung Safety Connection ist eine mögliche Anwendung, um Unternehmen bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Mit ihr sollen Mitarbeiter lokalisiert werden können, egal ob sie geschäftlich reisen, auf dem Weg zu einem Kundentermin sind oder von einem Bürogebäude ins andere wechseln. Jedes Mal, wenn sich jemand in das Unternehmensnetz einloggt, eine Zugangskarte durchzieht oder die mobile Everbridge-App verwendet, können diese Informationen von Safety Connection erfasst werden. Die Datenpunkte sollen kontinuierlich mit Reisemanagement- oder Planungssystemen verglichen werden können, um den letzten bekannten oder erwarteten Standort der Person zu ermitteln, angeblich jedoch ohne ihre Privatsphäre zu verletzen. Die Informationen würden zudem allen Beteiligten in Echtzeit übermittelt, so dass im Notfall schnell gehandelt werden kann. Mit Hilfe der bidirektionalen Kommunikation könne der Mitarbeiter den Empfang einer Warnmeldung bestätigen, Bescheid geben, dass er sich in Sicherheit gebracht hat, oder Unterstützung anfordern.

Praxisbeispiel Rackspace

Wie solch ein Notfallmanagement in der Praxis aussehen kann, zeigt der Managed Hosting Provider Rackspace. Mark Terry, Director of Enterprise Security bei Rackspace, erklärt: „Teil unserer Verantwortung ist es natürlich auch, uns um unsere Mitarbeiter zu kümmern, während sie sich außerhalb der Büros aufhalten. Wir haben viele ‚Racker‘, deren Tätigkeit häufiges Reisen mit sich bringt. Daher müssen wir in der Lage sein, uns im Rahmen unseres Fürsorgepflichtpakets um diese Menschen zu kümmern – ganz egal, ob sie im Inland oder international unterwegs sind. Dass das Konzept funktioniert, hat uns der Terroranschlag von London 2017 eindrucksvoll gezeigt. Wir konnten eine Botschaft an alle Mitarbeiter senden, die gerade in Großbritannien – und insbesondere in London – unterwegs waren. Auf diese Weise war es uns möglich, ihnen schnell aktuelle Informationen über die Lage zukommen lassen und ihnen zu sagen, dass sie Schutz suchen und sich von den Gefahren fernhalten sollen. Unser Sicherheitsteam erhielt innerhalb von nur acht Minuten von sämtlichen Betroffenen – einschließlich unseres Chief Security Officer – eine Rückmeldung mit der Nachricht, dass sie alle sicher waren.“
Bild: Gettyimages/iStock

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