Anspruch an Business-Geräte

Nahtlose Kollaboration gewünscht

Bei der Weiterentwicklung von Business-PCs geht der Fokus weg von der reinen Technologie und hin zum Nutzererlebnis. Doch wie werden die Wünsche und Erwartungen der Anwender am besten erfüllt?

Frau mit Notebook

Mitarbeiter erwarten heute, dass PCs sie in ihrem ganz individuellen Arbeitsfluss unterstützen.

Bis dato war die Weiterentwicklung von Business-PCs vor allem technologiegetrieben. Egal, ob es um Desktop-PCs, Notebooks, Tablets oder Convertibles ging – technologische Innovationen sorgten bei den Endgeräten für immer mehr Leistung: schnellere Prozessoren, größere Speicher, schärfere Displays, längere Akkulaufzeiten, schnellere Verbindungen. Dieser Ansatz verliert nun aber zunehmend an Wirksamkeit. Der Grund dafür sind die gestiegenen Erwartungen der Mitarbeiter an die User Experience. Business-PCs dürfen künftig nicht mehr nur mit der reinen Technologie punkten, sondern müssen ein optimales Nutzererlebnis bieten. Technologie rückt dadurch in den Hintergrund. Sie ist nicht länger Selbstzweck, sondern fungiert lediglich als Mittel zum eigentlichen Zweck, nämlich die Wünsche und Erwartungen der Anwender zu erfüllen. Dabei lassen sich drei zentrale Anforderungen identifizieren. Die Mitarbeiter wünschen sich, dass ihre PCs jederzeit und unmittelbar einsatzbereit sind, sie personalisiert unterstützen und ihnen eine nahtlose Kollaboration ermöglichen.

Schnell und proaktiv einsatzbereit

Die sofortige Einsatzbereitschaft von PCs fängt bei Mobilgeräten mit der Stromversorgung an: Lange Ladezeiten bremsen die Mitarbeiter in ihrer Produktivität aus. Hersteller arbeiten deshalb derzeit an Technologien, die es künftig ermöglichen werden, ein System binnen 15 Minuten für eine ganztätige Akkulaufzeit aufzuladen. Wesentlich für die Einsatzbereitschaft von PCs ist zudem eine optimale Netzverbindung. Um sie zu gewährleisten, werden besonders die mobilen Geräte künftig mit einem intelligenten Switching ausgestattet sein, das die verfügbaren Netze kontinuierlich hinsichtlich Signalqualität und Bandbreite analysiert und die Geräte automatisch mit dem besten vorhandenen Netzwerk verbindet. Dieser Aspekt wird vor allem mit dem Start der neuen Mobilfunkgeneration 5G von großer Bedeutung sein.

Weiter erhöhen lässt sich die Einsatzbereitschaft, indem die PCs proaktiv agieren, beispielsweise mithilfe von Näherungssensoren, wie sie etwa Dell Technologies in seinen Geräten verbaut. Diese Sensoren erkennen, wenn sich Benutzer den PCs nähern. Die Systeme wecken sich dann selbst auf, scannen die Gesichter automatisch für das Login und melden sie an, wenn die Personen dazu berechtigt sind. In Kombination mit Wireless-Charging- und -Docking-Technologien können die Systeme dabei auch gleich die Peripherie vorbereiten und im Falle von Mobilgeräten das Aufladen der Akkus starten.

KI optimiert Systeme individuell

Darüber hinaus müssen PCs künftig jeden Mitarbeiter in seinem ganz individuellen Arbeitsfluss gezielt unterstützen. Dazu gehört etwa, dass er sich voll und ganz auf seine Arbeit konzentrieren kann, wenn er gerade kreativ tätig ist und Inhalte erstellt. Bereits eine Ablenkung von gerade einmal 30 Sekunden, das zeigen die Erfahrungen, kann einen User für bis zu zehn Minuten aus seinem Arbeitsablauf herausreißen. Deshalb werden künftige PCs so einstellbar sein, dass bestimmte Anwendungen – etwa Benachrichtigungen – auf „hold“ gesetzt werden, bis der Nutzer einen bestimmten definierten Task abgeschlossen hat.

Zudem werden sich PCs auch schon bald selbstständig für jeden Endnutzer individuell optimieren. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) werden sie Netzwerk-, Rechen- und Grafikleistung automatisch so aufeinander abstimmen, dass die spezifischen Anwendungen und Tätigkeiten des Nutzers bestmöglich unterstützt werden. Eine wichtige Rolle für die Personalisierung spielen außerdem die Eingabemöglichkeiten. Die Systeme werden deshalb so gestaltet sein, dass die Nutzer je nach Präferenz nahtlos zwischen verschiedensten Interfaces wie Touch, Sprache, Maus, Tastatur oder Stift hin und her wechseln können.

Zusammenarbeit dynamisch unterstützen

Außerdem müssen PCs künftig die unterschiedlichsten Formen der Zusammenarbeit dynamisch unterstützen. Für die Mitglieder von Teams oder Projekten muss es sich anfühlen, als säßen sie direkt zusammen, auch wenn sie in Wahrheit über die ganze Welt verstreut sind. Dazu ist es nötig, dass die PCs verschiedene Input-Methoden wie Stimme, Video, Touch- und Gestensteuerung bei der Kollaboration bereitstellen. Vor allem das Video-Live-Streaming ist derzeit aber oft noch eingeschränkt; die Übertragung ist ruckelig, und nicht selten fliegen Teilnehmer einfach aus einer Konferenz. Intelligente Software wird hier bald Abhilfe schaffen. Sie ist in der Lage, Video-Streaming-Datenpakete automatisch zu erkennen und zu priorisieren. Die Videos werden dann gegenüber weniger dringlichem Internetverkehr, etwa dem Traffic des Browsers, bevorzugt und dadurch unterbrechungsfrei übertragen.

Mit neuen Audiofunktionalitäten können die PCs außerdem die Sprachausgabe gezielt an die Umgebung anpassen – sei es ein Meeting-Raum, ein Shared-Desk oder ein Hotelzimmer. Mittelfristig werden die Systeme in der Lage sein, „Shared Spaces“ für die Kollaboration bereitzustellen. Innerhalb dieser virtuellen Räume können die Systeme dann die Teilnehmer identifizieren, ihre Anwesenheit erkennen, die Kollaboration automatisch starten, ihre Inhalte aufzeichnen und verteilen. Die Inputs der Teilnehmer werden dann zusammengeführt und zeitgleich verarbeitet, und die Nutzer haben die Möglichkeit, Content per einfacher Gestensteuerung über die einzelnen Endgeräte hinweg zu bewegen.

Bildquelle: Dell Technologies / Shutterstock

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