AirDroid

Mobiles Gerätemanagement unter Windows

„Mobile Device Management“ im Kleinformat bietet die System-App AirDroid, jetzt auch mit Clients für Desktoprechner.

Mobilgeräte sind inzwischen wahre Speicherwunder. Da Android-Geräte oft einen MicroSD-Einschub besitzen, können sie zu günstigen Preisen aufgerüstet werden. Selbst Highend-Karten von Markenherstellern mit einer Kapazität von 128 Gigabyte sind für weniger als 100 Euro auf dem Markt zu finden.

Kurz: Tausende Fotos, hunderte Videos und ganze Dokumentbibliotheken finden problemlos Platz auf dem Smartphone. Hinzu kommen dann noch die ganzen Kontakte, wichtige Termine und natürlich aberdutzende Apps. Doch es ist nicht so einfach, diese Unmenge an Daten und Dateien auf einem relativ kleinen Touchdisplay zu verwalten.

Clients für Windows und Mac

Eine Lösung für dieses Problem ist ein Device Manager wie AirDroid 3. Mit der App kann via WLAN oder Mobilfunk auf das Smartphone zugegriffen werden - von jedem Browser aus. Dort erscheint der AirDroid-Desktop mit Symbolen für den Zugriff auf Musik, Fotos, Videos, Apps und so weiter.

Eine flotte Alternative zum Einsatz der Webapp ist der native Windows- oder Macintosh-Client, der den Zugriff auf Dateien, SMS, Kontakten und Anruflisten erlaubt. Bei Geräten mit Root-Zugriff Funktioniert auch das Feature „AirMirror“, bei dem der Bildschirminhalt des Androiden im Client angezeigt und mit der Maus gesteuert werden kann.

Außerdem werden eingehende Anrufe am Desktoprechner angezeigt. Der Nutzer kann nun den Anruf ablehnen, annehmen oder mit einer Nachricht antworten. Für das eigentliche Gespräch ist jedoch das Smartphone notwendig, eine Anrufumleitung auf den PC ist (noch) nicht vorgesehen.

Ein AirDroid-Anwender kann darüber hinaus SMS-Nachrichten versenden, Fotos anzeigen, Klingeltöne und Musik verwalten, Dateien löschen oder kopieren und Kontakte bearbeiten, hinzufügen oder entfernen. Zudem kennt die App eine Möglichkeit zum Suchen, Sperren oder Löschen eines verlorenen Smartphones.

Funktionen wie bei MDM-Tools

Neben den erwähnten Zusatzfunktionen gibt es eine Möglichkeit, die Verbindung nicht nur über WLAN, sondern auch über den Mobilfunk aufzubauen. Dies erlaubt den Einsatz der hilfreichsten Funktion: „Find Phone“. Nach der Lokalisierung kann eine Meldung oder ein Tonsignal an das Smartphone geschickt werden.

Außerdem gibt es die Funktionen „Remote Lock“ und „Remote Wipe“, mit denen das Smartphone gesperrt oder gleich ganz gelöscht werden kann. Eine weitere interessante Funktion ist “Remote Camera”. Damit kann die Kamera über die AirDroid-Oberfläche aktiviert und bedient werden.

Die Bilder der Kamera werden in Echtzeit zum Browser übertragen. Ein Bild wird einfach mit einem Mausklick geschossen und anschließend direkt auf dem lokalen Computer heruntergeladen. Diese Funktion ist aber nur aktiv, wenn sich Mobilgerät und Desktop-PC für den Zugriff im selben (W)LAN befinden.

Alle diese Funktionen können in vollem Umfang nur genutzt werden, wenn der Anwender auf web.airdroid.com mit Namen und Kennwort registriert ist. Sollte dies nicht gewünscht sein, so kann immerhin noch eine eingeschränkte Version von Airdroid genutzt werden, bei der die Android-App als interner Webserver agiert. Grundsätzlich ist der Dienst kostenlos. Ein Premiumzugang bringt für etwa 20 € im Jahr Dollar im Jahr unbegrenzte Dateitransfers und die gleichzeitige Unterstützung von bis zu sechs Mobilgeräten.

Bildquelle: Thinkstock

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