Smart Cities

Neue Apps machen die Stadt smart und grün

Die Telekom möchte sch beim diesjährigen MWC als Partner für Smart Cities präsentieren. Der Konzern zeigt Lösungen für ein besseres Stadtklima, intelligente Gebäude, smarte Verkehrssteuerung sowie die Smart-Cities-App. Die digitalen Angebote sollen den Alltag der Bürger komfortabler gestalten.

Neue Apss machen die Stadt smart und grün

Auf dem diesjährigen World Mobile Congress stellt die Telekom neue Lösungen für die Stadt von morgen vor: Nachhaltigkeit und Intelligenz liegen im Trend.

„City Tree“: Pfiffige grüne Lunge

Der „City Tree" soll Hotspot und Luftfilter zugleich sein. Er verbessere die Luft und fördere die digitale Infrastruktur in Städten. Die Lösung des Start-ups Green City Solutions wird in Städten aufgestellt und arbeitet als biologischer Luftfilter. Die integrierte IoT-Technologie biete dem Moos auch in Städten optimale Lebensbedingungen. Angepflanztes Moos soll Feinstaub und Stickoxide aus der Luft filtern. Der „Baum“  soll die Luftzirkulation in besonders belasteten Abschnitten erhöhen. Die integrierten Sensoren liefern außerdem Informationen über die Umweltleistung des begrünten Hotspots. Die Höchstleistung liege bei knapp 700.000 Kubikmetern Luft pro Tag und sei mit dem Luftvolumen von 180 Heißluftballons vergleichbar.

Smarte Gebäude: Intelligenter Messestand

Auch eine intelligente Gebäudesteuerung schont die Umwelt. Der Telekom-Stand ist selbst Exponat für die „Building Monitoring und Analytics“-Lösung. Sensoren zeigen den Besucherstrom, der sich über den Stand bewegt. Building Monitoring soll neue Möglichkeiten zu ungenutzten Flächen und Arbeitsplätzen bieten, aber auch Tendenzen und Vorlieben der Raumnutzung abbilden. Daraus ergäben sich Potenziale für neue Arbeitswelten oder zum Einsparen von Energie. Nur ein tatsächlich genutzter Raum wird am Ende des Tages auch gereinigt. Übermittelte Daten zu Luftqualität, Licht, geöffneten Fenstern oder Türen werden analysiert und ausgewertet. Dafür dient die Anbindung der Sensoren an die IoT-Plattform "Connected Things Hub", unterstützt von Axonize.

Künstliche Intelligenz für weniger Stau

Keine Smart City ohne intelligente Verkehrssteuerung. Hierfür entwickelt das Bonner Unternehmen Lösungen wie am Ernst-Reuter-Platz in Berlin, einem der Verkehrsknotenpunkte der Hauptstadt. Der Verkehrsfluss soll mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) optimiert werden. In einem Forschungsprojekt der Innovation Laboratories (T-Labs) erfassen fünf Kameras zunächst einen „Pixelstrom“. Über Machine Learning, einer Form von KI, erfolgt eine Mustererkennung: Erfasste Messdaten werden als PKWs und LKWs erkannt. Modellhaft für verschiedene Tageszeiten optimiert, entstehe so eine Empfehlung zur Ampelsteuerung. Das Ergebnis: Das Pilotprojekt der T-Labs könne Stauphasen um bis zu 20 Prozent reduzieren. Ein Ansatz, der auch zur Luftverbesserung in der Stadt beitragen kann.

Smart Cities App – ein Standard für digitale Verwaltung

„Verwaltungsservices digital“ lautet die Herausforderung für Städte und Gemeinden durch das Onlinezugangsgesetz. Bis 2022 müssen die Standard- Verwaltungsdienstleistungen wie zum Beispiel Anträge für den Führerschein oder Passdokumente online verfügbar sein. Die Telekom und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) unterstützen die Verwaltungen bei der Entwicklung und Implementierung digitaler Angebote.

Mit der Smart Cities App wurde letztes Jahr der Grundstein gelegt. Die standortbasierte App bündelt digitale Services für den öffentlichen Sektor wie zum Beispiel Ummeldung, Führerscheinanträge oder Car- und Bikesharing. Außerdem gebe es Hinweise zum Freizeitangebot und Einkaufsmöglichkeiten. Zum MWC ruft das Telekommunikationsunternehmen Städte und Gemeinden auf, der „Entwicklergemeinschaft“ beizutreten. Herausforderungen wie knappe Ressourcen, rechtliche Vorgaben und der laufende Regelbetrieb lassen sich gemeinschaftlich leichter bewältigen. Davon ist seien auch die Städte Bonn und Dortmund überzeugt, die heute auf dem MWC als erste Städte der Entwicklergemeinschaft beitraten.

Bildquelle: Telekom

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