Hafenlogistik: Im Gespräch mit Ulrich Baldauf, Hamburg Port Authority

Mobility-Projekt am Hamburger Hafen

Im Interview berichtet Ulrich Baldauf, Leiter IT-Strategie bei der Hamburg Port Authority (HPA), über Anforderungen und Ziele zweier Mobility-Projekte mit Partnern wie Microsoft oder der Telekom am Hamburger Hafen.

„Mit dem Einsatz von mobilen Lösungen können wir über mobile Clients online georeferenzierte Hindernisse und Maßnahmen auf dem Wasser erfassen oder ändern“, erklärt Ulrich Baldauf.

Herr Baldauf, welche Mobilitätsstrategie verfolgt Ihr Unternehmen und wie setzen Sie diese um?
Ulrich Baldauf:
Mit unserer Mobilitätsstrategie verfolgt die HPA das Ziel, verschiedene Formfaktoren und Gerätetypen vom Heimarbeitsplatz bis zur Nutzung von Smartphones zu integrieren. Dabei setzen wir ein breites, adressatengerechtes Angebot an mobilen Diensten vom Mailzugriff bis zur Anbindung von Fachverfahren um. Die Plattform für unsere Mobilitätsstrategie basiert auf Microsoft-Produkten.
 
Vor knapp einem Jahr führte die HPA die Lösung Microsoft Office 365 Proplus ein – warum entschlossen Sie sich für diesem Schritt?
Baldauf:
Die Komplexität des Managements sowie die Nutzung des Office-Paketes sollten reduziert werden. Zudem wollten wir auf die zukünftigen Entwicklungen vorbereitet sein.
 
Wie konnten dadurch Prozesse und Aufgaben – gerade im Hinblick auf die mobile Zusammenarbeit im Logistikbereich – vereinfacht werden?
Baldauf:
Durch den Einsatz mobiler Technologien konnten wir Prozesse vereinfachen und beschleunigen. So können wir beispielsweise über mobile Clients online georeferenzierte Hindernisse und Maßnahmen auf dem Wasser erfassen oder ändern. Diese erfassten Daten werden dann in Echtzeit den Verantwortlichen in der Nautischen Zentrale und den Lotsen auf kartenbasierten Tools zur Verfügung gestellt. So können wir schneller und akkurater arbeiten.
 
Welche mobilen Endgeräte sind im Einsatz? Und warum sind diese prädestiniert für den Einsatz im Hamburger Hafen?
Baldauf:
Bei der HPA sind Smartphones und Tablets mit Microsoft-Technologie im Einsatz. Die Smartphones werden im Wesentlichen zur Mail- und Terminkoordination sowie für Managementinforma-
tionen genutzt. Über Tablets wird hauptsächlich im Feld bei der 
Erfassung und Kontrolle von Daten gearbeitet wie etwa Bau-stellen oder Bäume und Grünanlagen. Diese Geräte sind – abhängig von der Nutzung – zum Teil wassergeschützt und stoßsicher.
 
Auch mit der Deutschen Telekom und SAP startete die HPA Ende 2012 ein gemeinsames Pilotprojekt namens „SmartPORT logistics“ – konkret wurde eine übergreifende IT-Plattform geschaffen, die mit mobilen Applikationen kombiniert wurde. Wie ist der aktuelle Stand des Projektes?
Baldauf:
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Pilotphase, bringen wir das Produkt derzeit zur Marktreife.
 
Worauf wurden Schwerpunkte gelegt?
Baldauf:
Dieses Projekt gliedert sich in unserer Mobilitätsstrategie ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Verknüpfung von Verkehrsinformationen unserer internen Systeme mit externen IT-Systemen, um diese – beispielsweise über eine mobile App – den Verkehrsteilnehmern abhängig von deren Position und Ziel zur Verfügung zu stellen.
 
Das übergeordnete Projektziel lautet(e), den Verkehr und Logistikabläufe zu optimieren – welche Erfolge können Sie bereits vorweisen?
Baldauf:
Der Pilot hat bereits gezeigt, dass die Stauzeiten reduziert werden können.
 
Was waren Schwierigkeiten beziehungsweise Herausforderungen während der Projektphase? Wie wurden diese zielführend bewältigt?
Baldauf:
Eine Herausforderung ist sicherlich die Kommunikation in die LKW hinein. Diese muss anwendergerecht und vielfältig sein.
 
Inwiefern planen sie in Zukunft, weitere mobile Services im Logistikbereich am Hamburger Hafen einzusetzen? Stehen neue Projekte in den Startlöchern oder werden bereits umgesetzt?
Baldauf:
Es gibt neue Projekte, über die neue Services bereitgestellt werden sollen. So sollen unter anderem die Verkehrsinformationen verkehrsträgerübergreifend kombiniert, analysiert und kommuniziert werden.

 

Hamburg Port Authority

Die Hamburg Port Authority (HPA) betreibt seit 2005 ein zukunftsorientiertes Hafenmanagement aus einer Hand. Als Anstalt des öffentlichen Rechts ist die HPA verantwortlich für die effiziente, ressourcenschonende und nachhaltige Vorbereitung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen im Hafen.

Die HPA ist Ansprechpartner für alle Fragen der wasser- und landseitigen Infrastruktur, der Sicherheit des Schiffsverkehrs, der Hafenbahnanlagen, des Immobilienmanagements und der wirtschaftlichen Bedingungen im Hafen. Dazu stellt die HPA die erforderlichen Flächen bereit und übernimmt alle hoheitlichen Aufgaben und hafenwirtschaftlichen Dienstleistungen.

www.hamburg-port-authority.de

 

 

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