Automatisierungstechnik

Mobilisierung von Mensch und Maschine

Mobile Endgeräte sind längst kein Fremdkörper mehr in der Produktionswelt – dies beweist das zunehmende Angebot spezieller Apps, die etwa Teile des Produktions-Management-Prozesses abbilden können.

Die Automatisierungstechnik steht mit dem „Internet der Dinge“ vor einem Umbruch: Ob Anlage, Maschine, Produktionsteil oder Fertigprodukt – jede „Sache“ in der Produktion wird dann mit einer eigenen IP-Adresse ausgestattet sein und kann mit den anderen „Dingen im Internet“ kommunizieren. Der Einzug des Webs in Produktionsumgebungen bietet ungenutzte Optimierungspotentiale im Bereich der Mobilität. Neben Sensationsentwicklungen wie virtuellen Fabriken oder Apps für die Anlagensteuerung bringen auch Webplattformen zur Prozesssteuerung von menschlicher Information und Kommunikation eine wertgenerierende Neuerung im mobilen Fabrikalltag.

Zeiteffizienz in der Produktion

Oftmals unbekannt sind die Zeiten, die im Betrieb für unproduktive Informationstätigkeiten außerhalb der Produktionshallen aufgewendet werden: zum Beispiel die Dokumentation erbrachter Schritte zur Gefahrenprävention,
Unterweisungen inklusive Nachweise oder auch Prozessdokumentationen für Audits. Diese Aufwände gehen in der Regel zulasten der Bruttoarbeitszeit. Unter Ausnutzung intelligenter Webtechnologien, etwa von der Fasihi GmbH, die dank ihrer Plattformunabhängigkeit von diversen mobilen Gerätetypen bedienbar sind, können solche Aufgaben automatisiert werden. Durch den Wegfall manueller Informations-, Kommunikations- und Dokumentationstätigkeiten einerseits und der Entkoppelung dieser Tätigkeiten von Schreibtisch und Meetingräumen können sich die Mitarbeiter wieder auf ihre Aufgaben im Produktionsprozess konzentrieren.

Wegfall von Wegezeiten

Über den Einsatz mobiler Endgeräte können Mitarbeiter von jedem beliebigen Platz in der Produktion Dokumente und Informationen abrufen, ohne eine Vielzahl von isolierten, vielleicht auch unbekannten Apps installieren zu müssen. Eine zentrale Plattform, die dem einzelnen Mitarbeiter Dokumente, Informationen und Prozesse personalisiert und unabhängig vom Arbeitsort zur Verfügung stellt, bietet eine neue Stufe der Mobilität: So kann etwa vom Tablet aus überprüft werden, ob Aufgaben für laufende Zertifizierungen oder Unterweisungsdokumente zur Kenntnisnahme anstehen oder wie die eigene Schichteinteilung der kommenden Wochen aussieht. Auch der Zugriff auf Informationen zum Umgang mit sensiblen Materialien oder Gefahrstoffen ist möglich.

Zudem ist die heutige Mitarbeitergeneration aus dem privaten Umfeld in der Regel bestens mit mobilen Endgeräten wie Smartphones, Tablet-PC, Laptops oder Netbooks vertraut. Der Einsatz moderner Technologien im beruflichen Umfeld kann so die Produktionsarbeit für den Mitarbeiter aufwerten und ihn zusätzlich motivieren. Um die Einführung einer mobilen Arbeitsweise erfolgreich zu gestalten, gilt es einige Dinge zu beachten. Entscheidend dabei ist die Akzeptanz der Mitarbeiter: Auch wenn die Bedienung von Smartphones und Co. aus dem privaten Umfeld vertraut ist, muss noch das Bewusstsein für ihre Nutzung als Arbeitsmittel im Zuge eines übergreifenden Change-Management-Prozesses geschaffen werden. Die aktive Kommunikation von Vorteilen und Regeln ist genauso erforderlich wie schrittweise technische Schulungen, die die Mitarbeiter nicht überfordern.

Eine Herausforderung anderer Qualität stellt gerade bei Bring-your-own-Device-Szenarien  die Sicherheit der Daten dar, auf die zugegriffen wird. Hierzu ist die Einbindung der eigenen IT-Abteilung unerlässlich. Diese muss die technischen Rahmenbedingungen planen – nicht nur im Bereich der Hardware und Sicherheitsausstattung, sondern auch durch die Ausstattung der Produktionshallen mit WLAN-Infrastruktur.

Bildquelle: Thinkstock/ iStockphoto

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