Notizblock-Apps

Neue Notizbücher für das Mobilgerät

Mit dem noch in der Entwicklung befindlichen Dropbox Composer und der Open-Source-Software Papyrus betreten zwei neue Notiz-Apps die Szene.

Einfach und nützlich: Notizblock-Apps auf Mobilgeräten haben viele Fans. Neben Aufgabenplanern gehören sie inzwischen zur Basisausstattung jedes Smartphones oder Tablets. Und neben den beiden Platzhirschen Evernote und OneNote ist noch viel Platz für Nischenlösungen und Spezialanwendungen.

Dropbox Composer

Einige aufmerksame Dropbox-Anwender haben entdeckt, dass die Entwickler des Unternehmens offensichtlich an einer Notizblockfunktion arbeiten. Sie soll Dropbox Composer heißen und erinnert nach Auskunft der Leute, die bereits einen Blick darauf werfen konnten, sehr stark an den Collaboration-Editor Hackpad. Dropbox hatte den Service inklusive der Entwickler vor einem Jahr übernommen und bisher getrennt vom Kernprodukt geführt.

Hackpad bietet einen einfachen Editor mit grundlegenden Funktionen, der die Änderungen von einzelnen Personen an einem Text in jeweils unterschiedlichen Farben darstellt. Die Inhalte werden in Arbeitsbereiche organisiert, die jeweils beliebig viele sogenannte „Pads“ aufnehmen können - die bearbeitbaren Inhaltsseiten.

Der Editor bietet lediglich Grundfunktionen, da der Sinn des Produkts nicht in der schicken Formatierung, sondern in der gemeinsamen Erarbeitung von Inhalten liegt. Dafür gibt es Funktionen wie zum Beispiel eine History, mit der alle Änderungen nachvollzogen werden können und Benutzerprofile, die Änderungen an den Pads in einem Social-Media-Stream anzeigen.

Dropbox hat inzwischen bestätigt, dass ein neues Produkt mit dem Namen Dropbox Composer in der Entwicklung ist, gibt aber keine Auskünfte über das Erscheinungsdatum. Wer neugierig ist, sollte die Community „Product Hunt“ verfolgen, die sich den Austausch über allerneueste Produkte auf die Fahnen geschrieben hat.

Papyrus

Ebenfalls in einem frühen Stadium befindet sich die Notizblock-App Papyrus. Sie trägt aber bereits die Versionsnummer 1.0. Dabei handelt sich um ein Open-Source-Projekt, das einen Cloud-Notizblock mit Verschlüsselung anbietet.

Wie bei solchen Projekten nicht selten, handelt es sich bei Papyrus um den „Fork“ (also die Ableitung) eines anderen Notizblocks, der mit Funktionen zu Verschlüsselung und Synchronisierung ergänzt worden ist. Dies merkt man der Benutzeroberfläche an, die deutlich einfacher gestrickt ist als die Konkurrenten.

Der eigentliche Editor hat lediglich Grundfunktionen und speichert die Notizen als Seiten in einem Notizbuch. Sowohl für die Anwendung als auch für einzelne Notizen kann ein Passwortschutz vereinbart werden. Bei der Synchronisierung via Dropbox werden die Daten grundsätzlich verschlüsselt.

Trotz der recht überschaubaren Funktion: Das Open-Source-Produkt ist bereits auf zahlreichen Plattformen vertreten. Es gibt Clients für Android, Linux (32/64 Bit), Windows und Mac OS X. Eine iOS-Version ist geplant.

Bildquelle: Thinkstock

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