App-Ökonomie

Mobiles Videostreaming im Trend

Die Umsätze mit Apps wachsen und wachsen. Vor allem Games und Videostreaming sorgen für eine Vervielfachung der Umsätze.

Mobiles Videostreaming liegt im Trend

Mobiles Videostreaming liegt im Trend

Trotz einer leichten Konsolidierung des Smartphone-Markts gibt es in der App-Ökonomie keinen Grund für Katzenjammer: Die Verbraucherausgaben in den Appstores wachsen fünfmal schneller als die globale Wirtschaft. App-Anbieter werden in diesem Jahr wohl etwa 122 Milliarden Dollar Umsatz machen, prognostizieren die Marktforscher von App Annie.

Das ist allerdings nur ein Bruchteil des Gesamtwachstums der App-Ökonomie. Das größte Wachstum der Umsätze durch In-App-Werbung und -Käufe (etwa Uber, Starbucks, Amazon), die außerhalb der App-Stores getätigt werden. Den größten Umsatzanteil am Gesamtmarkt haben dabei Games mit etwa 60 Prozent. Das wird die Spielehersteller freuen, denn Mobile Gaming treibt den Markt an und ist der schnellst wachsende Bereich bei Computerspielen.

Streaming-Dienste wachsen stürmisch

Ebenfalls stürmisches Wachstum zeigt das Streaming auf YouTube, TikTok und vergleichbaren Apps oder Plattform. Dabei verzeichnen die Statistiken von App Annie unglaubliche Steigerungen. So hat sich die Gesamtzeit für Videostreaming pro Gerät in den letzten drei Jahren verdoppelt. Die globalen Verbraucherausgaben für Entertainment-Apps werden sehr bald im Vergleich zu 2016 um sagenhafte 520 Prozent angewachsen sein. Der Löwenanteil geht dabei auf Abos von Netflix, Hulu und Amazon Prime zurück. Die fünf größten Services verdienen damit 2018 2,2 Milliarden Dollar.

Bei der Monetarisierung ihrer Apps setzen die Anbieter zunehmend auf mobile etwa Theisen und, ein Ende des Wachstums in diesem Bereich ist trotz des Nervfaktors nicht abzusehen. So sind die durch In-App-Werbung erwirtschafteten Umsätzen von 2017 auf das letzte Jahr um 30 Prozent gewachsen. App Annie erwartet für Ende dieses Jahres ein Wachstum von 60 Prozent.

Abseits der rein wirtschaftlichen Zahlen konnte er Penny im letzten Jahr auch einige interessante Fakten ermitteln. So gab es 2018 194 Milliarden Downloads weltweit und der durchschnittliche Nutzer verbrachte etwa drei Stunden am Tag am Smartphone. Dabei ist vor allem Shopping recht beliebt. Laut den Marktforschern verbrachten die Nutzer auf der ganzen Welt im letzten Jahr gut 18 Milliarden Stunden in Shopping-Apps. Das ist ein Anstieg um 45 Prozent im Vergleich zur letzten Erhebung von 2016. Vergleichbar stürmisch war das Wachstum bei den Verkaufszahlen im E-Commerce.

WhatsApp führt die Beliebtheitsskala an

Doch die beliebteste App-Kategorie ist immer noch Social Media. Die weltweiten Nutzer nutzen Facebook und Co. Etwa 27 Milliarden stundenlang, davon entfällt ungefähr die Hälfte auf soziale Netzwerke im engeren Sinne und die andere Hälfte auf Messenger. Beliebteste App 2018: WhatsApp, dass Facebook auf den zweiten Platz verweisen konnte.

Weitere große Wachstumsbereiche der App-Ökonomie sind Lieferservices. Der mobile Kauf von Essen und Getränken durch Apps stieg um 150 % seit 2016. Und auch Finanz-Apps sind ein verlässlicher Umsatzbringer. 3,7 Milliarden von ihnen wurden letztes Jahr heruntergeladen, 90 % mehr als vor zwei Jahren. Nach Geld kommt Liebe, sodass die Dating-Apps ebenfalls ein starkes Wachstum hinlegen konnten: die Umsätze damit stiegen um 190 Prozent.

Verdreifacht dagegen hat sich die Nutzung von Gesundheits- und Fitness-Apps. Sie sind allerdings weltweit beliebter als in Deutschland, das deutlich unterhalb des Durchschnitts liegt. Interessant dabei: Die Nutzung dieser Apps steigt nicht nur in den entwickelten Märkten, sondern auch in aufstrebenden Ländern wie China, Brasilien, Indien oder Indonesien. Sie schließen damit auch in der App-Ökonomie zu den typischen Trends der ehemaligen Ersten Welt auf.

Bildquelle: Thinkstock

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