Mobile Fakten rund um Internet und Telekommunikation

Mobiles Business in China

MOBILE BUSINESS blickt ins Ausland und sammelt mobile Fakten – diesmal aus und über China.

Kürzlich hat China die Vereinigten Staaten als größten Mobilfunkmarkt überholt und wird künftig mit lokal produzierten Smartphones Herstellern wie Apple und Samsung Konkurrenz machen.

Das bevölkerungsreichste Land der Welt ist gleichermaßen für seine strenge Ein-Kind-Politik und in Smog versinkende Städte wie für die 8.850 Meter lange Mauer und das in Europa beliebte chinesische Essen bekannt. Erst kürzlich hat China die Vereinigten Staaten als größten Mobilfunkmarkt überholt und wird künftig mit lokal produzierten Smartphones Herstellern wie Apple und Samsung Konkurrenz machen. MOBILE BUSINESS hat einen Blick in das Reich der Mitte geworfen und einige mobile Fakten zusammengetragen. 

  • In China gibt es drei lokale Suchmaschinen: Mit einem Marktanteil von rund 60 Prozent dominiert Baidu. Dahinter folgen Quiho 360 mit 29 Prozent und Sogou mit 12,8 Prozent. Hinter Baidu Baike verbirgt sich eine Enzyklopädie – ähnlich Wikipedia –, in der angemeldete Mitglieder einen Artikel schreiben oder bearbeiten können (Änderungen müssen allerdings von einem Moderator freigegeben werden).

  • Weil Chinesen am liebsten Produkte kaufen, die aus China stammen, erfahren inländisch produzierte Smartphones von bislang eher unbekannten Herstellern wie Oppo, Meizu, Coolpad, OnePlus oder Xiaomi einen Hype. Gutes Design und Software zu einem erschwinglichen Preis ist das Motto – als Vorbilder dienen vielfach Apple- und Samsung-Geräte.

  • Angebote wie Facebook, Twitter oder die Google-Suche sind in China routinemäßig blockiert. Bislang ließ sich die Zensur aber durch kostenpflichtige VPN-Dienste, die mit einer speziellen Software eine verschlüsselte Verbindung zu einem Server im Ausland herstellen (z.B. von Astrill oder Golden Frog) umgehen. Die Zensoren wollen diese künftig mit verbesserten technischen Maßnahmen stören.

  • Mitte 2014 verfügten lediglich 200 Millionen Chinesen über Zugang zu Breitbandanschlüssen. Vor allem die ländliche Versorgung mit Breitbandinternet ist noch schlecht: Fast 50 Prozent der Bevölkerung leben außerhalb der gut ausgestatteten Metropolen.

  • Mit Tianhe-2 steht China derzeit an der Weltspitze der Super­computer – zum dritten Mal in Folge. Die Anlage wird mit 33,86 Petaflops an der National University of Defense Technology in Guangzho betrieben. Inzwischen ist China mit 76 Supercomputern in den „Top 500“ vertreten (Stand Juni 2014).

  • Der chinesische Internetkonzern Alibaba testete Anfang dieses Jahres die Auslieferung per Drohne und lieferte Kunden in Großstädten Tee aus der Luft.
    Der Test beschränkte sich aufgrund strenger Regeln für ­den chinesischen Luftraum auf nur wenige Tage.
    Die Regierung erlaubt den Einsatz ziviler Drohnen nur in gewissen Fällen, etwa für Rettungseinsätze. Eine Bäckerei hingegen musste ihr Vorhaben, auf diese Weise Kuchen auszuliefern, aufgeben.

  • Mehr als 600 Millionen Menschen gingen im letzten Jahr in China mindestens einmal am Tag online. Zum ersten Mal nutze die Mehrheit dafür nicht mehr einen Desktopcomputer, sondern ein mobiles Gerät.

  • Am 11.11, dem Singles Day, werden in China Umsatzrekorde im Onlineshopping gebrochen. Dabei war die ursprüngliche Idee hinter dem bedeutungsvollen Datum, das nur aus Einsen – Singles – besteht, eine ganz andere: In den Neunzigern begannen Studenten ohne Partner, sich gegenseitig Geschenke zu machen. Inzwischen haben Händler diesen Tag zu einem gigantischen Verkaufsevent mit hohen Rabatten aufgezogen.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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